Monster-Parade in der Nachspielzeit Verbruggen hext Holland gegen die Türkei ins Halbfinale

Redaktion blue Sport

6.7.2024

Die holländische Mannschaft um Captain Virgil van Dijk steht im EM-Halbfinale.
Die holländische Mannschaft um Captain Virgil van Dijk steht im EM-Halbfinale.
IMAGO/Bildbyran

Holland schnappt sich mit einem 2:1-Sieg gegen die Türkei das letzte Halbfinal-Ticket der EM und trifft am Mittwoch in Dortmund auf England. Es ist der erste EM-Halbfinal-Einzug der Niederländer in 20 Jahren.

Redaktion blue Sport

6.7.2024

Sechs starke Minuten reichten den Niederländern, um sich den Vorstoss in den Halbfinal zu sichern. In der 70. Minute traf Verteidiger Stefan de Vrij nach einem Eckball mit anschliessender Flanke von Memphis Depay zum 1:1 und kurz nach Beginn der Schlussviertelstunde machte Cody Gakpo mit dem 2:1 die Wende perfekt.

Die Türkei, so etwas wie die zweite Heimmannschaft an dieser EM, sah sich in Berlin vor ihren lautstarken Fans innert kürzester Zeit um den Lohn ihrer guten Arbeit gebracht. Die meiste Zeit nämlich hinterliessen die Türken einen hervorragenden, gefestigten Eindruck und waren tonangebend. Der erstaunliche 19-jährige Arda Güler, bei Real Madrid noch meistens Ersatzspieler, war für die offensiven Höhepunkte oft mitverantwortlich. Seine Flanke fand in der 35. Minute den völlig freistehenden Samet Akaydin, der mit dem Kopf zum 1:0 traf. Und in der 56. Minute verhinderte nur der Pfosten ein Freistoss-Tor des Teenagers.

Das 2:0 war öfter in der Luft als das 1:1. Nur dank Goalie Bart Verbruggen wurde der zweite Gegentreffer in der 65. Minute verhindert. Diese Parade war der Weckruf für die Elftal, die nun mit mehr Vehemenz und Personal angriff und prompt belohnt wurde. Ein kurz ausgeführter Eckball brachte die türkische Abwehr vor dem 0:1 ein erstes Mal durcheinander. Später war es die flache Hereingabe von Denzel Dumfries, die Gakpo auf unkonventionelle Art das vierte EM-Tor ermöglichte. Damit ist der Stürmer von Liverpool bester Torschütze dieses Turniers.

Die entscheidende Figur war aber De Vrij. Der routinierte Verteidiger, bei Inter Mailand Teamkollege von Dumfries und Yann Sommer, schoss mit seinem vierten Länderspiel-Tor nicht nur das 1:1, sondern verhinderte später für seinen geschlagenen Keeper das 2:2. Überhaupt zeigten die Türken eine Schlussoffensive, die einen Treffer verdient hätte. Aber nach De Vrij legte auch Goalie Verbruggen ein eindrückliches Veto ein, als er in der Nachspielzeit den Abschluss des 18-jährigen Semih Kilicsoy brillant parierte.

Um sich den zweiten EM-Final nach dem gewonnenen von 1988 zu sichern, muss die Niederlande am Mittwoch noch England schlagen. Die Türkei lieferte derweil ein Muster ihrer Möglichkeiten. Mit dieser vom Italiener Vincenzo Montella trainierten Mannschaft ist in Zukunft zu rechnen.

Das Telegramm

Niederlande - Türkei 2:1 (0:1)

Berlin. - 70'091 Zuschauer. - SR Turpin. - Tore: 35. Akaydin 0:1. 70. De Vrij 1:1. 76. Müldür (Eigentor) 2:1.

Niederlande: Verbruggen; Dumfries, De Vrij, Van Dijk, Aké (73. Van de Ven); Schouten, Simons (87. Zirkzee), Reijnders (73. Veerman); Bergwijn (46. Weghorst), Depay (87. Frimpong), Gakpo.

Türkei: Günok; Müldür (72. Celik), Ayhan (89. Kilicsoy), Akaydin (72. Tosun), Bardakci, Kadioglu; Yilmaz, Özcan (77. Yokuslu), Calhanoglu, Yildiz (77. Aktürkoglu); Güler.

