Stefan Schärer gibt sein Amt als Verwaltungsratspräsident der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) per sofort ab. Dies gab der Eishockeyverband am Donnerstag bekannt.
Schärer stand dem Verband erst seit September 2023 als Präsident vor. Er sei zum Schluss gekommen, «dass ich meine Zeit und Energie ab 2025 auf Mandaten und Projekten einsetzen möchte, bei denen Fortschritte schneller erzielt werden können», begründete der frühere Spitzen-Handballer in einem Verbands-Communiqué seinen Rücktrittsentscheid.
«Ein solches Projekt ist die Kandidatur für die Winter-Olympiade 2038, über die bis Ende 2026 beziehungsweise Mitte 2027 entschieden wird», so Schärer, der die SIHF weiter im Vorstand von «OPWS2038» vertreten wird. Der Verein setzt sich für eine Schweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2038 ein.
Schärer weiter: «Mich reizte die Aufgabe, diesen tollen Sport in den kommenden Jahren strategisch mitzugestalten und zukunftsfähig zu machen. Leider wurde mir bald bewusst, dass unsere Strukturen äusserst komplex sind und es alles andere als einfach ist, mehrheitsfähige Beschlüsse voranzutreiben, da teilweise auch die Kompromissbereitschaft der verschiedenen Stakeholder fehlt.»
Bis ein Nachfolger von Schärer gefunden ist, übernimmt gemäss Statuten der Vizepräsident der SIHF, Marc-Anthony Anner, die Führung des Verwaltungsrats.