Am Donnerstagabend sorgen YB-Fans im Villa-Park für einen Skandal. Gegnerische Spieler werden mit Bechern beworfen, Stadionsitze fliegen auf den Platz und es kommt zu einer Schlägerei mit den Polizisten.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Die Situation im YB-Auswärtsblock beim Europa-League-Spiel gegen Aston Villa eskaliert am Donnerstagabend komplett.
- Die YB-Fans waren auf Bewährung, da sie im Oktober 2024 schon einmal für einen Skandal sorgten.
- YB muss mit einer hohen Busse rechnen. Zudem könnte es zu einer Sektorschliessung kommen.
Donyell Malen schiesst Aston Villa in Führung, rennt Richtung Cornerfahne und jubelt so direkt vor den YB-Fans. Aus der Berner Fan-Ecke fliegen unzählige Becher auf den Platz, einer davon trifft den Torschützen am Kopf. Er trägt eine Platzwunde davon. Kurz vor der Pause erzielt Malen das 2:0 und jubelt erneut vor den YB-Fans. Dann eskaliert die Situation komplett.
Loris Benito, der schlichten will, erklärt nach der Partie seine Sicht der Dinge: «Der Ref sagte, dass das Spiel unter-, wenn nicht gar abgebrochen werde, wenn nochmals etwas auf das Feld fliege.» Deshalb habe er die Fans beruhigen wollen. Die Polizisten, die mit dem Rücken zum Platz stehen, sehen ihn nicht. «Derweil kamen die Führungspersonen unter den Fans in meine Richtung, um mit mir zu reden. Die Polizei fasste das als Versuch auf, aufs Feld zu gelangen. Von da an eskaliert es.»
Die Becher-, Münz- und Stuhlwürfe seien zu verurteilen, findet Benito. «Das danach war aber ein Missverständnis.» Ob diese Aussagen die Disziplinarkommission der UEFA milde stimmen werden? Davon ist eher nicht auszugehen. Denn die YB-Fans sind Wiederholungstäter. Im Oktober 2024 wird YB im Nachgang des Champions-League-Spiels gegen Inter Mailand zu einer Busse in der Höhe von 25’000 Euro verdonnert, weil YB-Fans Feuerwerkskörper zündeten.
Zudem wurde eine Strafe auf Bewährung ausgesprochen. Sollte sich der Fall in den kommenden 24 Monaten wiederholen, müsste beim darauf folgenden nächsten YB-Heimspiel in einem internationalen Wettbewerb der gesamte Sektor D im Stadion Wankdorf geschlossen bleiben, hiess es damals.