21.04.2017 - 13:07, mar

Darum ist Ferrari wieder so stark

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Sebastian Vettel holte in Bahrain zuletzt seinen zweiten Sieg in der noch jungen Formel-1-Saison.
Bild: Getty Images

 

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Letzte Saison fuhr Ferrari der Konkurrenz weit hinterher. Sebastian Vettel konnte nicht einen einzigen Sieg feiern. Was hat sich über den Winter geändert?



Die letzten Jahre in der Formel 1 waren sehr einseitig. Erst dominierte Red Bull die Konkurrenz nach Belieben, ehe Mercedes das Szepter übernahm. Spannende Duelle um den WM-Titel gab es höchstens teamintern. Das dürfte 2017 anders sein. Schon jetzt deutet sich ein Zweikampf zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton an: 102 zu 99 führt der Deutsche nach drei Rennen.

Zwar scheint der Mercedes immer noch das schnellere Auto zu haben, was auch im Qualifying zum Ausdruck kommt. Doch die Silberpfeile haben gegenüber Ferrari auch einen entscheidenden Nachteil, der die WM derzeit eben so ausgeglichen macht: die Reifen.

Poleposition ist kein Garantieschein mehr

Der Verschleiss bei Mercedes ist in dieser Hinsicht enorm. Ferrari hingegen schafft es, die Reifen besser auf Temperatur zu halten, damit diese nicht überhitzen, wie «auto motor sport» berichtet. Zu viel Hitze führt zwangsläufig dazu, dass die Reifen schneller abbauen und damit mehr rutschen.

Im Rennen kommt Mercedes deshalb jeweils erst dann auf Touren, wenn neue Reifen drauf sind oder der Wagen durch die abnehmende Füllmenge an Benzin leichter wird. Oft ist es dann aber schon zu spät. Mercedes ist in der ersten Rennhälfte verwundbar. Der einzige Schutz gegen das Reifenproblem zu Rennbeginn ist eine Doppelführung mit Hamilton an der Spitze. Sebastian Vettel weiss das: «Ich muss nach dem Start wenigstens Zweiter sein. Dann können wir die Mercedes knacken.» Auch weil Ferrari dadurch in der Lage ist, offensiver in der Boxenstrategie vorzugehen.

WM-Favorit Vettel?

Momentan arbeitet man bei Mercedes mit Hochdruck daran, eben dieses Reifenproblem in den Griff zu bekommen. In Bahrain schickte man Hamilton und Bottas deshalb auf 8-Runden-Turns mit unterschiedlichen Reifen. Viel fand man nicht heraus. Auch weil man sich dann wieder in Sicherheit wiegt, wenn Ferrari in den Freitag-Trainings hinterherhinkt und sich mit Balance-Problemen entschuldigt. Eine clevere Stategie, die letzten Endes mitverantwortlich sein könnte, wenn der WM-Titel wieder einmal an die Italiener geht.

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