Bemerkungen: Niederlande komplett. Türkei ohne Demiral, Kökcü und Yüksek (alle gesperrt). 56. Pfostenschuss Güler. Verwarnungen: 30. Simons, 54. Aké, 64. Van Dijk, 94. Tosun, 94. Montella (Trainer Türkei), 96. Yildirim (Ersatzspieler Türkei), 96. Weghorst.

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06.07.2024

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06.07.2024

Der Live-Ticker zur Nachlese

Niederlande

Beendet
2:1
(0:1)

Türkei

  •  
  • Stefan de Vrij - 1:1 (70.)
  • Mert Müldür - 2:1 (76.)
  • (35.) 0:1 - Samet Akaydin
  •  
  •  
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    Deutsche Polizei beendet türkischen Fanmarsch wegen Wolfsgruss

    Der Wirbel um den Wolfsgruss von Nationalspieler Merih Demiral überschattet das EM-Viertelfinale der Türkei gegen die Niederlande in Berlin. Einsatzkräfte greifen beim Fanmarsch durch.

    Weil viele türkische Anhänger fortlaufend den umstrittenen Wolfsgruss gezeigt haben, hat die Berliner Polizei den Fanmarsch vor dem EM-Viertelfinale gegen die Niederlande beendet. Grund seien «fortgesetzte politischer Botschaften», wie die Polizei am Samstag wenige Stunden vor Anpfiff um 21.00 Uhr auf der Plattform «X» mitteilte.

    Die türkischen Fans würden per Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, sich individuell zum Stadion zu bewegen, sofern sie ein Ticket für das Spiel hätten, hiess es weiter.

    Bereits rund eine Stunde zuvor hatten die Beamten den Fanmarsch ein erstes Mal unterbrochen und an die türkischen Fans appelliert, das Zeigen der Geste zu unterlassen. Ein Fanmarsch sei «keine Plattform für politische Botschaften», schrieb die Polizei.

    Deutsche Polizei beendet türkischen Fanmarsch wegen Wolfsgruss

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    06.07.2024

  • 90.+7.

    Fazit:
    Dann ist das Spiel aus, die Niederlande steht durch ein 2:1 gegen die Türkei im Halbfinale der Europameisterschaft und feiert auf dem Rasen. Nach der durchaus verdienten Führung von Ay-Yildizlilar tat sich Oranje auch im zweiten Durchgang schwer, drehte aber durch einen Doppelschlag auf. Danach war es eine enorm offene und packende Partie, die für die erste Halbzeit entschädigte. Am Ende nutzte die Türkei einfach ihre Chancen nicht, ansonsten wäre eine Verlängerung durchaus drin gewesen. Das Turnieraus ist damit bitter für die Mannschaft vom Bosporus. Für die Niederlande geht es am Mittwoch gegen England weiter, da wird es aber doch eine Leistungssteigerung benötigen. Das war es von diesem Spiel, einen schönen Abend noch.

  • 90.+7.

    Spielende

  • 90.+6.

    Günok schlägt einen Ball lang nach vorne, doch Gakpo kann klären. Das sollte es nun gewesen sein.

  • 90.+6.

    Gelbe Karte für Wout Weghorst (Niederlande)
    Weghorst sieht für ein Foul die Gelbe Karte. Das wird ihm herzlich egal sein.

    Wout Weghorst

  • 90.+6.

    Rote Karte für Bertuğ Yıldırım (Türkei)
    Nun gibt es auch noch eine Rote Karte für einen Spieler der türkischen Bank. Yıldırım ist es, der die letzten Sekunden von der Tribüne aus verfolgen muss.

    Bertuğ Yıldırım

  • 90.+4.

    Es ist eine packende Schlussphase, die Türkei wirft alles nach vorne und kreiert auch durchaus Chancen. Allerdings gehen mit der Bank nun doch die Emotionen durch, sie provozieren mehrere Spielunterbrechungen.

  • 90.+3.

    Gelbe Karte für Vincenzo Montella (Türkei)
    Auch Montella sieht für heftiges Beschweren noch den Gelben Karton. Es ist hitzig.

    Vincenzo Montella

  • 90.+3.

    Gelbe Karte für Cenk Tosun (Türkei)
    Tosun beschwert sich über einen Foulpfiff etwas zu intensiv. Dafür sieht er die Gelbe Karte.

    Cenk Tosun

  • 90.+2.

