Nadine Angerer (46) backt, tanzt und strippt im TV sogar für einen guten Zweck, sie macht bei Dancing on Ice, Rosenheim Cops, Global Gladiator oder Goodbye Deutschland mit. blue Sport trifft die sympathische Weltfussballerin und Nati-Goalietrainerin zum Gespräch.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Sie trägt Hut und ist eine coole Socke! blue Sport trifft Nadine Angerer zum Bar-Gespräch. Sie ist Weltfussballerin, Rampensau, seit einem Jahr Goalietrainerin der Nati und hat was zu erzählen.
- Die fünffache Europameisterin, zweifache Weltmeisterin und Weltfussballerin ist auch nach dem Rücktritt im Rampenlicht. Es gibt kaum ein TV-Format, für welches sie nicht zu haben ist.
- Mit Ausnahme von «Dschungelcamp». Angerer sagt: «Allein wenn ich so nur hingucke, denke ich mir: ‹Um Gottes Willen, wie könnte man so Dinger (Würmer, Maden, Schlangen, d. Red.) essen?› Nein.»
Wer an Nadine Angerer denkt, denkt unweigerlich an Titel, Triumphe und Paraden auf dem grünen Rasen. Unvergessen, wie sie zum Beispiel im WM-Final 2007 einen Penalty des brasilianischen Weltstars Marta pariert und Deutschland zur Titelverteidigung führt. Vielleicht denkt man auch an die Schweizer Frauen-Nati, deren Torhütertrainerin sie seit einem Jahr ist.
Angerers Horizont endet jedoch keinesfalls an der Cornerfahne. Angerer hat viel erlebt und zu erzählen – etwa über mehrere TV-Auftritte in unterschiedlichen Formaten.
Als sie zum Ende ihrer Karriere nach Australien wechselt, zu den Brisbane Roar, wird sie als Auswanderin vom deutschen Privatsender VOX für die Show «Goodbye Deutschland» begleitet. Und damit heimlich zum kleinen TV-Star. Im Frühjahr 2014 ist das.
«Kein Problem, aber ich mache nichts Gestelltes»
Angerer, inzwischen 46-jährig, sagt: «Ich habe irgendwann meinen Wechsel nach Australien bekannt gegeben, und dann hat das Telefon geklingelt: Hey, können wir dich begleiten? Dann habe ich gesagt: Ja, kein Problem, aber ich mache nichts Gestelltes, kein gescriptetes Drama. Entweder ihr kommt mit und begleitet das so, wie es ist, oder halt nicht.» Der Sender war einverstanden. Und dann gehts los.
Angerer: «Dann kam das Team von Goodbye Deutschland mit mir nach Australien, und die Folge kam super an.» Als sie ein Jahr später nach Portland wechselt, an die Westküste der USA, fragt der Sender wieder an. Wieder ist Angerer die Protagonistin der bekannten Show – und wieder wird nach ihren Spielregeln gespielt: kein gescriptetes Drama.
Später wirkt Angerer bei «Dancing on Ice» oder den «Rosenheim Cops» mit, einer Krimiserie aus Bayern. Eine Leiche habe sie zwar nicht spielen müssen, sagt Angerer und lacht. Aber allzu gross ist die Rolle dann auch nicht. «Nein, nein, Das wäre ja vermessen. Das wäre ja respektlos allen Schauspielern gegenüber.»
Getanzt und gestrippt für die Krebsvorsorge
2021 macht Angerer bei «Showtime of my Life» mit, einer Sendung für die Krebsvorsorge. Angerer tanzt und strippt in High Heels. «Das hört sich krass an, ja, gestrippt und in High Heels mit Abendkleid. Aber es war eine der tollsten Shows zur Krebsvorsorge. Wir wollten Frauen ermutigen, zur Krebsvorsorge zu gehen. Es war eine der emotionalsten, tollsten Shows, bei denen ich jemals mitgemacht habe», sagt sie.
Mühe hat sie übrigens mehr mit dem Tanzen als mit dem Strippen: «Strippen ist einfach. Das kann ich, kein Problem, aber auf High Heels tanzen im Abendkleid, das war sehr lustig für die Choreografin und für alle, die da mitgemacht haben. Wir haben sehr viel gelacht. Ich über mich und die über mich», sagt sie. Gleichwohl: Bei allem Spass hat die Show einen ernsthaften Hintergrund – auch für Angerer. «Meine Mutter hatte vor Jahren Krebs gehabt und deswegen hatte ich natürlich einen Bezug dazu. Ich würde diese Sendung jedes Mal wieder mitmachen.»
Vor der Sendung unterziehen sich Angerer und ihre Frau einer Vorsorgeuntersuchung, bei der dann bei Angerers Frau tatsächlich Krebs festgestellt wird. Zum Glück allerdings in einem Stadium, in dem die Ärzte die Krankheit noch bekämpfen können. «Auch deswegen bin ich dieser Show sehr dankbar», sagt Angerer.
«Beim Dschungelcamp würde ich nie mitmachen»
Bei «Global Gladiator» geht sie bis an ihre Grenzen und vor kurzem ist sie auch beim «grossen Promibacken» auf «Sat.1» zu sehen.
Angerer lässt nichts aus. Oder doch? Gäbe es ein TV-Format, dem sie sich verweigern würde? «Ja, dem Dschungelcamp!» Warum? «Na ja, oh Gott. Ich habe das zwar selten geguckt, aber allein wenn ich so nur hingucke, denke ich mir: ‹Um Gottes Willen, wie kann man nur so Dinger (Würmer, Maden, Schlangen, d. Red.) essen?› Nein.»