SCRJ-Trainer Tomlinson braucht eine neue Niere

2.8.2019 - 10:30, bam

Jeff Tomlinson leidet an Zysten-Nieren. Sein Bruder wird ihm eine Niere spenden.
Bild: Keystone

Jeff Tomlinson leidet seit bald 20 Jahren an Zysten-Nieren. Seit März braucht er täglich eine Dyalise. Nun soll ihm sein Bruder eine Niere spenden.  

Mit 28 Jahren hat Jeff Tomlinson erfahren, dass er an der tödlichen Krankheit Zysten-Nieren leidet. Wie «Blick» berichtet, musste sich der damalige Manchester-Spieler 1998 wegen einer Fingerverletzung operieren lassen. Nach einem Organcheck bemerkten die Ärzte, dass seine Nieren in kritischem Zustand sind. «Meine Niere sah aus wie die eines 70-Jährigen. Doch der Befund erschreckte mich damals nicht so sehr», erzählt Tomlinson. «Ich dachte weder an die Folgen noch daran, dass ich künftig bewusster und vorsichtiger durchs Leben gehen sollte.»

Zysten-Nieren sind genetisch bedingt, deshalb musste er seine Familie darum bitten, sich testen zu lassen. Auch seine Mutter ist betroffen. Sie erhielt schliesslich eine Niere ihres Bruders. 

Warnung erhielt er vor drei Jahren

Tomlinson lebte sein Leben ganz normal weiter. Bis vor drei Jahren. Als er bei den Rapperswil-Jona Lakers starke Schmerzen bekam, stellten die Ärzte fest, dass seine Nierenfunktion nur noch bei acht Prozent liegt. Der heute 49-jährige Kanadier stellte seine Ernährung um. Er wollte die Bauchfell-Dyalise so lange wie möglich herauszögern. 



Anfang Jahr musste ihm aber für die Dyalise dennoch einen Katheter gesetzt werden. So konnte er den Prozess bisher zuhause oder im Büro selber durchführen. Seit März muss er sein Blut mit der Dyalise täglich reinigen. «Was ich auch tue, alles dreht sich darum.»

Bruder spendet seine Niere

Mittlerweise ist klar, dass die Niere seines Bruders Darryl passt. Tomlinson ist ihm darüber sehr dankbar. Er hofft, «dass ich vor meinem 50. Geburtstag im nächsten April meine neue Niere habe».

Seitens des Klubs bekommt Tomlinson sehr viel Unterstützung. «Die Reaktionen von Klub und Spielern waren überwältigend. Die Unterstützung ist immer da, dafür bin ich enorm dankbar.»

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport

Weitere Artikel