Nach dem Skandal um die YB-Fans während der Partie bei Aston Villa gibt die UEFA die Strafe gegen die Berner bekannt. Beim nächsten Auswärtsspiel in Stuttgart dürfen keine Tickets an YB-Fans verkauft werden. Zudem setzt es eine Busse ab.
Am vergangenen Donnerstag sorgen die YB-Fans im Villa-Park für einen Skandal. Gegnerische Spieler werden mit Bechern beworfen, Stadionsitze fliegen auf den Platz und es kommt zu einer Schlägerei mit den Polizisten. Noch im Stadion kommt es zu Verhaftungen einzelner Berner Anhänger, tagsdarauf werden am Flughafen von Birmingham weitere Fans festgenommen.
Nun verkündet die UEFA die Strafe gegen den Klub. YB darf für das nächste Auswärtsspiel gegen Stuttgart keine Tickets an eigene Fans verkaufen. Zudem setzt es eine Busse von 45'000 Franken ab. Ausgesprochen werden die Sanktionen für das Werfen von Gegenständen, das Verursachen von Schäden am Stadion und seinen Einrichtungen und wegen der Zuschauerausschreitungen.
YB-Präsident Brülhart: «Es läuft aus dem Ruder»
YB hat sich zum Urteil noch nicht geäussert. Präsident Marcel Brülhart erklärte im Gespräch mit blue Sport aber bereits, sich dem Problem unabhängig des UEFA-Urteils anzunehmen: «Wir werden noch weitergehen. Wir müssen mit den Fan-Organisationen hart reden, sie werden mehr Verantwortung übernehmen müssen. Die Szene ist sehr stark gewachsen in den letzten Jahren, es läuft aus dem Ruder und das können wir so nicht akzeptieren.»
Allerdings könne nur gemeinsam effektiv gegen die Probleme vorgegangen werden. «Wir, die Fans, aber auch die Behörden müssen über die Bücher», sagt Brülhart. «Zusammen müssen wir das in den Griff kriegen. So kann es nicht weitergehen.»