Skandal-Entscheid im Final? Alex Frei: «Für mich unerklärlich, dass der VAR nicht eingreift»
Freiburg verliert den Europa-League-Final gegen Aston Villa mit 0:3. Aber nicht diskussionslos. Denn in der 21. Minute hätte Matty Cash Rot sehen müssen, finden zumindest die Experten Alex Frei und Michi Lang.
Etwas mehr als 20 Minuten sind gespielt, als Aston Villas Matty Cash Freiburg-Captain Vincenzo Grifo umsäbelt und dafür Gelb sieht. Nur Gelb!
«Er geht extrem rücksichtslos in den Zweikampf rein», sagt Michi Lang in der Halbzeitpause. Man könne zumindest über eine Rote Karte diskutieren, meint er.
Alex Frei findet da schon deutlichere Worte: «Für mich ist es unerklärlich, dass der VAR nicht eingreift.» Ob in der Bundesliga oder der Premier League, nach so einem Foul werde man vom Platz gestellt. Für den Nati-Rekordtorschützen ist klar, dass die Schiedsrichter das Spiel nicht zu früh durch eine Rote Karte beeinflussen wollten.
Da stimmt Lang zu: «In einem weniger wichtigen Spiel kommt zu 99 Prozent der VAR und sagt: Schau dir die Szene an.» Und wenn der Schiri rausgehe und das Bild sehe, dann könne er fast gar nicht anders als Rot zu zeigen.
So aber kann Aston Villa mit elf Mann weiterspielen. Und wie sie das tun. In der 41. Minute trifft Youri Tielemans sehenswert zum 1:0 und sieben Minuten später, tief in der Nachspielzeit, erzielt auch noch Emiliano Buendía ein Sahnetor. Von diesem doppelten Nackenschlag erholen sich die Freiburger nicht mehr. In der 58. Minute verpasst Morgan Rogers den Deutschen dann mit dem dritten Treffer den K.o.-Stoss.