Filip Stojilkovic: «Meine Rolle im Team? Ich bin der Clown»

Von Stefan Flückiger, Natalie Barros & Patrick Lämmle

2.12.2021

Unter Paolo Tramezzani (mitte) blüht Filip Stojilkovic regelrecht auf.
Bild: Keystone

In der letzten Saison spielte Filip Stojilkovic leihweise beim FC Aarau in der Challenge League. Mit 16 Toren und fünf Assists war er an knapp einem Drittel aller Pflichtspiel-Treffer beteiligt. Zurück im Wallis hat er zuletzt seine Topform wiedergefunden. Wie tickt der 21-Jährige?

Von Stefan Flückiger, Natalie Barros & Patrick Lämmle

2.12.2021

In den letzten sieben Spielen hat Stojilkovic drei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet. Dies nachdem er in den acht Super-League-Partien davor nur einmal getroffen hatte. «Für mich ist es gut, es kann gerne so weiter gehen. Aber es liegt nicht nur an mir, das verdanke ich auch der Mannschaft», sagt er im Gespräch mit blue News.

Und auch wenn er das so nicht explizit sagt, vielleicht liegt es auch am neuen Trainer Paolo Tramezzani, den er schon von früher kannte. «Er setzt auf mich und kennt meine Stärken und Schwächen. Daran arbeitet er mit mir und das gibt mir auch Selbstvertrauen», antwortet er auf den neuen Übungsleiter angesprochen. «Es macht Spass, mit ihm zu arbeiten. Auf dem Platz ist er streng, aber neben dem Platz ist er kollegial und man kann immer zu ihm gehen, egal was man hat. Und das gefällt mir sehr.»

Filip Stojilkovic

- Geb./Alter: 4. Januar 2000 (21)
- Position: Mittelstürmer
- Marktwert: 700'000 Euro
- 76 Einsätze in der Super- und Challenge League: 28 Tore/11 Assists

Gefallen gefunden hat er auch an seinen Teamkollegen. Nicht nur an Itaitinga, mit dem er sich auf dem Platz «blind» verstehe und Dennis Iapichinio, mit dem er auch in der Freizeit einiges unternimmt. «Im Team sind sehr gute Typen. Aber wir wissen: Wenn Training ist, ist Training. Neben dem Platz haben wir es aber sehr lustig.» Im Gespräch hebt er auch den grossen Wert des 37-jährigen Serey Dié hervor: «Er ist ein Leader und ist für jeden da. Das ist sehr wichtig, dass man so jemanden in der Mannschaft hat. Mit seiner Erfahrung hilft er allen, das ist super.» Und er selbst? «Meine Rolle im Team? Ich bin der Clown», sagt Stojilkovic und lacht.

«Ich würde sehr gerne mal für Lazio Rom spielen.»

Filip Stojilkovic

Sion-Stürmer

So gut die Stimmung im Team auch sein mag, noch fehlt es dem FC Sion, der aktuell mit 18 Punkten auf dem Konto im 7. Rang klassiert ist, an Konstanz. In den letzten sechs Spielen wechselten sich Sieg und Niederlage stets ab. Darauf angesprochen, nennt Stojilkovic die Faktoren Geduld und Mentalität als entscheidend. Er blickt aber durchaus zuversichtlich nach vorne: «Wir haben jetzt einen Trainer, der uns auf den richtigen Weg bringt. Da bin ich sicher, dass wir auch drei, vier Spiele hintereinander gewinnen können.»

Er traue seinem Team noch «sehr viel» zu in dieser Saison. «Wir haben sehr viel Qualität und sind in einem Lernprozess.» Am liebsten soll bereits am kommenden Sonntag gegen Lugano der nächste Dreier her: «Wir müssen einfach genauso aggressiv spielen wie gegen St. Gallen. Wenn wir gut trainieren und mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen, dann bin ich sicher, dass wir ein gutes Spiel abliefern.»

Blickt der 21-Jährige in die etwas fernere Zukunft, dann träumt er von der Serie A und der Champions League. Und obschon Mailand seine Lieblingsstadt ist, sagt er: «Ich würde sehr gerne mal für Lazio Rom spielen.» Ganz nach dem Motto: Ob Sion, Mailand oder Rom, Hauptsache Profi-Fussballer. «Ich könnte mir nicht vorstellen, was ich sonst arbeiten würde.»


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    Filip Stojilkovic, wenn er gerade mal nicht auf dem Fussball-Platz steht.
    Photo by jackbgst

    ▶ Mein Lieblingsessen: Alles, was meine Mama kocht. Und auswärts gebratener Reis mit Poulet, ohne Gemüse.

    ▶ Meine Lieblingsstadt: Mailand, da war ich schon oft.

    ▶ Mein grosser Traum: Serie A und Champions League spielen.

    ▶ Wenn ich nicht Fussballspiele, dann … bin ich im Fitness oder spiele Fortnite.

    ▶ Das bringt mich auf die Palme: Wenn wir verlieren.

    ▶ Solche Menschen mag ich: Wenn sie offen und lustig sind.

    ▶ Meine grösste Stärke: Der Torriecher.

    ▶ Meine grösste Schwäche: Ich verliere schnell die Geduld.

    ▶ Für diesen Verein möchte ich einmal spielen: Lazio Rom.

    ▶ Mein Ritual vor den Spielen: Nein, da habe ich keines.

    ▶ Wenn jemand sagt, Fussballer sind dumm, dann antworte ich … Ja, es gibt dumme Fussballer, aber auch solche, die nicht dumm sind. Wie im «echten» Leben halt.