Die Fans der Young Boys sorgen am Donnerstagabend während des Europa--League-Spiels bei Aston Villa für einen Skandal. Die englische Presse reagiert empört.
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- Beim Europa-League-Spiel zwischen Aston Villa und YB kam es im Gästesektor zu schweren Ausschreitungen, bei denen ein Spieler durch einen Becherwurf verletzt wurde.
- Englische Medien verurteilen das Verhalten der rund 1200 mitgereisten YB-Fans scharf und erinnern an frühere Vorfälle mit Sanktionen der UEFA.
- Auch Schweizer Medien kritisieren die Gewalt deutlich und fordern von YB Massnahmen gegen die eigenen Fans.
Donyell Malen schiesst Aston Villa gegen YB mit einem Doppelpack zum 2:1-Sieg in der Europa League. Dem Niederländer gehören am Freitag in England aber nicht wegen seiner starken Leistung die Schlagzeilen, sondern wegen einer Platzwunde, die er sich nach einem Becherwurf aus dem Gästesektor zugezogen hat.
Nach Malens zweitem Treffer eskalierte die Situation im YB-Fanblock erst recht. Die Berner Anhänger lieferten sich mit der Polizei eine wilde Schlägerei.
Am Tag danach haut die englische Presse drauf und geht mit klaren Worten auf die YB-Fans los. «Das Verhalten von den rund 1200 mitgereisten Fans war unerträglich», schreibt etwa die «Daily Mail» und erinnert daran, dass die «vermeintlich harmlosen Young Boys» seit 2020 bereits fünf Mal von der UEFA wegen Ausschreitungen mit einer Geldstrafe sanktioniert wurden.
«Villa-Schock: Donyell Malen hat eine blutige Wunde am Kopf, nachdem kranke Young-Boys-Fans den Aston-Villa-Star nach seinem Tor mit Gegenständen beworfen haben», ist bei «The Sun» zu lesen und die «Sportbible» schreibt: «In der Auswärtskurve brach die Hölle los. YB muss mit einer hohen Strafe rechnen.»
«Chaoten schaden dem Ruf des Clubs»
Auch die Schweizer Medien gehen hart ins Gericht mit der Anhängerschaft der Young Boys. Allen voran die «Berner Zeitung», die in einem Kommentar deutlich wird. Von «YB-Chaoten» und einem «Skandal» ist die Rede. Die Zeitung erinnert auch an die Ausschreitungen rund um das Cup-Spiel in Aarau im September, wo mehrere Personen verletzt wurden.
«Die Berner Chaoten schaden dem Ruf und dem Ansehen des Clubs. YB schaut zu und verurteilt, doch jetzt müssen die Berner handeln», fordert die «Berner Zeitung». Auch im «Blick» ist von einem «grossen Skandal» die Rede. «Diese Eskalation ist völlig intolerabel. Genauso wie die Rechtfertigungen von YB, dass die Polizei mitschuldig ist. YB sollte sich grundsätzlich Gedanken machen zu seinen Fans.»