    Verbruggen rettet! Die Ereignisse überschlagen sich, ein Freistoss wird aus dem linken Halbfeld in den Strafraum gebracht, dort kommt Kılıçsoy unorthodox und überrascht mit dem Fuss ran, kann das Leder dennoch Richtung Tor bugsieren. Der niederländische Keeper reagiert klasse und wehrt zur Seite ab.

  • 90.+1.

    Fünf Minuten bekommt die Türkei noch obendrauf. Geht hier noch was?

  • 90.+1.

    Offizielle Nachspielzeit (Minuten): 5

  • 90.+1.

    Beinahe die Entscheidung! Halblinks kommt Gakpo nach eiem Pass durch und aus neun Metern zum Abschluss, Günok bekommt jedoch rechtzeitig die Beine zusammen und kann abwehren. Oranje bekommt jetzt natürlich Räume.

  • 89.

    Es wird offensiv gewechselt. Ayhan macht Platz für Kılıçsoy.

  • 89.

    Einwechslung bei Türkei: Semih Kılıçsoy

    Semih Kılıçsoy

  • 89.

    Auswechslung bei Türkei: Kaan Ayhan

    Kaan Ayhan

  • 88.

    Die Türkei wirft nun alles nach vorne, Güler findet mit einer Flanke von rechts Tosun am zweiten Pfosten. Der wird jedoch von Dumfries so bedrängt, dass er den Kopfball nicht Richtung Tor bringen kann.

  • 87.

    Jetzt tauscht Oranje wieder. Frimpong und Zirkzee ersetzen Depay und Simons.

  • 87.

    Einwechslung bei Niederlande: Joshua Zirkzee

    Joshua Zirkzee

  • 87.

    Auswechslung bei Niederlande: Xavi Simons

    Xavi Simons

  • 87.

    Einwechslung bei Niederlande: Jeremie Frimpong

    Jeremie Frimpong

  • 87.

    Auswechslung bei Niederlande: Memphis Depay

    Memphis Depay

  • 85.

    Fast der Ausgleich! Von links gibt Aktürkoğlu das Leder flach in die Mitte, Verbruggen rauscht knapp vorbei. So kommt Çelik am zweiten Pfosten zum Schuss, bleibt aus sieben Metern jedoch an van de Ven hängen. Das war ein enorm wichtiger Block, das Tor wäre leer gewesen. Im Nachgang wird dann noch ein Schuss von Aktürkoğlu aus linker Position im Strafraum geblockt.

  • 83.

    Das Spiel war lange unterbrochen durch die Verletzung von Akaydın, wir dürfen uns also auf eine längere Nachspielzeit einstellen. Ay-Yildizlilar muss nun in die Offensive kommen.

  • 82.

    Da ist dann auch schon die angekündigte Auswechslung von Akaydın, zudem verlässt auch Müldür den Rasen. Durch Çelik und Tosun wird es wesentlich offensiver bei den Türken, nun wird mit Viererkette agiert.

  • 82.

    Einwechslung bei Türkei: Cenk Tosun

    Cenk Tosun

  • 82.

    Auswechslung bei Türkei: Samet Akaydın

    Samet Akaydın

  • 82.

    Einwechslung bei Türkei: Zeki Çelik

    Zeki Çelik

  • 82.

    Auswechslung bei Türkei: Mert Müldür

    Mert Müldür

  • 80.

    Es wird nicht weitergehen für Akaydın, die Trage steht schon bereit. Das ist enorm bitter für die Türkei.

  • 79.

    Mit gestrecktem Bein rauscht van de Ven in Akaydın rein, auch die Sohle ist offen. Eine Karte gibt es allerdings nicht, der türkische Abwehrspieler muss länger behandelt werden.

  • 77.

    Montella reagiert umgehend mit einem Doppelwechsel. Yokuşlu und Aktürkoğlu kommen für Özcan und Yıldız rein.

  • 77.

    Einwechslung bei Türkei: Kerem Aktürkoğlu

    Kerem Aktürkoğlu

  • 77.

    Auswechslung bei Türkei: Kenan Yıldız

    Kenan Yıldız

  • 77.

    Einwechslung bei Türkei: Okay Yokuşlu

    Okay Yokuşlu

  • 77.

    Auswechslung bei Türkei: Salih Özcan

    Salih Özcan

  • 76.

