Cup-Achtelfinal Grosszügige Spendenaktion für den Gegner: FC Basel zu Gast im eigenen Stadion 

SDA

4.12.2025 - 05:00

Der FC Basel spielt sein Cup-Match gegen Grand-Saconnex im St. Jakobpark-Stadion in Basel. 
Der FC Basel spielt sein Cup-Match gegen Grand-Saconnex im St. Jakobpark-Stadion in Basel. 
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Im Schweizer Cup stehen am Donnerstag die letzten beiden Achtelfinals an. Der FC Aarau empfängt Sion, während Titelverteidiger Basel auf Grand-Saconnex trifft. Der FCB hilft dabei seinem Gegner neben dem Platz.

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Keystone-SDA, Syl Battistuzzi

In der Partie zwischen Basel und Grand-Saconnex kommt es zu einer Besonderheit: Da die Infrastruktur in Genf nicht ausreicht, um das Cupspiel beim Team aus der Promotion League auszutragen, findet die Partie entgegen der üblichen Praxis beim FC Basel im St. Jakob-Park (Anpfiff um 18.30 Uhr) statt.

Der FCB hilft seinem Gegner gleich auf mehreren Ebenen: Zusammen mit seinem Hauptsponsor Bitpanda übernimmt der Verein die gesamten Kosten für die Partie – laut Klub ein Aufwand im knapp sechsstelligen Bereich.

Der Eintritt für die Zuschauer ist dabei gratis – gemäss der «Basler Zeitung» waren gut 24 Stunden vor dem Spiel 23'000 Tickets weg. Freiwillig können die Fans zudem einen Beitrag leisten, der ohne Abzüge an den Cup-Gegner geht.

Einen Zustupf kann der FC Grand-Saconnex gut gebrauchen. So soll der Promotion-League-Club Schulden in Höhe von knapp 100'000 Franken plagen. Grund dafür sind ausgerechnet die sportlichen Erfolge des Klubs: Noch in der Saison 2017/18 spielte man in der 3. Liga und ist seither gleich viermal aufgestiegen, was sich auch auf die Finanzen auswirkte. Selbst die Reisekosten wird Basel für den Gegner übernehmen. Das Team von Trainer Ludovic Magnin spart sich dafür die dreistündige Car-Fahrt in die Romandie, worüber Shaqiri & Co. sicher nicht unglücklich sein werden.

FCB trotz Favoritenrolle gewarnt

Aus sportlicher Sicht ist Basel haushoher Favorit gegen den Zweitletzten der dritthöchsten Liga. Immerhin zeigte der FC Grand-Saconnex mit fünf Punkten aus drei Spielen zuletzt Aufwärtstendenz.

Doch der grosse FCB sollte gewarnt sein: Etoile Carouge aus der Challenge League hat in den Sechzehntelfinals gezeigt, dass auch der Titelverteidiger nicht immer souverän ist. Erst im Penaltyschiessen konnte Basel die Partie für sich entscheiden.

Zudem erwischte es diese Woche mit Winterthur und Lausanne zwei weitere Super-Ligisten.

Aarau will an 2021 anknüpfen

Im zweiten Achtelfinal am Donnerstag kommt es zum Duell zwischen Aarau und Sion. Der FCA hat bereits in den Sechzehntelfinals gezeigt, dass auch ein Klub aus der Challenge League die «Grossen» ärgern kann. Mit 1:0 besiegte die Mannschaft von Trainer Brunello Iacopetta im Brügglifeld die Young Boys. Sandro Burki, CEO des FC Aarau, sagte damals vor der Partie: «Eigentlich sind das Brügglifeld und die Aussenseiterrolle unsere einzigen Vorteile.»

Auf diese beiden Vorteile kann Aarau auch am Donnerstagabend wieder zählen, die Partie dürfte sogar eine ausgeglichenere werden. Die Sittener stehen in der Meisterschaft momentan auf Platz 6. Aarau hat nach einem hervorragenden Liga-Start seine Führungsposition an Vaduz eingebüsst, steht aber punktgleich mit den Liechtensteinern auf Platz 2.

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Und: Als die beiden Klubs 2021 letztmals im Cup aufeinander trafen, siegte Aarau, ebenfalls im Achtelfinal, mit 4:2 nach Verlängerung. Die beiden übrigen Cup-Duelle entschied Sion für sich.