Am Freitag spielt die Nati in der Nations League gegen Island, vier Tage später gegen Norwegen – auf beide Teams trifft die Schweiz auch an der EM. Géraldine Reuteler freut sich auf die Duelle und verrät ihren EM-Traum.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Géraldine Reuteler, Schweizer Fussballerin des Jahres, spielt mit Frankfurt eine starke Saison und glänzt als fleissige Skorerin.
- Mit der Nati möchte Reuteler die Leute im Land begeistern.
- Dass die Schweiz in der Nations League mit Island und Norwegen auf zwei Teams trifft, gegen die man auch an der EM spielen wird, sieht die 25-Jährige positiv.
- Mit Frankfurt ist das Ziel klar: Die Champions-League-Qualifikation schaffen. Und was ist das Ziel mit der Nati an der Heim-EM? Sich von der besten Seite präsentieren und die Leute begeistern, damit es «ein geiler Sommer» wird.
Géraldine Reuteler, die Schweizer Fussballerin des Jahres, spielt mit Frankfurt eine richtig starke Saison und ist fulminant ins neue Jahr gestartet. Ende 2024 wurde sie zwar von einer Verletzung ausgebremst und verpasste auch die letzten beiden Länderspiele des Jahres, doch das ist Schnee von gestern. Reuteler sagt: «Ich bin gut zurückgekommen und wieder voll dabei. Es kann so weitergehen.»
In der Tat läuft es der 73-fachen Nationalspielerin gerade richtig gut. Beim 3:2-Sieg gegen Leverkusen zum Rückrunden-Auftakt avanciert sie als Torschützin und Assistgeberin zur Matchwinnerin, beim 9:0-Sieg gegen Potsdam trifft sie doppelt. In ihren 13 Liga-Einsätzen in der laufenden Saison hat sie schon acht Tore erzielt und vier weitere vorbereitet.
Vergangene Woche kassiert sie mit Frankfurt allerdings zwei Nackenschläge. Im DFB-Pokal scheitern Reuteler und Co. im Viertelfinal an Bayern München (1:4) und vier Tage später setzt es in der Liga im Top-Spiel gegen Wolfsburg eine 1:6-Schlappe ab. Reuteler malt deswegen aber nicht den Teufel an die Wand: «Ich finde, wir spielen bislang eine sensationelle Saison, von dem her ist jetzt nicht alles kaputt. Wir sind immer noch auf dem zweiten Platz vor Wolfsburg, drei Punkte hinter Bayern, es ist noch alles offen.» Das Ziel sei weiterhin, sich für die Champions League zu qualifizieren. Es müsse nicht zwingend der Meistertitel sein.
Zwei Duelle, die es auch an der EM gibt
In den nächsten Tagen steht aber erst mal die Nati im Zentrum. Und da gehört Reuteler zu den erfahrenen Spielerinnen. Sie ist zwar erst 25 Jahre alt, debütierte aber schon 2017 in der Nati. Sie versuche ihre Erfahrungen weiterzugeben und auf dem Feld eine Leaderin zu sein. So wie im Oktober, als sie im Testspiel gegen Australien zum 1:1-Endstand trifft.
Die kommenden Länderspiele im Rahmen der Nations League sind bereits ein echter EM-Test. Denn sowohl gegen Island als auch gegen Norwegen spielt die Nati auch an der EM. Schwingt da vielleicht auch eine gewisse Angst mit, dass allfällige Niederlagen eine Euphoriebremse im Hinblick auf die Heim-EM sein könnten? Reuteler verneint, sie verspüre deswegen keinen zusätzlichen Druck: «Ich glaube, wir haben letztes Jahr schon gezeigt, dass wir gut drauf sind und konnten da die Leute schon etwas begeistern. Und ich glaube, egal was passiert, die Leute werden sich auch auf die Heim-EM freuen.»
Ohnehin lassen sie solche Gedankenspiele kalt. «Ich persönlich bin sowieso eine Person, die jedes Spiel gewinnen möchte, egal gegen wen wir spielen. Ich glaube, für unser Team sind die Spiele sehr wichtig, um uns auf die EM vorzubereiten. Und unser Ziel in der Nations League ist es natürlich, in der Gruppe A zu bleiben.»
Und wovon träumt Reuteler, wenn sie an die EM denkt? «Einfach, dass wir ein geiles Turnier spielen als Mannschaft. Dass wir uns von unserer besten Seite präsentieren und die Schweiz begeistern können. Und dass es ein geiler Sommer wird.»