    Tooor für Niederlande, 2:1 durch Mert Müldür (Eigentor)
    Die Niederländer drehen tatsächlich das Spiel in wenigen Minuten. Der Druck wurde doch sehr gross, so bekommt Dumfries rechts viel Platz und gibt das Leder scharf und flach an den zweiten Pfosten. Dort reagiert Müldür eine Sekunde zu spät, weshalb Gakpo sich vor ihn schieben kann und ihn so bedrängt, dass er nur ins eigene Netz einstochert. Günok ist ohne Chance.

    Mert Müldür

    Assist: Denzel Dumfries

  • 75.

    Das Tor scheint die Brust etwas gelöst zu haben, die Türkei kommt nicht mehr hintenraus. Die Niederländer kommen dem Kasten von Günok doch gefährlich nahe.

  • 73.

    Die Niederländer wechseln erneut. Van de Ven und Veermann ersetzen Aké und Reijnders, der bemüht, aber unglücklich agierte.

  • 73.

    Einwechslung bei Niederlande: Joey Veerman

    Joey Veerman

  • 73.

    Auswechslung bei Niederlande: Tijjani Reijnders

    Tijjani Reijnders

  • 73.

    Einwechslung bei Niederlande: Micky van de Ven

    Micky van de Ven

  • 73.

    Auswechslung bei Niederlande: Nathan Aké

    Nathan Aké

  • 72.

    Der Treffer ist so etwas gegen den Spielverlauf gefallen, die Niederländer hatten eigentlich nicht wirklich viel zu bieten. Nun ist die Partie wieder offen, uns steht eine spannende Schlussphase bevor.

  • 70.

    Tooor für Niederlande, 1:1 durch Stefan de Vrij
    Etwas aus dem Nichts der Ausgleich für die Niederländer. Eine Ecke von rechts wird kurz ausgeführt, Depay flankt an den Elfmeterpunkt. Dort ist de de Vrij eingelaufen, wurde von niemandem aufgenommen und so kann er unhaltbar für Günok einköpfen.

    Stefan de Vrij

    Assist: Memphis Depay

  • 68.

    Sollten bisher noch Fragezeichen dahinter gewesen sein, dann ist die Führung inzwischen mehr als verdient. Die Türkei macht den wesentlich besseren Eindruck. von Oranje muss deutlich mehr kommen, wenn hier im Viertelfinale nicht Schluss sein soll.

  • 66.

    Verbruggen rettet die Niederländer! Im Nachgang eines Freistosses kommt Yıldız aus 18 Metern zentraler Position zum Abschluss, das Geschoss kommt zwar relativ zentral, ist jedoch schwer zu sehen. Der niederländische Keeper bleibt stabil und wehrt den Flatterball mit der Brust nach vorne ab, danach rettet Weghorst noch in höchster Not.

  • 64.

    Gelbe Karte für Virgil van Dijk (Niederlande)
    Es gibt die nächste Verwarnung für einen Niederländer. Links kann van Dijk das Tempo von Yılmaz nicht mitgehen und muss diesen deshalb foulen, die Karte geht in Ordnung.

    Virgil van Dijk

  • 62.

    Wir erleben wieder eine dieser Phasen, in der die Türkei enorm tief steht und Oranje den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren lässt, ohne dass es dabei Raumgewinn gäbe. Immerhin kommt am Ende de Vrij rechts von der Grundlinie zu einer Hereingabe, die jedoch in den Armen von Günok landet.

  • 59.

    Die Türken werfen nach wie vor alles rein, Schouten muss nach einem Zweikampf mit Özcan behandelt werden, kann aber wohl weitermachen. Trotz der Intensität verläuft das Spiel bis hierhin sehr fair.

  • 58.

    Endlich, will man fast sagen, gelingt den Niederlängern ein hoher Ballgewinn. Depay geht Richtung Strafraum, es fehlen ihm jedoch die Anspielstationen und so zieht er aus 20 Metern ab. Der flache wie zentrale Schuss ist für Günok überhaupt kein Problem.

  • 56.

    Pfosten! Den anschliessenden Freistoss aus 25 Metern zentraler Position jagd Güler mit einer unglaublichen Flugkurve flach an den rechten Pfosten. Verbruggen kommt da nicht hin, wäre aber wohl doch zur Stelle gewesen.

  • 55.

    Gelbe Karte für Nathan Aké (Niederlande)
    Nach einer Kopfballverlängerung von Yılmaz entwischt Güler Aké. Der bringt den Türken in zentraler Position zu Fall und wird dafür verwarnt.

    Nathan Aké

  • 54.

