Zwischen desolatem Spiel, interner Kritik und ungewisser Zukunft: Der FC Basel steht nach dem Debakel in Salzburg vor wegweisenden Tagen – auch Trainer Ludovic Magnin wird von Sportchef Christian Stucki angezählt.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Der FC Basel zeigt beim 1:3 gegen Salzburg laut Sportchef Christian Stucki einen «desolaten Auftritt »in der ersten Halbzeit.
- Trainer Magnin sieht den schwächsten FCB unter seiner Leitung, kritisiert massive individuelle Fehler und gibt zu, man sei in einer sehr kritischen Lage.
- Ob Magnin Trainer bleibt, ist offen – vor dem Spiel gegen den FC Zürich steht der Klub unter Druck, eine Trendwende zu schaffen.
Basels Sportchef Daniel Stucki hält sich nach dem 1:3 in Salzburg gegenüber blue Sport nicht zurück: «Es war ein desolater Auftritt in der ersten Halbzeit». Die zweite sei ein wenig besser gewesen, aber nicht das, was sie erwartet hätten. Salzburg sei zwar ein guter Gegner, aber: «Wir können ebenbürtig sein, wenn wir normal spielen. Es ist unerklärlich für uns. Ich kann das auch nicht in Worte fassen, was wir in diesem Spiel zeigten», meint Stucki.
Und beginnt dann gleich eine Detailanalyse: «Unglaubliche Fehler gemacht, Fehlpässe hinten raus, von A bis Z, alle elf Spieler. Ein wilder Haufen in der ersten Halbzeit, das war gar nicht gut», ärgert sich der 44-Jährige.
Nach dieser (Nicht-)Leistung zählt Stucki auch Cheftrainer Ludovic Magnin an: «Wir müssen den Auftritt jetzt sauber analysieren, aber natürlich hatten wir schon zuletzt gegen Sion nicht unseren besten Auftritt. Wir hofften, dass wir in der Rückrunde nach der kurzen Pause und nach dem Trainingslager – in dem wir gut gearbeitet haben – frisch rauskommen», meint er und ergänzt: «Jetzt müssen wir das neu analysieren und dann werden wir unsere Schlüsse ziehen.»
Magnin sieht schwächsten FCB in seiner Amtszeit
Ludovic Magnin sah gegen die Österreicher den schwächsten FCB unter seiner Leitung. «Kollektiv desolat, Fehler, die ich selten auf diesem Niveau gesehen habe», fasst der Romand kurz und knapp zusammen. Sie hätten gewusst, was auf sie zukomme und was sie vermeiden müssten, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. «Und wir haben genau das gemacht. Das ist unerklärlich. Wir müssen uns alle hinterfragen. Ich als erster natürlich. Und die Spieler. Es war desolat. Wir sind vorgeführt worden in der ersten Halbzeit», gibt er zu.
Die Entwicklung gehe momentan nicht in die richtige Richtung, dass müsse man «nicht verstecken». Magnin: «Man muss ehrlich sein im Fussball. Diese Durchhalteparolen, diese Alibi-Parolen – dafür bin ich nicht da», betont der 46-Jährige, der im Sommer aus Lausanne verpflichtet wurde. «Wir sind in einer schwierigen Situation momentan, wir sind jetzt auf der Rasierklinge, an der Kante – und sie kann auf beide Seiten kippen», resümiert Magnin.
Sportchef Christian Stucki macht klar, dass ein Auftritt wie gegen Salzburg am Sonntag gegen den FC Zürich (16.30 Uhr live auf blue Sport) nicht genügt.
So 25.01. 15:55 - 19:30 ∙ blue Sport Live ∙ FC Zürich - FC Basel 1893
Event ist beendet
«Auch dort müssen wir probieren, 10 Punkte auf Thun aufzuholen und wieder in die Spur finden, dass wir erfolgreich und vor allem gut Fussball spielen können», so Stucki. In der Europa League braucht Basel nächsten Donnerstag im letzten Spieltag zuhause gegen Viktoria Pilsen einen Sieg, um noch eine Chance auf die K.o.-Phase zu haben. Ob Ludovic Magnin dann noch der Cheftrainer beim FCB ist, scheint aktuell alles andere als sicher.