Die Schweizer Nati verliert in der Nations League auswärts gegen Norwegen unglücklich mit 1:2. Die Spielerinnen in der Einzelkritik.
Tor
Elvira Herzog
Beim ersten Gegentreffer gibt Herzog eine unglückliche Figur ab. Auch beim zweiten 2:1 der Norwegerinnen taucht Herzog etwas spät ab, allerdings herrscht ein grosses Gewusel im Sechzehner, da ist es schwierig die Übersicht zu behalten. Ansonsten gibt es für Herzog kaum eine Gelegenheit sich auszuzeichnen, da die Schweizerinnen nicht viele Torchancen zulassen.
Verteidigung
Viola Calligaris
Calligaris hat die hochkarätigen Gegenspielerinnen mehrheitlich gut im Griff und erledigt ihren Job unaufgeregt. Beim ersten Gegentreffer versucht sie noch zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
Verteidigung
Luana Bühler
Ein starker Auftritt von Bühler, die sich im Abwehrzentrum wohler zu fühlen scheint als links hinten. Sie gewinnt viele Zweikämpfe, antizipiert gut und verleiht der Abwehr Stabilität. Bleibt zu hoffen, dass sie auch bei Tottenham wieder mehr Einsatzminuten bekommt, denn die hätte sie sich auch im Verein verdient.
Verteidigung
Noelle Maritz
Maritz weiss zu gefallen, tritt offensiv deutlich mehr in Erscheinung als noch gegen Island und dies, obwohl sie eine Reihe weiter hinten spielt als noch vor vier Tagen. Sie bereitet eine Top-Chance von Vallotto mit einer mustergültigen Flanke vor und lässt später selbst eine Top-Chance liegen. Darüber wird sie sich selbst am meisten ärgern, doch die Leistung stimmt.
Mittelfeld
Ana-Maria Crnogorcevic
Die 34-Jährige kommt wie schon gegen Island nicht auf Touren. Ein schöner Steckpass auf Schertenleib hat die Frau der Rekorde (165 Länderspiele, 74 Tore) im Angebot, viel mehr kommt danach aber nicht mehr. Kurz vor der Pause fehlt ihr die Überzeugung im Abschluss. Auch passt die Abstimmung mit den Mitspielerinnen nicht so ganz, viele Angriffe der Norwegerinnen werden über ihre Seite lanciert. Nach der Pause bleibt Crnogorcevic in der Kabine.
Mittelfeld
Noemi Ivelj
In der 8. Minute spielt Ivelj einen Fehlpass, der glücklicherweise folgenlos bleibt, weil sie sich die Kugel gleich wieder zurückerobert. Es gefällt auch, dass sie sich etwas zutraut und gerne den Abschluss sucht. An der Qualität ihrer Abschlüsse muss die 18-jährige GC-Spielerin aber noch feilen.
Mittelfeld
Lia Wälti (C)
Schon in der 1. Minute spielt Wälti einen wunderbaren Pass in die Tiefe, herrlich auch ihr Zuspiel in der 71. Minute auf Iman Beney, die den Ball knapp am Tor vorbei setzt. Auch hält die Arsenal-Söldnerin mit ihrer Balleroberung Anteile am zwischenzeitlichen Ausgleich.
Mittelfeld
Smilla Vallotto
Vallotto brennt auf diese Partie und sie legt im Vergleich zum Island-Spiel einen Zacken zu. Leider verpasst es die 20-Jährige, den Ball zum 1:0 einzunicken. Es wäre die Geschichte des Abends gewesen, wenn sie gegen Norwegen getroffen hätte – in einem Stadion, in dem sie schon in ihrer Jugend gespielt hat. Nach dem Spiel ärgert sie sich über ihre vergebene Chance, gibt aber mit einem Lächeln im Gesicht ein Versprechen ab: «Ich gehe jetzt nach Hause und übe Kopfbälle.»
Mittelfeld
Nadine Riesen
Riesen marschiert die Linie hoch und runter, wie man es von ihr kennt und sie weiss mit ihrer Präsenz zu überzeugen. Für grosse Torgefahr sorgt sie mit ihren Hereingaben aber an diesem Abend nicht.
Angriff
Sydney Schertenleib
Schertenleib zeigt immer wieder, was sie drauf hat und das ist eine ganze Menge. Die 18-Jährige ist kaum vom Ball zu trennen und hat bei fast allen guten Offensivaktionen die Füsse im Spiel. Zwei, drei Situationen gibt es, in der sie den Ball schneller zur Mitspielerin passen könnte. Ihr Tor ist schlichtweg grosse Klasse und der verdiente Lohn für eine ganz starke Leistung. Sie dürfte ruhig noch öfters den Abschluss suchen, denn sie hat zuletzt auch schon im Barça-Dress bewiesen, dass sie eine herausragende Schusstechnik hat.
Angriff
Seraina Piubel
Die 24-Jährige rückt anstelle von Iman Beney in die Startelf und legt gleich gut los. In der 6. Minute prüft sie ein erstes Mal die norwegische Torhüterin. Kurz nach der Pause wird sie gut lanciert, bleibt dann aber an ihrer Gegenspielerin hängen, da wäre mehr drin gewesen. In der 61. Minute wird sie ausgewechselt.
Eingewechselte Spielerinnen
Ab 46. Minute für Crnogorcevic
Meriame Terchoun
Terchoun stabilisiert die rechte Seite und steigt kompromisslos in die Zweikämpfe. Offensiv bleibt die 29-jährige Allzweckwaffe unauffällig.
Ab 61. Minute für Piubel
Iman Beney
Die 18-jährige YB-Spielerin steht bei Pia Sundhage hoch im Kurs, darf aber gegen Norwegen nicht von Beginn an ran. Nach ihrer Einwechslung in der 61. Minute drückt sie aber sogleich aufs Gaspedal und geht schon nach wenigen Sekunden ein erstes Mal in den Abschluss. In der 71. Minute wird sie dann perfekt in Szene gesetzt, chippt den Ball über die heraneilende Torhüterin, allerdings auch knapp am Kasten vorbei.
Ab 73. Minute für
Sandrine Mauron
Zu kurz für eine Benotung.
Ab 88. Minute für Riesen
Lara Marti
Zu kurz für eine Benotung.
Ab 88. Minute für
Aurélie Csillag
Zu kurz für eine Benotung.