    Immer wieder Weghorst mit Flanken gesucht, so nun zum Beispiel von links von Gakpo. Kurz vor dem Angreifer kommt Akaydın mit dem Kopf ans Spielgerät und kann klären.

  • 52.

    Mit einer Flanke aus dem linken Halbfeld findet Aké am zweiten Pfosten Weghorst, dessen Kopfball auf die linke Seite Depay nur ganz knapp verpasst, sonst hätte er einschieben können. Zuvor lag aber ohnehin eine Abseitsposition des Hoffenheimers vor.

  • 50.

    Zunächst scheint sich an der Herangehensweise beider Teams nichts verändert zu haben. Die Türkei steht tief und lauert auf Konter, während sich Oranje den Ball zuschiebt.

  • 48.

    Eine Ecke von links bringt Depay weit auf den zweiten Pfosten, dort ist Aké vollkommen frei. Mit dem Kopf will er das Leder nochmals in die Mitte bringen, findet mit seiner Hereingabe jedoch keine Abnehmer.

  • 46.

    Das Spiel geht weiter. Koeman wechselt einmal, Weghorst ersetzt den blassen Bergwijn. Dadurch rückt nun wohl Depay auf die Aussenbahn.

  • 46.

    Einwechslung bei Niederlande: Wout Weghorst

    Wout Weghorst

  • 46.

    Auswechslung bei Niederlande: Steven Bergwijn

    Steven Bergwijn

  • 46.

    Anpfiff 2. Halbzeit

  • 45.+2.

    Halbzeitfazit:
    Nein, denn dann ist Pause, die Türkei führt gegen die Niederlande im Viertelfinale mit 1:0. Oranje ist zwar besser reingekommen, hat aber mit zunehmender Spieldauer abgebaut, spielt viel zu langsam und kreiert so praktisch keine Chancen. Ganz anders Ay-Yildizlilar, die sich reingekämpft, reingearbeitet haben und vor allem über lange schnelle Bälle nach vorne gelangen. Die Führung ist damit nicht unverdient, die Niederlande muss sich überlegen, wie sie den türkischen Defensivriegel in Durchgang zwei knacken will. Spannung ist in jedem Fall garantiert, bis gleich.

  • 45.+2.

    Ende 1. Halbzeit

  • 45.+1.

    Zwei Minuten gibt es noch obendrauf. Sehen wir noch eine gelungene Offensivaktion der Niederländer?

  • 45.+1.

    Offizielle Nachspielzeit (Minuten): 2

  • 44.

    Die Niederlande hat noch einmal eine enorm lange Ballbesitzphase und drückt die Türkei weit in die eigene Hälfte. Tempo fehlt jedoch weiterhin, eine Flanke von Gakpo von links wird abgeblockt.

  • 41.

    Die Türkei ist einfach giftiger, auf der linken Seite erläuft Yılmaz beinahe einen Ball gegen Dumfries. Allerdings kommt der Angreifer dabei selbst zu Fall und so gibt es keine Gefahr.

  • 39.

    Das Aufbauspiel über die Dreierreihe Aké, van Dijk und de Vrij ist einfach viel zu langsam, immer wieder bekommt die Türkei die Zeit, um sich defensiv zu formieren. So kommen auch Depay und Gakpo nicht mehr in die entsprechenden Positionen.

  • 37.

    Es ist doch erstaunlich wenig, was seit geraumer Zeit von Oranje kommt. Dafür haben sie nun die Quittung bekommen und müssen aufpassen, dass sie vor der Halbzeit nicht noch einen weiteren Treffer eingeschenkt bekommen. Ay-Yildizlilar merkt man die positiven Emotionen, die auch durch das Publikum transportiert werden, an.

  • 35.

    Tooor für Türkei, 0:1 durch Samet Akaydın
    Da ist der Führungstreffer für die Türkei und der ist nicht mehr unverdient. Im Nachgang einer Ecke von links kommt das Leder zu Güler am rechten Strafraumeck, der dieses butterweich an den zweiten Pfosten hebt. Dort sind mehrere türkische Spieler eingelaufen, letztlich köpft Akaydın aus vier Metern unhaltbar für Verbruggen direkt unter die Latte ein. Das Olympiastadion bebt.

    Samet Akaydın

    Assist: Arda Güler

  • 34.

