Zehn NHL-Stars dabei Diese Spieler haben es ins Schweizer Eishockey-Kader für Olympia geschafft

SDA

7.1.2026 - 17:04

Der derzeit verletzte Philipp Kurashev ist Teil des Schweizer Olympia-Teams.
Der derzeit verletzte Philipp Kurashev ist Teil des Schweizer Olympia-Teams.
Keystone

Das Schweizer Kader für das olympische Eishockey-Turnier in Mailand (11. bis 22. Februar) steht fest. Mit Pius Suter und Philipp Kurashev gehören auch zwei derzeit verletzte NHL-Stars zum Aufgebot.

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Die Selektion von Nationaltrainer Patrick Fischer beinhaltet kaum Überraschungen. Nominiert wurden drei Torhüter, acht Verteidiger und 14 Stürmer. Diese 25 Akteure können für die Olympischen Spiele in Mailand nur noch ausgetauscht werden, wenn sie sich verletzen.

Davon betroffen sind derzeit die Stürmer Pius Suter und Philipp Kurashev, die bei ihren NHL-Teams auf der Verletztenliste stehen. Das Duo stiess wie Verteidiger Janis Moser zu den bereits im vergangenen Sommer nominierten Roman Josi, Jonas Siegenthaler, Kevin Fiala, Nico Hischier, Nino Niederreiter und Timo Meier, womit insgesamt neun Schweizer NHL-Feldspieler im Aufgebot stehen.

Der Grossteil des Schweizer Olympia-Kaders (20 Spieler) gehörte im vergangenen Frühling dem WM-Team an, das im Final den USA nach Verlängerung unterlag. Der letztjährige Schweizer WM-Topskorer Tyler Moy hat es jedoch nicht ins Olympia-Aufgebot geschafft.

Zehn Spieler nahmen schon mindestens einmal an Olympischen Spielen teil, unter ihnen Leonardo Genoni und Reto Berra, die zum dritten Mal an Winterspielen dabei sein werden. Das Goalie-Trio ergänzt Akira Schmid aus der NHL-Organisation der Vegas Golden Knights, einer von fünfzehn Olympia-Debütanten im Schweizer Kader.

Alle Aufgebotenen nahmen schon an Weltmeisterschaften teil. Vom letztjährigen WM-Team fehlen nebst Moy und dem zurückgetretenen Andres Ambühl auch die Stürmer Grégory Hofmann und Nicolas Baechler sowie Verteidiger Dominik Egli.

Olympia erstmals seit 2014 mit NHL-Stars

Die Schweiz bestreitet ihr erstes Gruppenspiel am 12. Februar gegen Frankreich. Die weiteren Vorrundengegner sind Rekordolympiasieger Kanada (13. Februar) und Tschechien (15. Februar). Die drei Gruppensieger und der beste Gruppenzweite ziehen direkt in die Viertelfinals ein, alle anderen Teams müssen den Umweg über die Achtelfinals nehmen.

Erstmals seit 2014 sind bei Winterspielen wieder NHL-Stars dabei. Sowohl vor zwölf Jahren in Sotschi wie auch 2018 in Pyeongchang schieden die Schweizer in den Achtelfinals aus. Beim letzten olympischen Turnier 2022 in Peking erreichte die Schweiz nach einem Sieg gegen Tschechien (4:2) die Viertelfinals, wo gegen den späteren Olympiasieger Finnland (1:5) Endstation war.

Das Schweizer Olympia-Kader der Männer

  • Torhüter: Reto Berra (HC Fribourg-Gottéron), Leonardo Genoni (EV Zug), Akira Schmid (Vegas Golden Knights)
  • Verteidiger: Tim Berni (Genève-Servette HC), Michael Fora (HC Davos), Andrea Glauser (HC Fribourg-Gottéron), Roman Josi (Nashville Predators), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa Bay Lightning), Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils)
  • Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Christoph Bertschy (HC Fribourg-Gottéron), Kevin Fiala (Los Angeles Kings), Nico Hischier (New Jersey Devils), Ken Jäger (Lausanne HC), Simon Knak (HC Davos), Philipp Kurashev (San Jose Sharks), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey Devils), Nino Niederreiter (Winnipeg Jets), Damien Riat (Lausanne HC), Sandro Schmid (HC Fribourg-Gottéron), Pius Suter (St. Louis Blues), Calvin Thürkauf (HC Lugano)

Alina Müller und Lara Stalder führen das Aufgebot der Frauen an

Auch Frauen-Nationaltrainer Colin Muller hat für die Olympischen Spiele in Mailand seine 23 Spielerinnen aufgeboten.

Die erfahrensten Spielerinnen im Schweizer Olympia-Aufgebot sind Alina Müller und Lara Stalder. Die 27-jährige Winterthurerin und die vier Jahre ältere Luzernerin stehen vor ihren vierten Olympischen Spielen. Beide gehörten bereits 2014 in Sotschi zum Team, das sensationell die Bronzemedaille gewann. In den seither folgenden neun Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Spielen gelang es den Schweizerinnen nicht mehr, diesen Exploit zu wiederholen. Eine Medaille bleibt für das Team von Trainer Colin Muller jedoch auch in Mailand das erklärte Ziel. Als Weltranglisten-Fünfte sind die Schweizerinnen der Gruppe A zugeteilt und haben damit die Viertelfinal-Qualifikation bereits auf sicher. Ab der K.-o.-Phase beginnt für sie das Turnier im eigentlichen Sinn.

Das Schweizer Eishockey-Programm an Olympia

  • Männer:
  • 12. Februar, 12:10 Uhr: Schweiz-Frankreich
  • 13. Februar, 21:10 Uhr: Schweiz-Kanada
  • 15. Februar, 12:10 Uhr: Schweiz-Tschechien
  • 17. Februar: Viertelfinal-Qualifikation
  • 18. Februar: Viertelfinals
  • 20. Februar: Halbfinals
  • 21. Februar: Spiel um Rang 3
  • 22. Februar: Finale
  • Frauen:
  • 6. Februar, 14:40 Uhr: Schweiz-Tschechien
  • 7. Februar, 21:10 Uhr: Schweiz-Kanada
  • 9. Februar, 20:40 Uhr: Schweiz-USA
  • 10. Februar, 21:10 Uhr: Finnland-Schweiz
  • 13./14. Februar: Viertelfinals
  • 16. Februar: Halbfinals
  • 19. Februar: Finale und Spiel um Rang 3

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