Nach Drama: Die Schweiz verliert im WM-Viertelfinal gegen Kanada

23.5.2019 - 16:00, sda

Das Schweizer Nationalteam verpasst in einem der grössten Dramen an Eishockey-Weltmeisterschaften den Halbfinal. Die Schweizer verlieren in Kosice gegen Kanada nach einer 2:1-Führung bis 0,4 Sekunden vor Schluss mit 2:3 nach Verlängerung.

Der letzte Schuss in der regulären Spielzeit, der 38. Torschuss Kanadas, traf die Schweizer wie ein Stich ins Herz. Damon Severson feuerte den Schuss ab. Der Puck fand einen Weg an Leonardo Genonis Oberkörper und Oberarm vorbei. 0,4 Sekunden vor Schluss überschritt er die Torlinie. Kanada hatte sich in extremis in die Verlängerung mit drei gegen drei Feldspieler gerettet.

In dieser Overtime gelang den Schweizern nicht mehr viel. Nach 65:07 Minuten erzielte Mark Stone das Siegtor für die Kanadier. Stone hatte schon zum 2:2-Ausgleich in allerletzter Sekunde das Assist beigesteuert.

Bis zur letzten Sekunde hatten sich die Schweizer toll gehalten. Sie erzielten aus den ersten zwei Powerplay-Chancen zwei Tore und führten 1:0 und ab der 40. Minute 2:1. Nico Hischier erzielte das 2:1 drei Sekunden vor der zweiten Pause. Es war das Spiel der späten Goals.

Statt am Samstagnachmittag in Bratislava im Halbfinal gegen Russland zu stehen, müssen die Schweizer am Freitag die Heimreise antreten. Aber obwohl sie keinen grossen Gegner in der Slowakei besiegte, gefiel die Schweizer Hockey-Nati ein Jahr vor der Heim-Weltmeisterschaft in Zürich und Lausanne. Hoffentlich kämpfen sie in einem Jahr vor eigenem Publikum mit mehr Glück als am Donnerstagnachmittag in Kosice.


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Russland mit Mühe gegen die USA

In Bratislava kämpfte sich Top-Favorit Russland mit einem 4:3 (2:0, 0:1, 2:2) gegen die USA ins Halbfinale am Samstag. Für den Rekord-Weltmeister trafen in Nikita Gussew (2. Minute) von SKA St. Petersburg, Kirill Kaprisow (42.) und Michail Grigorenko (48./beide ZSKA Moskau) drei Spieler aus der heimischen KHL. Zudem war Michail Sergatschow (16.) vom Tampa Bay Lightning erfolgreich.

Für das US-Team schossen die NHL-Profis Brady Skjei (23./New York Rangers), Noah Hanifin (46./Calgary Flames) und Alex DeBrincat (58./Chicago Blackhawks) die Tore. Im vergangenen Jahr war Russland noch im Viertelfinale gescheitert. In diesem Jahr hatten die Russen dagegen wie schon 2012 und 2014 alle sieben Vorrundenspiele gewonnen. In beiden Jahren waren die Russen auch Weltmeister geworden.

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