    Von den Niederländern ist inzwischen kaum noch etwas zu sehen, tatsächlich ist die Türkei mit ihren langen Bällen auf die schnellen Aussen nun spielbestimmend. Vom linken Strafraumeck jagd Yıldız einen Ball in der Folge einer Ecke in den Nachthimmel.

  • 31.

    Den anschliessenden Freistoss aus dem rechten Halbfeld bringt wieder Çalhanoğlu in die Mitte. Verbruggen hat aufgepasst, eilt aus dem Tor und faustet die Hereingabe weg.

  • 30.

    Gelbe Karte für Xavi Simons (Niederlande)
    In der eigenen Hälfte legt sich Simons den Ball zu weit vor und tritt dann Müldür, der diesen weggespitzelt hatte, auf die Wade. Dafür sieht er die erste Gelbe Karte der Partie.

    Xavi Simons

  • 29.

    Einen Freistoss aus dem rechten Halbfeld bringt Çalhanoğlu gefährlich an den zweiten Pfosten. Dort kommt Bardakçı mit dem Schienbein ans Leder, wird dabei jedoch auch von Schouten bedrängt, weshalb keine Gefahr für den Kasten von Verbruggen entsteht.

  • 26.

    Eine Ecke von rechts bringt Güler gefährlich an den Fünfmeterraum, doch van Dijk hat aufgepasst und klärt per Kopf. Gegen Österreich hatte die Türkei noch zwei Treffer nach Eckstössen erzielt, da gilt es aufzupassen für Oranje.

  • 23.

    Ay-Yildizlilar schafft es inzwischen, das Spiel etwas weiter ins Mittelfeld zu verlagern. Die Niederländer scheinen nicht das ganz grosse Risiko gehen zu wollen, wodurch die Partie etwas farblos ist, wenngleich immerhin intensive Zweikämpfe geboten werden.

  • 20.

    Einen langen Ball auf die rechte Seite erläuft Yılmaz gerade noch so vor der Torauslinie. Seine flache Hereingabe wird dann von de Vrij geklärt.

  • 18.

    Im Mittelfeld kann sich Gakpo körperlich wie technisch herausragend gegen gleich drei Gegenspieler behaupten, dann ist jedoch aber bei Ayhan Schluss. Insgesamt fehlen uns noch die Torraumszenen in dieser Partie.

  • 17.

    Bei einem Luftzweikampf steigt Gakpo im Fallen Akaydın unglücklich auf die Wade, der Verteidiger muss lange behandelt werden. Anschliessend geht es für ihn zwar weiter, draussen machen sich jedoch die ersten Ersatzspieler warm.

  • 14.

    Oranje lässt ganz lange den Ball laufen, van Dijk, de Vrij und Aké bilden an der Mittellinie das letzte Aufgebot. Die Türkei steht enorm tief.

  • 12.

    Nach einem etwas verunglückten Abstoss von Günok geht es bei den Niederländern schnell. Am Ende einer guten Passstafette sucht Simons den Abschluss, schlenzt das Leder jedoch aus 24 Metern halblinker Position weit vorbei.

  • 11.

    Im Mittelfeld hat Kadıoğlu etwas Platz, es fehlen jedoch die Lösungen. So legt er nur leicht nach rechts rüber zu Özcan, der aus 27 Metern abzieht. Der Versuch rauscht weit über das Tor, Verbruggen muss nicht eingreifen.

  • 9.

    Die Türkei kämpft sich rein in diese Partie, nach vorne sollen es wohl lange Bälle lösen. De Vrij und Yılmaz behaken sich bei einem solchen, Foul gibt es aber nicht.

  • 6.

    Eine flache Hereingabe von Dumfries von rechts nimmt Depay mit dem Rücken zum Tor am Elfmeterpunkt gut an. Bei seinem Drehschuss trifft er das Leder jedoch nicht richtig, wird zudem von Akaydın noch gut gestört. So entsteht letztlich keine Gefahr.

  • 4.

    Das Spiel, das ist bereits abzusehen, wird durch lange Ballbesitzphasen von Oranje geprägt sein. Die Türkei kommt über links ein erstes Mal nach vorne, Kadıoğlu bleibt mit seiner Flanke jedoch hängen.

  • 2.

