FCSG und YB: Diese Spieler könnte es hart treffen

Syl Battistuzzi

29.3.2020 - 08:00

Die Zukunft von Frederik Sörensen (l.) und Guillaume Hoarau bei YB ist unsicher.
Bild: Keystone

Zurzeit ruht in der Super League der Spielbetrieb. Bei einigen Spielern läuft der Vertrag im Sommer aus, weshalb sie vielleicht nie mehr für ihren aktuellen Klub auflaufen werden. «Bluewin» nimmt die Situation unter die Lupe. 1. Teil: St. Gallen und YB.

    

Auslaufende Verträge

FC St. Gallen

Moreno Costanzo

Der Spielmacher konnte nach seiner Rückkehr aus Thun nicht an seine früheren Leistungen in der Super League anknüpfen und kam nur selten zum Einsatz. Es wäre erstaunlich, wenn der 32-Jährige in der Ostschweiz bleiben kann. 


Milan Vilotic

Auch der Innenverteidiger ist bei Peter Zeidler nicht gefragt. Mit seinen 33 Jahren passt er auch nicht ins Konzept des Vereins. Der Serbe muss sich wohl oder übel einen anderen Arbeitgeber suchen.



Jordi Quintillà 

Der Kontrakt des Spielmacher Jordi Quintillà hätte sich zwar nur bei einer gewissen Anzahl Partien automatisch verlängert, trotzdem dürften den Spanier keine Existenzängste plagen. Mit zwölf Skorerpunkten (neun Tore und drei Assists) aus 21 Super-League-Partien hat der 26-Jährige einen grossen Anteil am Höhenflug seines Teams. Der FCSG kann froh sein, wenn ein Spieler solcher Klasse weiterhin an Bord bleibt.


Boris Babic 

Die wohl grösste positive Überraschung der Super League riss sich vor Kurzem das Kreuzband im Knie und fällt voraussichtlich ein halbes Jahr aus. Dem trickreichen Stürmer gelangen bis zu seinem Unfall sieben Tore. Der 22-Jährige darf die Reha beruhigt angehen, die FCSG-Verantwortlichen werden sicher weiter den Serben für sie spielen sehen wollen.


Ermedin Demirovic

Der in Hamburg geborene Bosnier wirbelte ebenfalls gehörig durch die gegnerischen Abwehrreihen. Der Leihspieler aus Alaves, wo er noch einen Vertrag bis nächste Saison besitzt, buchte in 16 Ligaspielen neun Tore und vier Vorlagen. Man wird deshalb alles daran setzen, den 21-Jährigen auch weiterhin in Grün-Weiss auflaufen zu sehen.


Axel Bakayoko

Der polyvalent einsetzbare Franzose ist aktuell ein zweites Mal von Inter Mailand ausgeliehen, wo er noch bis 2021 unter Vertrag steht. In der aktuellen Saison ist der schnelle Bakayoko auch aufgrund von Verletzungen nur selten zum Einsatz gekommen. Als Alternativoption ist der 22-Jährige bei den Espen sicher geschätzt, doch viel Geld wird man sicher nicht in die Hand nehmen.

Axel Bakayoko ist kein unumstrittener Stammspiel beim FCSG.
Bild: Keystone

Young Boys

    

Auslaufende Verträge

BSC Young Boys

Guillaume Hoarau 

YB ohne seinen torgefährlichen Leader, eigentlich unvorstellbar. Doch sportlich hat der 36-Jährige etwas an Stellenwert eingebüsst. In über 700 Spielminuten gelang dem Stürmer aus La Réunion in dieser Spielzeit erst ein Treffer aus dem Spiel heraus, auch weil er nach diversen Blessuren nicht den Tritt fand. In der internen Hierarchie liegt Jean-Pierre Nsame vorne, doch YB täte trotzdem gut daran, Hoarau zu halten. Nsame wird höchstwahrscheinlich bald ins Ausland wechseln. Mit Hoarau hätten die jungen Felix Mambimbi und Meschack Elia den richtigen Lehrmeister an ihrer Seite.


Miralem Sulejmani 

Der Publikumsliebling würde gerne in der Hauptstadt bleiben. Doch in jüngerer Zeit bremsten den 31-Jährigen immer wieder Verletzungen aus – letztmals stand der Serbe in der Super League im Dezember 2018 über die volle Spieldistanz auf dem Platz. Doch mit seinem genialen linken Fuss ist er immer noch einer der besten Spieler hierzulande. Einen langjährigen Vertrag darf er trotzdem nicht (mehr) erwarten. 


Frederik Sörensen 

Der Däne ist aktuell wegen einer Knieverletzung ausser Gefecht, weswegen er auch in der Rückrunde fehlte. In der Hinrunde gehörte der 27-Jährige zum Stammpersonal. Trotzdem überzeugt der dem FC Köln gehörende Sörensen nicht immer, seine fehlende Tempofestigkeit und Beweglichkeit wird ihm manchmal zum Verhängnis. Reicht das für den ehemaligen Juve-Profi?



Jordan Lefort

Der polyvalente Abwehrspieler ist seit Februar vom französischen Erstligisten Amiens ausgeliehen. Sein Vertrag läuft vorerst bis im Sommer, danach besitzt YB eine Kaufoption über drei Jahre. Bisher stand der 26-Jährige ganze drei Mal auf dem Platz für Schwarz-Gelb. Ob er Spycher & Co. dabei überzeugen konnte?


Saidy Janko 

Der Leihspieler macht als Rechtsverteidiger einen soliden Job. Hat bei Porto zwar einen laufenden Vertrag bis 2022, doch Trainer Sérgio Conceição scheint nicht viel mit ihm anfangen zu können. Gut möglich, dass der 24-Jährige den Bernern auch über den Sommer hinaus treu bleibt.

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