Im Final der Europa League treffen der SC Freiburg und Aston Villa aufeinander. In Istanbul wollen die beide Klubs ihrer Saison die Krone aufsetzen, dabei gibt es jedoch einen klaren Favoriten.
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- m Europa-League-Final treffen erstmals der SC Freiburg und Aston Villa aufeinander und kämpfen um ihren ersten Titel.
- Aston Villa gilt mit Startrainer Unai Emery und deutlich höherem Marktwert als Favorit auf den Sieg.
- Freiburg hat bereits Vereinsgeschichte geschrieben und will trotz Aussenseiterrolle für eine Überraschung sorgen.
Zum ersten Mal überhaupt kommt es im Europa-League-Final zum Duell zwischen dem SC Freiburg und Aston Villa. Im Tüpras Stadion von Besiktas Istanbul kämpfen die beiden Klubs um ihren ersten Titel in diesem Wettbewerb.
Mi 20.05. 20:10 - 00:30 ∙ blue Sport Live ∙ UHD HDR SC Freiburg - Aston Villa FC
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Europa-League-Spezialist Unai Emery
Wenn man von Experten im Gewinnen der Europa League spricht, kommt man nicht am Namen Unai Emery vorbei. Der spanische Top-Trainer konnte den Wettbewerb bereits viermal gewinnen und ist damit Rekordsieger. Von 2014 bis 2016 jeweils mit dem FC Sevilla und 2021 mit dem FC Villarreal. Zudem stand Emery 2019 mit dem FC Arsenal ebenfalls im Final, welches allerdings gegen den FC Chelsea verloren ging.
Auch bei Aston Villa sorgte der Spanier für einen echten Aufschwung im Klub. Seit seinem Amtsantritt im November 2022 führte er den Klub aus Birmingham Jahr für Jahr in den europäischen Wettbewerb. 2024 qualifizierte sich das Team sogar für die Champions League. Aufgrund des dritten Platzes in der Premier League spielt Villa auch in der kommenden Saison in der Königsklasse, selbst wenn das Europa-League-Final verloren ginge.
Historische Saison für Freiburg
Der SC Freiburg qualifizierte sich erstmals in seiner Vereinshistorie für ein europäisches Final. Das Team von Julian Schuster hat somit bereits Geschichte geschrieben. Schuster, der in seiner zweiten Saison als Trainer des Sportclubs von «einer sehr besonderen Reise» spricht.
Die Vorfreude im Breisgau auf das grosse Final ist riesig. Torwart Noah Atubolu hat zahlreiche Tickets für das Endspiel an seine Freunde und Verwandten verteilt: «Ich hab kein Ticket mehr übrig.» Auch Julian Schuster spürt im Vorfeld der Partie die Euphorie im Umfeld des Klubs: «Das Gefühl von Zusammenhalt und Unterstützung in der Stadt ist jetzt noch stärker.»
Engländer als Favorit
Vor dem Endspiel gilt Aston Villa jedoch als klarer Favorit auf den Titel und das nicht nur wegen des Sieger-Gens von Unai Emery. Der Marktwert der Engländer ist beinahe dreimal so hoch wie der des SC Freiburgs. Hinzu kommt die grössere Erfahrung im Kader von Villa. Innenverteidiger Victor Lindelöf könnte in seinem vierten Europa-League-Final endlich den ersten Sieg einfahren. Historisches könnte auch Tammy Abraham bei einem Sieg der Engländer gelingen. Der Stürmer wäre der erste Spieler, der alle drei europäischen Wettbewerbe mit drei verschiedenen Klubs gewinnen könnte. 2021 gewann er mit Chelsea die Champions League und ein Jahr später die Conference League mit AS Rom.
Doch am Ende wird ein Fussballspiel nicht aufgrund von Rekorden oder Marktwerten entschieden, sondern in 90 oder mehr Minuten auf dem grünen Rasen. Im Verlauf des Wettbewerbs hat der SC Freiburg um Nati-Star Johan Manzambi und Bruno Ogbus bereits unter Beweis gestellt, dass er es mit europäischen Top-Teams aufnehmen kann. Der Final in Istanbul dürfte für Aston Villa also alles andere als ein Selbstläufer werden.