«Die Leute haben auf dem Platz geweint» Party und Platzsturm in Freiburg nach Finaleinzug

dpa

8.5.2026 - 10:40

Freiburger Ekstase: Party und Platzsturm nach Finaleinzug

Freiburger Ekstase: Party und Platzsturm nach Finaleinzug

08.05.2026

Der SC Freiburg bejubelt einen historischen Europapokal-Coup. Die Bilder nach dem Sieg gegen Braga gehen um die Welt. 

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DPA, Syl Battistuzzi

Kurz vor Mitternacht dröhnte der Party-Hit «Heute fährt die 18 bis nach Istanbul» aus der Kabine. Zuvor hatten die Profis des SC Freiburg ihren historischen Erfolg bereits ausgiebig mit den Fans gefeiert. Ein «unglaublicher Abend» sei das gewesen, sagte Doppeltorschütze Lukas Kübler. Die Szenen nach dem Schlusspfiff hätten «die Besonderheit und Geschlossenheit des Vereins» verdeutlicht, meinte Mittelfeld-Routinier Maximilian Eggestein.

Platzsturm nach dem Abpfiff

Dank einer weiteren magischen Fussball-Nacht stehen die Freiburger erstmals in einem internationalen Finale. Nach dem furiosen und erst in der Schlussphase noch mal wackeligen 3:1 gegen Sporting Braga im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gab es am Donnerstagabend kein Halten mehr. «Die Fans sollen das so feiern», sagte Eggestein über den Platzsturm der Anhänger. Es sei ja niemand verletzt und der Rasen auch schnell wieder geräumt worden. Noch lange danach hatten die Spieler mit den Fans in der Kurve weiter gefeiert.

«Wenn du im Finale stehst, willst du auch gewinnen», kündigte Verteidiger Kübler mit Blick auf das Endspiel am 20. Mai in Istanbul schon mal an – wohlwissend, dass die Freiburger gegen den englischen Topclub Aston Villa Aussenseiter sein dürften. «Wir freuen uns riesig darauf», sagte Eggestein.

Schuster glänzt als Streich-Nachfolger

Schon jetzt ist es eine herausragende Saison für den SC – und international die erfolgreichste der Vereinsgeschichte. Dank ihrer Heimstärke und begünstigt durch die frühe Rote Karte gegen Bragas Mario Dorgeles wegen einer Notbremse (7. Minute) drehten die Freiburger auch das Duell mit dem portugiesischen Tabellenvierten.

Kübler als Doppelpacker (19./72.), Johan Manzambi als Traumtorschütze (41.) und Keeper Noah Atubolu als Fels in der Brandung in der heissen Endphase avancierten zu den Freiburger Helden. Zu denen natürlich auch Trainer Julian Schuster gehört – in seinem gerade mal zweiten Jahr als Profi-Chefcoach.

Der 41-Jährige hat die bemerkenswerte Entwicklung des SC als Nachfolger von Langzeit-Trainer Christian Streich nahtlos fortgesetzt. In der vergangenen Saison verpassten die Freiburger unter Schuster nur haarscharf die erste Champions-League-Teilnahme. Nun, 33 Jahre nach ihrem ersten Bundesliga-Aufstieg, stehen sie erstmals in einem Europapokal-Finale. «Road to Istanbul» heisst das Motto in der Europa League. Genau wie in der SC-Kabine.

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