Géraldine Reuteler verlässt nach acht Jahren die Eintracht Frankfurt. Der Abschied fällt ihr alles andere als leicht, wie ein in den sozialen Medien verbreitetes Video eindrücklich zeigt. Auch Team- und Nati-Kollegin Nadine Riesen sucht eine neue Herausforderung.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Géraldine Reuteler verlässt Eintracht Frankfurt nach acht Jahren, Nati-Kollegin Nadine Riesen nach drei.
- Reuteler verabschiedet sich mit einem tränenreichen Video von den Fans. Gerüchten zufolge hat sie bereits bei Arsenal einen Vertrag unterschrieben.
- Auch Riesen wird mit englischen Teams in Verbindung gebracht. Offiziell kommuniziert worden ist allerdings noch nichts. Am Sonntag werden die beiden zum Saisonabschluss ein letztes Mal für die Eintracht auflaufen.
Nach der EM im vergangenen Jahr, bei der Reuteler gross aufspielte und in allen Gruppenspielen als «Player of the Game» ausgezeichnet wurde, hätten viele erwartet, dass sie Eintracht Frankfurt verlässt.
Doch Reuteler blieb und spielte erneut eine starke Saison. Mit sechs Treffern und sieben Torvorlagen und noch viel mehr gewonnenen Zweikämpfen hat sie einen grossen Anteil daran, dass es Frankfurt vor der letzten Runde in den eigenen Füssen hat, auch kommende Saison europäisch vertreten zu sein.
Doch nun folgt ein Jahr später der Wechsel: Die 27-Jährige, die bei den Sports Awards von einem Expertengremium zum MVP gewählt wurde, verabschiedet sich mit einer emotionalen Video-Botschaft von den Fans, dabei verdrückt sie ein paar bittersüsse Tränen. «Ich hasse Abschiede, wie man sieht. Ich habe hier acht wundervolle Jahre verbracht.» Sie sei als junges Mädchen gekommen und habe sich «persönlich wie fussballerisch» weiterentwickelt. «Es fällt mir unglaublich schwer, die richtigen Worte zu finden. Mich richtig auszudrücken, wie unglaublich dankbar ich für diese acht Jahre bin.»
In Frankfurt sei sie Profifussballerin geworden und habe erstmals in der Champions League gespielt: «Das war der Hammer!» Sie habe in Frankfurt «wundervolle Menschen» kennengelernt, «Freunde fürs Leben». Sie sei «unendlich dankbar für diese Reise» und doch sei es nun an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. «Es war immer mein Ziel, auch mal noch was anderes zu sehen, mich noch woanders weiterzuentwickeln.» Frankfurt sei für sie «mein zweites Zuhause» und das werde immer so bleiben.
Am Sonntag wird Reuteler ihr letztes Spiel für die Eintracht bestreiten. Mit einem Sieg gegen Union Berlin würden die Frankfurterinnen Platz 3 verteidigen und damit kommende Saison europäisch spielen. Im Falle einer Niederlage ist Frankfurt dagegen auf Schützenhilfe angewiesen. «Ich freue mich darauf, euch alle nochmals zu sehen am Sonntag, mich von allen zu verabschieden.» Sie werde noch «ein letztes Mal Vollgas geben», um Platz 3 zu sichern. «Ich freue mich!»
Auch Nadine Riesen verlässt Frankfurt
Mit Nadine Riesen verliert die Eintracht noch eine weitere Nationalspielerin. Auch sie verabschiedet sich nicht wortlos: «Liebe Eintracht-Familie, nach drei unvergesslichen Jahren ist für mich der Moment gekommen, Abschied zu nehmen und ein neues Kapitel zu beginnen.» Zwar trage sie den Adler nicht mehr auf der Brust, «aber für immer im Herzen». Auch sie verspricht, am Sonntag noch einmal alles zu geben, um den dritten Platz klarzumachen.
Wechselt Reuteler zu Arsenal?
Neben den Abgängen von Reuteler und Riesen hat Frankfurt auch die Abgänge der beiden deutschen Nationalspielerinnen Elisa Senss und Nicole Anyomi verkündet. Damit verliert Frankfurt im Sommer mindestens vier wichtige Leistungsträgerinnen. Für die Eintracht ist besonders bitter, dass abgesehen von Senss alle Spielerinnen auslaufende Verträge haben und den Verein deshalb ablösefrei verlassen.
Wo die vier ihre Zukunft fortsetzen, ist aktuell noch nicht bekannt. Bei Reuteler ist laut hr-sport die Zukunft aber längst geklärt. Sie habe bei Arsenal unterschrieben und müsse nur noch den obligatorischen Medizincheck absolvieren.