Petkovic über Shaqiri: «Es wäre ein zu grosses Risiko»

8.11.2019 - 13:53, tbz/sda

Das Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft enthält keine Überraschungen. Captain Stephan Lichtsteiner ist erneut dabei, Xherdan Shaqiri fehlt weiterhin verletzt.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic hielt vor den beiden entscheidenden Spielen in der EM-Qualifikation gegen Georgien in St. Gallen (15. November) und in Gibraltar (18. November) an Bewährtem fest. So steht auch Stephan Lichtsteiner – wie im Oktober – erneut im Aufgebot.

Im Vergleich zum Aufgebot vom letzten Monat gibt es kaum namhafte Änderungen, sieht man einmal von den Ausfällen von Verteidiger Fabian Schär und Stürmer Breel Embolo ab. Schär fällt aufgrund einer Knieverletzung aus, Embolo erlitt Ende Oktober einen Muskelfaserriss. Neu im Kader stehen dafür Verteidiger François Moubandje (Dinamo Zagreb), die offensiven Mittelfeldspieler Ruben Vargas (Augsburg) und Christian Fassnacht (Young Boys) sowie Stürmer Albian Ajeti (West Ham United). Alle sind jedoch nicht zum ersten Mal beim Nationalteam dabei.

Petkovic über ...

... die EM-Qualifikation

Jetzt ist der Moment gekommen, der über alles entscheidet. Diesen Moment haben wir uns verdient. Wir haben uns die Möglichkeit gegeben, selber zu entscheiden.

... Xherdan Shaqiri

Xherdan Shaqiri wollte bis gestern Abend unbedingt kommen. Aber am Ende ist leider herausgekommen, dass es ein zu grosses Risiko gewesen wäre. Er hat noch nicht angefangen, mit der Mannschaft zu trainieren. Er hat noch keine 100-prozentige Belastung gehabt. Wir haben gemeinsam entschieden, dass er noch nicht dabei sein wird. Sein Wille war aber sehr positiv. Er zeigte Ehrgeiz, um dabei zu sein.

... die Dauer der Verletzung von Shaqiri

Es ist schwierig zu sagen. Er hat an verschiedenen Stellen Verletzungen gehabt. Man muss vorsichtig sein. Die Klubärzte sind nicht so optimistisch, dass es so schnell geht. Aber ich denke, nach der Nati-Pause sollte er wieder aktiv im Mannschaftstraining dabei sein. Danach muss man auf dem Platz schauen. Bei Muskelverletzungen ist es so, dass der Spieler das auf dem Platz spüren muss.

... Granit Xhaka

Ich habe mit ihm über alle Möglichkeiten gesprochen, was man machen sollte. Aber das sind eher die Dinge des Klubs. Es ist keine gemütliche Situation. Eine, die wir auch von der Nationalmannschaft kennen. Wir sind aber auch da gemeinsam wieder herausgekommen. Ich stehe voll und ganz hinter Granit. Jede Unterstützung, die er braucht, kriegt er von uns. Solche Reaktionen sind menschlich. Man muss sie einfach professionell besser verarbeiten. Zeit und Leistung auf dem Platz bringen alles wieder in Ordnung. Ich kenne Granit gut und er wird das schaffen. Es ist nicht das erste Problem, das er in seiner Karriere bewältigen muss.

Man sollte diese Sache nicht überbewerten, aber auch nicht unterschätzen. Er war sehr enttäuscht, sehr betroffen und brauchte Zeit, um das alles zu verarbeiten. Die Mitspieler haben ihm geholfen und auch Trainer wie Guardiola haben das sehr realistisch eingeschätzt, das hat geholfen.

... Breel Embolo

Embolo ist noch nicht so weit, dass er mit der Mannschaft trainieren kann. Er braucht noch sieben bis zehn Tage, bis er wieder im Mannschaftstraining dabei ist.

... Mario Gavranovic

Gavranovic hat es auch probiert. Aber beim Schusstraining sind seine Aduktoren wieder ein bisschen härter geworden. Er ist nicht dabei.

... Steven Zuber

Nach der Operation hat er eine gute Entwicklung gemacht.

... Gegner Georgien

Georgien kann sehr gefährlich sein. Wir müssen uns gut vorbereiten. Wir konzentrieren uns darauf, eine gute Vorbereitung zu machen. Einige Spieler müssen sich erholen, andere ein bisschen arbeiten, sodass der Zustand aller Spieler auf demselben Level ist. Auf Gibraltar konzentrieren wir uns erst nach dem Spiel gegen Georgien.

... die Torhütersituation

Aktuell ist sicher: Sommer ist die Nummer 1. Bei jedem künftigen Zusammenzug entwickeln wir diese Positionen und schauen, wer die 1, die 2, die 3 ist. Das wird auch in Zukunft so sein.


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