St. Gallen schlägt Servette dank Stillharts Geniestreich 1:0 und folgt Luzern in den Cupfinal

Redaktion

5.5.2021

Le milieu st-gallois Basil Stillhart, 2eme droite, fete son but avec ses coequipiers lors de la rencontre de demi-finale de la Coupe de Suisse entre Servette FC et FC St. Gallen le mercredi 5 mai 2021 au Stade de Geneve a Geneve. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Basil Stillhart jubelt mit seinen Teamkollegen über den Cupfinal-Einzug.
Bild: Keystone

Der FC St. Gallen steht erstmals seit 23 Jahren in einem Cupfinal. Die Ostschweizer setzen sich im Halbfinal in Genf gegen Servette dank einem späten Tor von Basil Stillhart 1:0 durch.

Redaktion

5.5.2021

Stillhart nutzte nach 83 Minuten, nach einem Doppelpass mit dem eingewechselten Chikwubuike Adamu, sehr geschickt einen Fehler von Servettes Goalie Jérémy Frick. Frick rechnete mit einer Flanke und stellte sich ein paar Meter vor die Torlinie. Stillhart zielte jedoch auf das Tor und traf es aus spitzem Winkel.

Vor 23 Jahren hatten die Ostschweizer den dramatischen Cupfinal im Wankdorf gegen Lausanne-Sport nach einer 2:0-Führung im Penaltyschiessen verloren. Am Pfingstmontag, 24. Mai, werden sie im gleichen Stadion im Final gegen den FC Luzern den zweiten Cupsieg der Geschichte des ältesten Klubs anpeilen. Nur 1969 gewannen sie den Pokal, damals mit einem 2:0 gegen Bellinzona.

Ein schwieriger Weg in den Final

Der Einzug in den Final ist hochverdient. In den Weg stellte sich den jungen Ostschweizern der alte und neue Meister Young Boys in den Achtelfinals. Sie entliessen die Berner mit einem vielbeachteten 4:1. Auch im Halbfinal war die Hürde eine denkbar hohe, denn sie bekamen es mit den in der Meisterschaft auftrumpfenden Servettiens zu tun, die gerade am Wochenende daheim YB geschlagen hatten.

Die hundert Zuschauer im Stade de Genève bekamen einen Halbfinal in zwei ganz unterschiedlichen Tranchen vorgesetzt. Die erste Halbzeit war ein Spektakel. Die Mannschaften spielten mit offenen Visieren. Es gab hier und dort erstklassige Möglichkeiten für fünf oder sechs Tore. Aber es stand in der Pause 0:0.

Pünktlich zur zweiten Halbzeit machte die Kunst dem Kampf Platz. Servette, das seine Favoritenstellung nie rechtfertigen konnte, begann endlich zu dominieren. Aber in den letzten 20 Minuten gewannen die St. Galler eindeutig die Oberhand. Dass sie das einzige Tor erzielten, war verdient und nicht unlogisch.

Telegramm

Servette - St. Gallen 0:1 (0:0)

100 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tor: 83. Stillhart (Adamu) 0:1.

Servette: Frick; Sauthier (92. Diallo), Rouiller, Sasso, Clichy; Ondoua (87. Koné); Cognat, Valls (87. Imeri); Stevanovic, Kyei, Schalk (72. Fofana).

St. Gallen: Ati-Zigi; Cabral, Stergiou, Fazliji, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz; Stillhart; Babic (60. Duah), Guillemenot (60. Adamu).

Bemerkungen: Servette ohne Cespedes, Antunes, Guerin und Henchoz (alle verletzt). St. Gallen ohne Kräuchi, Abaz (beide verletzt) und Youan (Quarantäne). Verwarnungen: 12. Stillhart (Foul), 18. Guillemenot (Schwalbe), 24. Kyei (Foul), 73. Ondoua (Foul), 88. Sauthier (Foul), 95. Sasso (Reklamieren).

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