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Droht Patrick Fischer wegen eines gefälschte Covid-Zertifikats Ärger vom Eishockey-Weltverband?
Bild: Keystone
Patrick Fischer gibt am Montag in einer Stellungnahme preis, mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an Olympia 2022 teilgenommen zu haben. Im Strafbefehl kommen nun weitere Details ans Licht.
Seit Montag schlägt ein Geständnis von Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer hohe Wellen. Der 50-Jährige gibt in einer öffentlichen Stellungnahme zu, dass er während der Pandemie ein Covid-Zertifikat gefälscht hat, um an die Olympischen Spiele 2022 in China reisen zu können.
«Die Swiss Ice Hockey Federation, Swiss Olympic sowie mein Umfeld hatten davon keine Kenntnis», sagt Fischer. «Ich erkenne, dass ich in dieser Angelegenheit einen schweren Fehler gemacht habe. Ich stehe dafür gerade und übernehme die volle Verantwortung. Die daraus resultierenden Konsequenzen habe ich getragen und die Busse beglichen.»
Konsequenzen vom Schweizer Eishockey-Verband muss Fischer dagegen nicht befürchten. «Wir als Verband haben dies zur Kenntnis genommen und finden es anerkennenswert, dass Patrick Fischer diesen Schritt an die Öffentlichkeit geht und seinen Fehler klar einräumt. Dies zeigt persönliche Verantwortung und Grösse», heisst es in einer Mitteilung. Die Angelegenheit erklärt Swiss Icehockey für abgeschlossen.
Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern bringt nun weitere Details ans Licht. Fischer holte sich die gefälschte Impfbescheinigung im Herbst 2021 über die App Telegram und zahlte dafür per Bitcoin 400 Franken.
Für sein Vergehen wird Fischer im Jahr 2023 als Privatperson verurteilt und zu einer Geldstrafe in Höhe von fast 40'000 Franken verdonnert. Dabei handelt es sich um eine «Gesamtstrafe», denn der Strafbefehl offenbart: Fischer war zu diesem Zeitpunkt auf Bewährung. Er wurde bereits im März 2020 zu einer bedingten Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je 440 Franken verurteilt.
Der Grund dafür ist gemäss dem Eishockey-Verband eine Geschwindigkeitsüberschreitung, wie der «Blick» berichtet. Am Montag hatte der Nati-Coach in seiner Stellungnahme noch betont: «Bis auf diesen Vorfall habe ich mich immer ans geltende Recht gehalten.»
Der Weltverband IIHF kündigt am Dienstag in einer Medienmitteilung eine Untersuchung an. Nebst den Olympischen Spielen hat Fischer an weiteren Anlässen mit Corona-Auflagen teilgenommen. Für die WM 2022 in Finnland waren von der Impfpflicht einzig Personen ausgenommen, die nachweisen konnten, dass sie in den letzten neunzig Tagen vor der Einreise von einer Covid-19-Infektion genesen waren, oder solche mit einer Ausnahmebewilligung.
«Die IIHF nimmt die Integrität, die Einhaltung internationaler Regeln und den Respekt für Sicherheitsvorschriften für Events sehr ernst», heisst es in der Mitteilung. Es gehe dabei nicht zuletzt darum, die Sicherheit und Gesundheit aller Teilnehmer zu gewährleisten.