Wutentbrannt

FCB-Fans laufen nach Cup-Blamage Sturm und stellen Spieler zur Rede

pat

18.2.2021

2:6 verliert der FC Basel den Cup-Achtelfinal gegen Challenge-Ligist FC Winterthur. Nach der Schmach versammeln sich am Mittwochabend Dutzende FCB-Fans vor dem Joggeli zur Aussprache mit den Spielern.

Im Cup gibt es immer mal wieder Überraschungen, das macht den Reiz dieses Wettbewerbs aus. Doch was der FC Basel am Mittwochabend zeigt, das grenzt an Arbeitsverweigerung und steht in krassem Gegensatz zu dem, was Trainer Ciriaco Sforza von seinen Spielern immer wieder fordert: Dominanz, Leidenschaft und Wille über 90 Minuten.



Nach dem krachenden Aus traben die Mitverantwortlichen zum Interview bei «SRF» an. «Klappe halten und arbeiten», fordert Captain Valentin Stocker, der den Frust der Fans nachvollziehen kann. Und Sforza appelliert nach dem «Katastrophen-Auftritt» an den Zusammenhalt: «Wir kommen nur zusammen aus der Krise. Es geht nicht um den Trainer, nicht um einzelne Spieler. Wir müssen dorthin gehen, wo es wehtut. Miteinander werden wir das Tal durchschreiten.»

Ob die Reise tatsächlich mit Sforza weiter geht, scheint mehr als fraglich. Kurz nach dem Abpfiff hört man nämlich bereits die Böller knallen vor dem St. Jakob-Park. Mit Sprechchören gegen die FCB-Führung und gegen Trainer Sforza erwarten die Anhänger das Erscheinen der Spieler zur Aussprache.

Den schweren Gang nehmen die Profis auf sich. Und bei der Aussprache mit den aufgebrachten Fans findet einer deutliche Worte: «Wir laufen nicht davon. Wenn es euch nicht passt, dann geht in den Turm und geigt ihnen eure Meinung. Wir haben es getan, es hat nichts gebracht! Wir werden nicht davonlaufen», ist in einem Video deutlich zu hören. Die Stimme lässt sich nicht genau zuordnen. Gut möglich aber, dass es sich um einen Spieler handelt. Dies würde inhaltlich Sinn machen. Ein Fan brüllt daraufhin wutentbrannt: «Gopfverdammi, es MUSS etwas passieren, es MUSS etwas passieren.»

Am kommenden Samstag spielt der FC Basel in der Super League zu Hause gegen Lausanne (20.30 Uhr live auf «blue Sport»). Kaum auszudenken, was passiert, sollte es die nächste Enttäuschung absetzen …

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