Die Schweiz trifft am Dienstag im Rahmen der Nations League auswärts auf Norwegen. Für Smilla Vallotto, die unweit des Stadions in Stavanger aufgewachsen ist, ist es ein ganz besonderes Spiel.
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- Am Dienstag (18.00 Uhr) trifft die Schweiz im zweiten Spiel der Nations League auswärts in Stavanger auf Norwegen.
- Für Mittelfeldspielerin Smilla Vallotto ist es ein ganz besonderes Spiel. Die 20-Jährige erblickte in Genf das Licht der Welt, verbrachte den Grossteil ihrer Jugend aber in Stavanger.
- Die beste Assistgeberin des Vorjahres hofft darauf, dass sie von der Nati-Trainerin erneut das Vertrauen erhält, auch wenn sie gegen Island nicht ihre beste Leistung abrufen konnte.
- Die Chance, dass Vallotto erneut zum Einsatz kommt, ist absolut intakt. Einerseits hat sie schon oft gezeigt, wie wertvoll sie für das Team sein kann und Pia Sundhage hat nicht vor, ein komplett anderes Team auf den Platz zu schicken.
Smilla Vallotto hat im vergangenen Jahr ihren Wert für die Nati doppelt und dreifach unterstrichen. In der EM-Quali hat sie in sechs Spielen sechs Tore vorbereitet und eines selbst erzielt. Auch in den Testspielen gegen Australien und Frankreich glänzte sie als Vorlagengeberin.
Es überrascht deshalb nicht, dass die 20-Jährige auch am vergangenen Freitag beim Auftakt in die Nations League in der Startelf steht. Bei der Nullnummer gegen Island bleibt sie aber für einmal ziemlich blass. Liegt es vielleicht auch daran, dass die Meisterschaft in Schweden noch gar nicht begonnen hat und ihr erstes Pflichtspiel des Jahres gleich ein Länderspiel ist?
«Ja, ich denke schon, dass es ein bisschen schwierig ist», gibt Vallotto zu. «Ich bin nicht so im Rhythmus wie im Herbst. Aber ich hatte mit Hammarby ein hartes Pre-Camp in Marbella und wir haben teils dreimal am Tag trainiert, also fühle ich mich immer noch fit.» Nach dem Island-Spiel habe sie auch ziemlich gut trainiert und fühle sich fit. «Ich hoffe nur, dass ich morgen auch eine Chance bekomme.»
Nati-Trainerin Pia Sundhage will nicht zu viel rotieren
Gut möglich, dass die 20-Jährige erneut das Vertrauen erhält. Denn Nati-Trainerin Pia Sundhage, die an der Pressekonferenz neben Vallotto sitzt, will nicht zu viel rotieren. Sie sei zwar von der Leistung in der ersten Halbzeit gegen Island «enttäuscht» gewesen, doch nach dem Pausentee hätten sie es etwas besser gemacht und immerhin einen Punkt geholt. «Von daher bin ich ein grosser Fan davon, Spielerinnen und dem Team eine zweite Chance zu geben.» Die eine oder andere Änderung werde es aber geben. Tiefer in die Karten blicken lässt sich Sundhage nicht.
Und natürlich brennt Vallotto auf das Spiel am Dienstag. Als sie vier Jahre alt ist, zieht es ihre Familie von Genf nach Stavanger. Dort wächst sie mit ihren Brüdern auf, geht zur Schule, findet Freunde, verliebt sich in den Fussball. «Es ist wirklich etwas Besonderes, wieder zuhause zu sein und auf diesem Rasen zu spielen», sagt Vallotto. Dass sie in ihrer Heimatstadt in einem Hotelzimmer übernachte, das sei schon «ein bisschen seltsam», meint sie darauf angesprochen. «Normalerweise schlafe ich zu Hause bei meiner Familie. Aber jetzt passt es. Wir haben eine gute Stimmung im Team und freuen uns sehr auf das Spiel.»
Sie hätten einiges aus dem Island-Spiel gelernt. «Ich hoffe also, dass es gegen Norwegen besser wird. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es besser wird.» Und würde sie jubeln, wenn sie trifft? Vallotto lacht und meint: «Natürlich würde ich jubeln, die Schweiz ist mein Team.»
Norwegen hat zum Auftakt verloren
Die Norwegerinnen haben zum Nations-League-Auftakt gegen Gruppenfavorit Frankreich 0:1 verloren und werden alles daran setzen, eine zweite Pleite im zweiten Spiel zu verhindern. Allerdings müssen die Norwegerinnen ohne Ingrid Engen auskommen. Die Spielerin des FC Barcelona wurde gegen Frankreich in der 71. Minute ausgewechselt und musste nun für die Partie gegen die Schweiz Forfait erklären.