Riola Xhemaili blickt auf eine herausragende Saison zurück. Mit PSV Eindhoven holt sie den Meistertitel und gewinnt den Liga-Cup und in der Nati ist sie Stammspielerin. Wo sieht die 23-Jährige ihre Zukunft? Und wie ist es ohne Alisha Lehmann in der Nati?
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Am Montag blickt Riola Xhemaili im Rahmen einer Nati-PK im Vorfeld der WM-Quali-Spiele gegen Malta (5. Juni) und Nordirland (9. Juni) auf ihre Saison zurück.
- Xhemaili verrät auch, dass sie künftig einen Wechsel in eine bessere Liga anstrebt. Aktuell fühle sie sich aber wohl bei PSV Eindhoven.
- An der Nati-PK spricht sie auch über ihre Kollegin Alisha Lehmann, die diesen Zusammenzug aufgrund einer Verletzung verpasst.
Riola Xhemaili hat mit PSV Eindhoven eine herausragende Saison gespielt. Auf dem Weg zum ersten Meistertitel in der Geschichte der PSV-Frauen hat die 23-Jährige 14 Tore und 4 Assists beigesteuert. Damit ist sie nicht nur die beste Skorerin ihres Teams, sondern auch die drittbeste der Liga.
Am vergangenen Freitag gewinnt sie zudem den Eredivisie-Liga-Cup. An der Nati-PK im Vorfeld der WM-Quali-Spiele gegen Malta und Nordirland sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht: «In der Nacht auf Samstag haben wir ein bisschen Party gemacht, das war gut. Aber die anderen haben schon viel mehr gefeiert als ich, weil ich wusste, am Montag rücke ich in die Nati ein. Und das ist mir dann schon auch wichtig, hier fit aufzutreten.»
Auch im Cup-Final am 16. Mai hat sie schon eine Hand am Pokal. In der 70. Minute bereitet sie damals das 2:0 vor, ehe sie in der 88. Minute beim Stand von 2:1 ausgewechselt wird. Kaum sitzt Xhemaili auf der Bank, schiesst Twente den Ausgleich und siegt letztlich im Elfmeterschiessen.
Xhemaili: «Ich bin wirklich offen für alles»
Ihr Vertrag bei PSV läuft noch zwei Jahre und sie sei «erstmal happy» in Eindhoven zu sein. blue News will wissen, was sie sagen würde, wenn ihr Berater kommt und sagt: «Riola, du bist zu gut für PSV. Du hast deine starke Saison aus dem Vorjahr bestätigt und jetzt ist die Zeit reif für einen Wechsel!» Ohne lange zu überlegen sagt Xhemaili: «Ich würde erstmal zuhören. Aber ich weiss auch, was ich an PSV habe. Ich weiss aber auch, dass ich das Potenzial habe, in einer besseren Liga zu spielen. Aber da muss dann schon vieles stimmen.»
Und gibt es eine Wunschliga oder einen Traumverein? «Meine Lieblingsmannschaft ist Real Madrid.» Aber noch lieber würde die 40-fache Nationalspielerin in eine Liga wechseln, in der es «nicht nur ein, zwei Mannschaften gibt, die dominieren». In Spanien ist Barcelona die klare Nummer 1, dahinter folgt Real Madrid als klare Nummer 2. «Ich bin wirklich offen für alles. Aber ich würde schon gerne in Europa bleiben«, so Xhemaili, deren Name mit Sicherheit auf dem Zettel des einen oder anderen Scouts draufsteht.
Xhemaili überzeugt auch in der Nati
In der Nationalmannschaft kommt die Offensivspielerin zudem in allen bisherigen Partien unter Rafel Navarro (2 Testspiele und 4 WM-Quali-Spiele) zum Einsatz. Dabei steht sie ausser gegen Malta auch immer in der Startelf. Im März erzielt sie beim WM-Quali-Auftaktsieg gegen Nordirland (2:0) das 1:0.
Nicht dabei ist dieses Mal verletzungsbedingt Alisha Lehmann, mit der sie sich auch abseits des Platzes bestens versteht. Wie ist es ohne sie? «Klar fehlt Alisha. Sie ist eine Spielerin, die immer für gute Stimmung sorgt und ehrgeizig ist. Aber das Leben geht trotzdem weiter und wir müssen auch ohne sie auskommen.»
Die Schweiz strebt nach dem Gruppensieg
Mit einem Sieg am kommenden Freitag bei der Stadioneröffnung des neuen Cornaredo könnte die Schweizer Nati bereits den Gruppensieg klarmachen und den damit verbundenen Aufstieg in die Liga A für die kommende Nations-League-Kampagne. Auf das Spiel in Lugano freut sie sich ganz besonders: «Ich finde es schön, dass wir als Frauen-Nati das Stadion eröffnen dürfen. Für uns ist das eine Ehre. Und ich hoffe, dass viele Leute ins Stadion kommen werden.»