Stimmen zum St. Galler Cupsieg «Finals spielt man nicht, Finals gewinnt man»

SDA

24.5.2026 - 17:51

So euphorisch feiern die St.Gallen-Fans den Cupsieg

So euphorisch feiern die St.Gallen-Fans den Cupsieg

Der FC St. Gallen holt sich den Cupsieg 2026. Es ist der erste Titel für die Ostschweizer seit der Meisterschaft im Jahr 2000. Die Stimmung bei den FCSG-Fans auf dem St.Galler Marktplatz ist entsprechend euphorisch.

24.05.2026

Der FC St.Gallen feiert den zweiten Cupsieg der Vereinsgeschichte und holt sich den ersten Titel seit 26 Jahren. Die Stimmen nach dem Cupfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy.

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Keystone-SDA, Andreas Lunghi

Matthias Hüppi

«Ich bin extrem dankbar. Dieser Cuptitel war eine riesige Sehnsucht aller, die hier im Stadion sind, aber auch derer, die das Spiel zu Tausenden in St. Gallen verfolgt haben. Das ist das grösste Kompliment.

Es war ein Spiegelbild der Saison, wie wir nach der Roten Karte wieder einen Weg in die Partie gefunden haben. Trainer Enno Maassen hat offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Watkowiak war am Boden zerstört. Er tat mir wirklich leid. Es ging dann darum, dass man das sofort abschüttelt.

Es waren ultra harte Wochen und Monate für mich. Ich hatte extrem viele Bälle in der Luft. Beim FC St.Gallen ist nicht immer nur der Planet der Seeligen, sondern bei uns wirken verschiedene Kräfte. Meine Aufgabe als Präsident ist es, hinzustehen und mit allem, was ich habe, Kraft zu entwickeln, um den Schaden vom Klub wegzuhalten», sagt der FCSG-Präsident gegenüber SRF.

Lukas Görtler

«Es ist unglaublich. Ich war schon zweimal hier, und am Ende hatte ich jeweils geweint, weil es nicht reichte. Ich wollte es unbedingt. Die ganze Region hat diesen Titel so verdient nach dieser Saison. Wir haben auch nach der Roten Karte wieder einen Weg gefunden. Wir waren auch mit einem Mann weniger klar die bessere Mannschaft.

Zweifel ist das falsche Wort. Ich war überzeugt, dass wir gewinnen. Es gab aber ein Ärgernis, nicht wegen der Roten Karte, sondern wegen der nicht ausgenutzten Chancen. Es ist dann ärgerlich, dass man sich in eine Situation bringt, die unnötig schwierig ist», sagt der FCSG-Captain im Interview bei SRF.

Lukas Watkowiak

«Es war sehr emotional. Ein Titel ist für die ganze Region etwas Spezielles. Ich habe der Mannschaft mit der Roten Karte geschadet, aber in der Pause kamen alle zu mir und sagten mir, sie ziehen es jetzt für mich durch. Schliesslich hatte ich der Mannschaft im Lauf des Cups mit zwei Siegen im Penaltyschiessen zweimal den Arsch gerettet, jetzt haben sie mir den Arsch gerettet. Wir sind einfach eine geile Truppe», sagt der Torhüter der St.Galler, der in der 1. Halbzeit Rot sah, gegenüber SRF.

Enrico Maassen

«Wir waren extrem stark in der ersten halben Stunde, dann wurde es nach der Roten Karte etwas schwierig, aber wir haben in dieser Saison mehrmals in Unterzahl spielen müssen und das Spiel trotzdem noch bestimmen können. Insofern war es ein Spiegelbild dieser Spielzeit.

Es gab vor, während und nach dem Spiel viel Gänsehaut. Ich glaube ich brauche etwas Zeit für mich, aber ich weiss, was es den Menschen bedeutet. Es war nicht alles schön, aber: Finals spielt man nicht, Finals gewinnt man», sagt der FCSG-Trainer gegenüber SRF.

Nicola Sutter

«Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft. Als Unterklassiger so weit zu kommen, ist nicht selbstverständlich. St. Gallen war einfach cleverer in den entscheidenden Momenten. Wenn man 45 Minuten lang einer mehr ist und trotzdem verliert, dann hat man es einfach nicht verdient.

Sie hatten die Effizienz, wir leider nicht. Ich bin schon etwas traurig, aber auch glücklich, dass wir das erleben konnten», sagt der Captain von Stade-Lausanne-Ouchy im Interview bei SRF.

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