Nati-Trainer Murat Yakin ist nach England gereist, um sich mit Noah Okafor auszusprechen. Eine Rückkehr in die Nati ist möglich, nachdem das Tischtuch zerschnitten schien.
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- Nati-Trainer Murat Yakin reiste nach England und traf sich mit Noah Okafor zu einem klärenden Gespräch, nachdem das Verhältnis seit der EM 2024 als zerrüttet galt.
- Laut SFV-Direktor Pierluigi Tami verlief der Austausch ehrlich und konstruktiv und bildet eine gute Basis für eine mögliche Rückkehr Okafors ins Nationalteam.
- Okafor überzeugte zuletzt mit starken Leistungen und vier Toren für Leeds in der Premier League, nun hängt eine Nomination von Yakins Einschätzung des Teamgefüges ab.
Es läuft für Noah Okafor in der Premier League in den letzten beiden Partien für Leeds. Erst trifft er am Freitag beim 3:1 gegen Nottingham, am Dienstag netzt er auch im Auswärtsspiel bei Chelsea zum 2:2 ein.
Dass der Stürmer in dieser Form auch der Nationalmannschaft helfen kann, liegt auf der Hand. Und ein Comeback, das nach einem Zerwürfnis an der EM 2024 weit weg schien, ist plötzlich wieder nah. Am Freitag ist Murat Yakin mit Nati-Manager Pierluigi Tami und Medien-Direktor Adrian Arnold nach England gereist. Man traf sich im Mannschaftshotel und die SFV-Bosse sassen beim Spiel gegen Nottingham auf der Tribüne.
Dies bestätigt Tami gegenüber blue Sport. Er sagt: «Wir haben ein starkes Spiel von Noah gesehen, in dem er gezeigt hat, was in ihm steckt. Im Anschluss hatten wir ein ehrliches, klärendes und konstruktives Gespräch. Das ist eine gute Basis für eine mögliche Rückkehr Noahs ins Nationalteam.»
Wird jetzt alles wieder gut?
Nach der EM 2024 schien das unvorstellbar. Okafor, der nicht zum Einsatz kam, wurden Ego-Touren und fehlender Teamgedanke unterstellt. Yakin bot ihn nicht mehr auf und qualifizierte sich mit der Nati souverän für die EM.
«Es macht mich wirklich, wirklich traurig», meinte Okafor im Gespräch mit «The Athletic», und beklagte sich, nie mit Trainer oder Sportchef gesprochen zu haben: «Für mich ergibt das keinen Sinn. Es macht mich traurig, weil sie mir nicht einmal eine SMS schicken oder mich anrufen, um zu fragen, wie es mir geht», so Okafor und führt den Umgang bei seinem Wechsel im Sommer von Milan nach Leeds an. «Da hätte ich mir ein ‹Glückwunsch› oder etwas in der Art gewünscht, denn ich spiele jetzt in der besten Liga der Welt.»
Nun könnten die Probleme ausgeräumt werden. Vier Premier-League-Tore für Leeds könnten ebenfalls helfen. Murat Yakin muss nun spüren, ob das Teamgefüge bereit für Okafors Rückkehr ist, schliesslich qualifizierte man sich ohne ihn in einer schwierigen Gruppe mit Schweden, Slowenien und dem Kosovo. Man darf gespannt sein, ob er Okafor für die Test-Länderspiele im März gegen Deutschland und in Norwegen nominiert.