Fussball-Talk Heimspiel

«Ohne Erich Vogel wären die Chinesen nicht bei GC, aber jetzt hat er nichts mehr zu sagen»

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19.10.2020

Schuiteman: «GC ist kein Farmteam der Wolves»

Schuiteman: «GC ist kein Farmteam der Wolves»

18.10.2020

Im «blue»-Fussball-Talk Heimspiel wird der Aufschwung der Grasshoppers thematisiert. Zu Gast im Studio ist GC-Sportchef Bernard Schuiteman.

Im April haben die Grasshoppers bekannt gegeben, dass chinesische Investoren den Klub übernommen haben und den Rekordmeister wieder an die Spitze des Schweizers Fussballs führen wollen. Seither bleibt bei GC kaum ein Stein mehr auf dem anderen.

So wurde mit Bernard Schuiteman etwa auch ein neuer Sportchef geholt, der wiederum durch seine Vergangenheit bei den Wolverhampton Wanderers einige Spieler vom Premier-League-Verein abwerben oder ausleihen konnte. In der Sendung «Heimspiel – der Fussball-Talk» auf «blue Sport» spricht Schuiteman über die offensichtlichen Beziehungen zwischen den Hoppers und den «Wolves», bei denen ja auch der heutige GC-Präsident Sky Sun jahrelang tätig war.

Im Sommer wechselten nicht weniger als fünf Spieler von Wolverhampton zu GC. «blue»-Experte Rolf Fringer bezeichnet den Zürcher Klub deshalb als «Farmteam der Wolves». Schuiteman interveniert: «Wir sind kein Farmteam von Wolverhampton. Das würde bedeuten, dass wir jeden Spieler nehmen müssten. Aber so ist es nicht. Uns wurden noch viele andere Spieler angeboten, die ich abgelehnt habe», so der frühere Scout der «Wolves». 

Ronaldo-Berater Mendes betreut zwei GC-Spieler 

Ingesamt fanden 15 Profis im Sommer den Weg zum Rekordmeister, sechs von ihnen sind – genauso wie der neue Trainer João Carlos Pereira – Portugiesen. In welcher Form hat Cristiano Ronaldo Berater Jorge Mendes, der zig Portugiesen schon bei Wolverhampton abgestellt hat, Einfluss auf diese Transfers? Schuiteman: «Wir haben momentan zwei Spieler, die von Mendes betreut werden. Nadjack, der leider verletzt ist, und (Miguel) Nobrega. Ansonsten gibt es verschiedene Berater, nicht nur Mendes.»



Mendes habe im täglichen Geschäft auch nichts mit der Investoren-Gruppe Fosun zu tun, so der GC-Sportchef weiter. Und Fosun wiederum sei auch  nicht verbunden mit den Grasshoppers.

Weiterhin verbunden mit dem Verein ist jedoch GC-Koryphäe Erich Vogel, wie Schuiteman bestätigt. Er stehe mit Vogel in regelmässigem Kontakt. «Es wäre auch grob fahrlässig von mir als GC-Neuling, ihn nicht mal anzusprechen und nach Rat zu fragen. 80 Prozent seiner Aussagen kann ich nicht gebrauchen, aber hie und da denke ich: ‹Hey, interessant! Das kann ich vielleicht gebrauchen.› Ich glaube, da spricht nichts dagegen.»

«Ohne Erich Vogel hätte es bei GC keine Chinesen gegeben»

«Ohne Erich Vogel hätte es bei GC keine Chinesen gegeben»

18.10.2020

Schliesslich sei Vogel auch das entscheidende Puzzleteil bei der Übernahme der chinesischen Investoren gewesen. «Ohne Erich Vogel hätte es bei GC keine Chinesen gegeben», sagt Schuiteman. «Er hat die Leute vertreten, die den Klub verkauft haben. Er war ein wichtiger Teil dieses ganzen Deals, damit die Chinesen GC kaufen konnten.»

Seit dem Besitzerwechsel habe der 81-Jährige aber «bei GC nichts mehr zu sagen», so der Sportchef. «Er kann bei uns nicht einmal drei Kugelschreiber bestellen.» Auch die Chinesen würden bei der operativen Leitung nicht reinfunken und Schuiteman und Co. machen lassen. «Natürlich hat der Präsident immer ein Veto-Recht, wenn ihm etwas nicht passt. Aber wir können komplett eigenständig handeln», sagt der Niederländer. 

Schuiteman: «Vogel hat bei GC nichts zu sagen»

Schuiteman: «Vogel hat bei GC nichts zu sagen»

18.10.2020


Die komplette Sendung

Heimspiel – der Fussball-Talk vom 18. Oktober 2020

Heimspiel – der Fussball-Talk vom 18. Oktober 2020

Im «blue»-Fussball-Talk Heimspiel wird unter anderem der Aufschwung der Grasshoppers thematisiert. Zu Gast im Studio ist GC-Sportchef Bernard Schuiteman.

18.10.2020

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