    Depay hat die erste gute Chance! Über links wird der Angreifer gut mit der Hacke von Gakpo eingesetzt und läuft Richtung Sechzehner. Dort will er eigentlich abspielen, bleibt aber irgendwie glücklich in Ballbesitz und hat so nach einer kurzen Finte freie Bahn. Sein Schuss aus zwölf Metern halblinker Position geht dann jedoch weit drüber, da der inzwischen vertragslose Profi leicht ins Straucheln gerät. Den kann man sonst eigentlich schon mal auf den Kasten bringen.

  • 1.

    Dann rollt der Ball auch schon. Die Niederlande hat angestossen.

  • 1.

    Spielbeginn

  • 0.

    Die Teams betreten in diesem Augenblick zusammen mit Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich den Rasen. In wenigen Minuten kann das Spiel beginnen.

  • 0.

    Im ersten Viertelfinale des Tages hat übrigens England im Elfmeterschiessen gegen die Schweiz gewonnen. Damit steht auch fest, auf wen der Sieger unseres Spiels im Halbfinale am Mittwoch treffen wird.

  • 0.

    Bei insgesamt elf Aufeinandertreffen der beiden Teams konnte Oranje bisher sechs gewinnen, die Türkei lediglich drei. Zuletzt traf man in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Katar aufeinander, damals behielt zuerst Ay-Yildizlilar mit 4:2 die Oberhand, wurde dann im Rückspiel jedoch von den Niederlanden mit 6:1 abgefertigt. Bei einer WM- oder EM-Endrunde sind die beiden Nationen noch nie aufeinandergetroffen, zumindest das heute ist demnach eine Premiere. Wer hat wohl das bessere Ende für sich?

  • 0.

    Denn einfach wird es gegen die Türkei keineswegs. Ay-Yildizlilar besticht durch grossen Einsatz und Kampf, dabei kommt, obwohl einige namhafte Akteure auf dem Platz sind, manchmal das spielerische zu kurz. Umso wichtiger ist die Rückkehr von Calhanoglu, der gegen Österreich gelbgesperrt fehlte. Das merkte man dem Team an, das 2:1 am Ende war durchaus schmeichelhaft für die Türken. Das kümmert nun aber natürlich keinen mehr, durch eine weitere leidenschaftliche Leistung, die sicherlich auch durch eine Mehrzahl des Publikums unterstützt wird, will man den nächsten Favoriten zu Fall bringen.

  • 0.

    Die Favoritenrolle in diesem letzten Viertelfinale, nachdem bereits Spanien und Frankreich sowie England oder die Schweiz, die gerade noch in der Verlängerung ihres Spiels sind, im Halbfinale stehen, ist klar verteilt. Zwar hatte die Niederlande in der Gruppe noch einige Probleme und kam hinter Österreich und Frankreich nur als einer der Gruppendritten weiter, im Achtelfinale scheint mit einem klaren 3:0 gegen Rumänien, das auch spielerisch verdient war, nun aber der Knoten geplatzt zu sein. Insbesondere Gakpo findet mit Simons als zentralem Mann in der offensiven Dreierreihe zu seinem Spiel, auch Malen als Einwechselspieler kommt nun zu seinen gefürchteten Dribblings. Wir dürfen gespannt sein, ob Oranje das auch heute auf den Platz bekommt.

  • 0.

    Zu Beginn wollen wir einen Blick auf die Aufstellungen werfen. Bei den Niederlanden nimmt Trainer Ronald Koeman keine Veränderungen im Vergleich zum Achtelfinale vor. Mit Simons in der Zehner-Rolle hat sich die Mannschaft zuletzt wesentlich besser zurechtgefunden, insgesamt gäbe es sowieso keinen wirklichen Leistungsgrund für Wechsel. Auf der anderen Seite hingegen tauscht auch Türkei-Coach Vincenzo Montella auf drei Positionen. Demiral, Yüksek und Kökçü werden durch Akaydın, Özcan und Çalhanoğlu ersetzt. Demiral fehlt dabei wegen einer UEFA-Sperre wegen seines Wolfsgrusses für zwei Spiele, dazu sitzt auch Kökçü eine Gelbsperre ab. Immerhin, und das ist ganz wichtig für das Team, kehrt Çalhanoğlu nach einer solchen zurück, ebenso wie Akaydın.

  • 0.

    Herzlich willkommen zum letzten Viertelfinale dieser Europameisterschaft, es stehen sich die Niederlande und die Türkei gegenüber, gesucht wird der Halbfinalgegner für England oder die Schweiz. Anstoss im Olympiastadion Berlin ist um 21:00 Uhr!

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