Thun steigt ab, Basel wird Meister und der neue Sion-Trainer überlebt nicht lange

Patrick Lämmle

23.1.2020 - 18:40

Das Ende der Winterpause naht – und die spannendste Rückrunde seit Jahren steht bevor

Das Ende der Winterpause naht – und die spannendste Rückrunde seit Jahren steht bevor

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20.01.2020

Wer krallt sich den Meistertitel? YB, Basel oder vielleicht doch die jungen Wilden aus St. Gallen? Die Ausgangslage vor der Rückrunde verspricht Spannung, auch im Abstiegskampf. Hier sind die Prognosen von «Bluewin».

Prognose: Der FC Basel entthront YB

Die Ausgangslage vor der Rückrunde verspricht grosse Spannung im Meisterkampf. YB führt die Tabelle zwei Punkte vor Basel und drei vor dem FC St. Gallen an. Aus dem Dreikampf wird ein Zweikampf werden, die Espen-Maschine wird irgendwann ins Stottern geraten. Platz drei sollten die jungen Wilden aber über die Ziellinie retten, da sich die Teams dahinter fast schon willkürlich Punkte abluchsen werden.

Und warum genau wird Basel und nicht YB Meister? Das lässt sich nur schwer begründen, es ist viel mehr ein Bauchgefühl. In beiden Vereinen herrscht Ruhe und beide haben einen für Super-League-Verhältnisse hervorragenden Kader.

YB fehlten in der Vorrunde zwischenzeitlich acht potenzielle Stammspieler, das hätte jeden anderen Verein – vielleicht auch den FCB – aus dem Tritt gebracht. Die meisten von ihnen sind nun bereit für die Rückrunde. Das muss aber nicht zwingend ein Vorteil sein. Seoane muss Runde für Runde mehrere Spieler auf die Bank setzen, denen das nicht schmeckt. Dies geschickt zu handeln, wird eine Herkulesaufgabe.

Prognose: Thun steigt ab

Neun Punkte hat Thun in der Vorrunde geholt, neun Punkte ist der rettende achte Platz entfernt. Der Barrage-Platz liegt in Reichweite, Xamax hat «nur» fünf Punkte Vorsprung. Zwar hat sich Thun in der Winterpause mit Leonardo Bertone (Cincinnati) und Nicolas Hasler (Kansas City) verstärkt, doch das wird für die grosse Aufholjagd kaum reichen, zumal auch Xamax in der Person von Serey Dié einen Topspieler (mit Abstiegskampferfahrung) verpflichtet hat. Es wäre Ironie des Schicksals, sollte Thun ausgerechnet in dieser Saison absteigen – jetzt, wo die Thuner dank chinesischer Millionen für einmal keine Geldsorgen plagen.

Prognose: Luzern muss in die Barrage

Aktuell hat Luzern vier Punkte Vorsprung auf Xamax – und mit Fabio Celestini einen neuen Trainer. Lugano führte er vergangene Saison in die Europa League, in dieser Spielzeit genügte er den (zu) hohen Ansprüchen von Präsident Angelo Renzetti nach ein paar schlechten Spielen nicht mehr. Celestini gilt als guter Taktiker und ihm ist zuzutrauen, dass er Luzern stabilisiert und die Saison gar im Mittelfeld abschliesst. Aber man darf auch nicht vergessen, dass am Ende des Tages die Spieler auf dem Platz den Unterschied machen müssen und nicht der Trainer. In einem Chaos-Klub, wie es der FC Luzern dieser Tage einer ist, wird das nicht einfach und deshalb droht der Fall auf den Barrage-Platz.

Prognose: Sion-Trainer wird entlassen – aber nicht nur er

Vor der Saison haben wir prognostiziert, dass mindestens fünf Trainer entlassen werden, fehlen also nur noch zwei. Und das könnte Ricardo Dionisio sein. Kennen Sie nicht? Mag sein, denn er stand in der Super League noch nie an der Seitenlinie und wurde erst im Januar als neuer Sion-Coach vorgestellt. Der Portugiese stösst von Promotion-Ligist Stade Nyonnais (nicht ohne Nebengeräusche) zu den Wallisern. Es tut uns ja leid für den 37-Jährigen, aber wir glauben nicht, dass er die Saison «überleben» wird. Das sagt aber wenig über die Fähigkeiten Dionisios aus, viel mehr über den Umgang von Constantin mit Trainern ...

Wobei man auch festhalten muss, dass CC kein Einzeltäter ist. In der Super League gehören Trainerentlassungen ganz allgemein zum guten Ton. Nur YB und Thun haben in den beiden Vorsaisons (17/18 und 18/19) keinen Trainer gefeuert. Und der «Irrsinn» geht in dieser Saison weiter – Lugano, Sion (Henchoz trat zurück und kam so seiner Entlassung zuvor) und Luzern haben den Trainer bereits ausgetauscht.

Prognose: Nsame holt die Torjägerkrone

Manche Prognosen sind gewagt, aber Jean-Pierre Nsame setzen wir, ohne mit der Wimper zu zucken, bereits jetzt die Torjägerkrone auf. Der 26-jährige Kameruner, am Montag als Best Player 2019 ausgezeichnet, führt die Torschützenliste zur Halbzeit mit 15 Treffern an und distanziert die Konkurrenz um sechs und mehr Tore. Nur eine schwere Verletzung könnte den YB-Goalgetter noch ausbremsen.

Transfers und Testspiele im Überblick

Am 25. Januar beginnt die Rückrunde der Super League. Wie haben sich die Teams in den Testspielen präsentiert, welche Zuzüge und Abgänge haben sie zu vermelden? Hier gibt es die Übersicht.

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