Nach Bierdusche der eigenen Fans: Captain Schürpf fordert mehr Respekt

20.8.2019 - 10:11, tbz

Ist sauer auf die eigenen Fans: Luzern-Captain Pascal Schürpf.
Bild: Keystone

Schlechte Stimmung beim FC Luzern. Die Innerschweizer sind schwach in die Saison gestartet und kommen auch im Cup nicht auf Hochtouren. Die Fans sind wütend und pöbeln gegen die eigenen Spieler. Nun schiesst Captain Schürpf auf Instagram zurück.

Seit dem glücklichen Auftaktsieg in St. Gallen und dem glanzlosen Weiterkommen in der Europa-League-Quali gegen Klaksvik folgt beim FC Luzern in dieser Saison Enttäuschung auf Enttäuschung. Nach der überdeutlichen Niederlage gegen Espanyol Barcelona gelingt den Innerschweizern im Cup zwar der Vorstoss in die nächste Runde, aber die Leistung beim fünftklassigen AS Calcio Kreuzlingen ist alles andere als überzeugend.

Während dem 2:0-Sieg kommt es zu Pöbeleien der Luzern-Fans gegenüber der eigenen Spieler. «Respekt ist für mich das Fundament jeglicher Art von Beziehung. Auch zwischen Spieler und Fan», schreibt Luzern-Captain Pascal Schürpf nach dem Spiel auf Instagram. Er kritisiert den eigenen Anhang, nachdem einige der gut 200 mitgereisten Auswärtsfans «eigene Spieler explizit ausgepfiffen» und «mit lauwarmem Bier beworfen» haben sollen.

«Ein Stich in das Herz unserer Gemeinschaft»

«Ich verstehe den Frust, die Enttäuschung und die Wut über Niederlagen oder ungenügende Leistungen – ich teile sie und akzeptiere die Kritik. Was ich nicht akzeptiere, ist Respektlosigkeit gegenüber meinen Mitspielern und mir in Form von Pöbeleien während dem Spiel. Wer auch immer heute dafür verantwortlich war, deine/eure Tat war ein Stich in das Herz unserer Gemeinschaft», schreibt Schürpf weiter. Gemäss der «Luzerner Zeitung» hätten die Fans des FCL moniert, der Captain hätte sich mit so einer Ansage direkt nach dem Spiel vor Ort an die Anhänger richten sollen.

Der 30-Jährige schaut aber bereits wieder nach vorne und will gegen Sion «gemeinsam kämpfen und gemeinsam gewinnen». Danach freue er sich über eine Bierdusche: «Allerdings kalt bitte.» Geht die Luzerner Talfahrt am Sonntag in Sion aber weiter, dann wird diese Geschichte wohl kein solch versöhnliches Ende nehmen.

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