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Jetzt meldenFabian Staudenmann ist Spitzenschwinger, Mathematik-Student und Götti. Bei blue Sport spricht er über sein 6-jähriges Göttimeitli und muss dabei herzhaft lachen.
Fabian Staudenmann hat in seiner sportlichen Laufbahn schon viel gewonnen. Auf dem Schwingplatz gehört er zu den besten seiner Generation. Seiner Stärke im Sägemehl ist sich auch Staudenmanns Göttikind Vivienne (6) bewusst.
Bei grossen Schwingfesten winkt den besten Schwingern ein Lebendpreis – ein Muni, Rinder, Schafe. Im Regelfall verzichten die Athleten auf das Tier. Die Vierbeiner bleiben beim Besitzer, die Schwinger nehmen das Geld.
Staudenmann hat in seiner Karriere, nebst Fünflibern seiner Uroma, schon einige Lebendpreise abgestaubt. Behalten hat er bisher noch keinen davon. Geht es nach seinem Göttimeitli, hätte Staudenmann das ein oder andere Tier behalten. «Sie hat mir mal gesagt, dass ich den Muni nehmen sollte», erinnert sich Staudenmann und fügt an: «Sie hat fast mit mir geschimpft, als ich ihr gesagt habe, dass ich den Muni beim Besitzer lasse.»
Mittlerweile kann die 6-Jährige damit leben, dass ihr Götti Geld statt Tier wählt. Bei Vivienne habe nämlich ein Umdenken stattgefunden. «Ihre Überlegung ist jetzt, dass der Götti nie den Muni, dafür das Geld nimmt und darum unglaublich viel Geld hat», sagt Staudenmann.
Je nach Lebendpreis kann sich der monetäre Gegenwert sehen lassen. Der Wert für den Siegermuni «Magnus» beim Eidgenössischen Schwingfest (ESAF) 2022 in Pratteln beispielsweise betrug rund 30'000 Franken.
Beim ESAF in Mollis Ende August will sich Staudenmann zum Schwingerkönig krönen und – für das Siegerfoto zumindest – Stier «ZIBU» entgegennehmen. Göttimeitli Vivienne wüsste einen allfälligen Königstitel Staudenmanns wohl für sich zu nutzen.
«Jedes Mal, wenn mein Göttimeitli ein Geschenk will, sagt ihre Mutter, dass das ein bisschen teuer sei», erklärt Staudenmann. Die schlagfertige Antwort von Vivienne bringt den Berner zum Lachen. Sie entgegnet ihrer Mutter jeweils: «Das macht gar nichts, ich wünsche mir das von Götti, der hat viel Geld.»