Trainerin Pia Sundhage dreht die Schraube an, der Konkurrenzkampf in der Nati ist härter denn je. Verspüren die Spielerinnen Druck? Das sagen die England-Legionärinnen Noelle Maritz und Seraina Piubel.
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- Der Konkurrenzkampf in der Nati ist gross wie nie. Das spüren auch Noelle Maritz und Seraina Piubel.
- Sie sehen die Situation aber auch positiv und meinen: Die Besten schaffen es am Ende an die EM.
- Zunächst aber stehen die Spiele im Rahmen der Nations League auf dem Programm. Die beiden hoffen, dass beim Spiel in St.Gallen gegen Frankreich erneut viele Zuschauer*innen im Stadion sind.
Noelle Maritz ist bei Aston Villa unumstrittene Stammspielerin und auch in der Nati seit langer Zeit gesetzt. Neben ihr sitzt am Montagnachmittag Seraina Piubel, die letzten Sommer vom FCZ zu West Ham wechselte und dort zwischen Startelf und Teileinsätzen pendelt. Auch in der Nati muss Piubel um jede Minute kämpfen. Dass der Konkurrenzkampf härter denn je ist, zeigt sich etwa daran, dass langjährige Nati-Spielerinnen wie Alisha Lehmann, Coumba Sow oder auch eine Sandrine Mauron kein Aufgebot erhielten.
«Wir haben mit den Jungen sicher auch an Qualität gewonnen. Daher kann man sagen, dass wir eine wirklich gute Mannschaft haben», antwortet Maritz etwas ausweichend auf die Frage, ob die aktuelle Nati die beste ist, in der sie bislang spielte. Dass der Konkurrenzkampf grösser wird, spürt auch die 124-fache Nationalspielerin: «Man merkt schon, dass es langsam Richtung EM geht und dass nur eine gewisse Anzahl Spielerinnen dabei sein wird. Es ist sicher eine Drucksituation, aber auch ein positiver Druck. Das heisst, man muss alles geben, alles zeigen und die Besten werden dabei sein. Und so soll es auch sein.»
Piubel stimmt zu und meint: «Der Druck ist bei allen da. Wir wissen, dass der Fussball schnelllebig ist. Aber ich glaube, man hat es ein Stück weit in den eigenen Händen. Man muss täglich Leistungen bringen, ob im Verein oder jetzt hier im Nati-Camp. Aber wir freuen uns alle riesig und am Schluss wird man sehen, wer dann dabei ist.»
«Hoffentlich kommen viele Zuschauer»
Klar ist, wer nun dabei ist, möchte sich von seiner besten Seite zeigen. Mit Frankreich wartet am Freitag in St.Gallen ein harter Brocken. «Es wird sicher ein schwieriges Spiel. Aber ich denke, wir haben in der Nations League vom ersten zum zweiten Spiel eine Leistungssteigerung gesehen und ich hoffe, wir können uns noch einmal steigern. Hoffentlich kommen viele Zuschauer und sorgen für gute Stimmung», so Maritz.
Dass mit dem wachsenden Zuschauerinteresse auch der Druck zunehmen könnte, weil man es besonders gut machen will, verneint Piubel: «Für uns ist das ein Ansporn, wenn wir sehen, dass viele Leute kommen und sich die Spiele anschauen wollen. Das schätzen wir extrem. Für uns ist die pure Motivation.»