Unruhe beim FCSG Scheidender Co-Trainer Amanatidis tritt nach: «Keine Wertschätzung für meine Arbeit»

SB10

3.8.2020

Ioannis Amanatidis (l.) bildete zusammen mit Peter Zeidler ein erfolgreiches Duo.
Ioannis Amanatidis (l.) bildete zusammen mit Peter Zeidler ein erfolgreiches Duo.
Bild: Keystone

Der FC St. Gallen blickt auf eine herausragende Saison zurück. Vor allem die Offensive der Ostschweizer sorgte dabei oft für den Unterschied. Mitverantwortlich dafür war auch Ioannis Amanatidis, der nun aber im Unfrieden den Klub verlässt.

Am Montagabend kommt es am letzten Spieltag in der Super League zum Duell zwischen den beiden besten Teams in der Schweiz. Meister Young Boys empfängt das zweitplatzierte St. Gallen (live auf Teleclub ab 20:30 Uhr). 

Grün-Weiss hat zwar den angestrebten Titelgewinn verpasst, könnte sich aber mit einem Remis oder Sieg heute immerhin als bestes Offensivteam der Liga krönen. In 35 Spielen haben sie bisher 78-mal getroffen, während YB (77) und Basel (74) weniger Bälle im Netz versenkten.

Einen grossen Anteil an der Angriffsmaschinerie hat dabei Ioannis Amanatidis. Der Grieche ist Co-Trainer beim FCSG, auch die Ausbildung der Stürmer und das Einstudieren von Offensivstandards fielen in sein Aufgabengebiet. Doch beim Saisonende wird er nicht mehr als Assistent fungieren. 

Unterschiedliche Behandlung

«Ich hatte eine tolle und erfolgreiche Zeit hier – aber jetzt ist eben die Zeit gekommen, zu gehen», erklärt Amanatidis gegenüber dem «Kicker» seinen abrupten Abgang. Eineinhalb Jahre war er der treue Begleiter an Peter Zeidlers Seite. Zusammen haben sie dem Team neues Leben eingehaucht.



Doch während der deutsche Cheftrainer zusammen mit Sportchef Alain Sutter von Präsident Matthias Hüppi einen Vertrag bis 2025 erhielt, habe man ihm «aufgrund der ungewissen finanziellen Zukunft des Klubs nur einen Einjahresvertrag angeboten», so Amanatidis. Das Fazit des ehemaligen Bundesliga-Profis: «Das passt irgendwie nicht zusammen. Ich sehe keine Wertschätzung für meine Arbeit.»

Trotzdem sieht der 38-Jährige die Zeit in St. Gallen grundsätzlich positiv: «Wir haben mit unserem Mini-Etat eine sensationelle Runde gespielt, sind Vizemeister geworden, haben den Grossen Paroli geboten, dürfen in Europa antreten und haben Werbung für den Klub und die Region betrieben. Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein, macht mich schon ein bisschen stolz.» Seine Zukunft lässt er noch offen. «Ich lasse mich nicht hetzen, will die richtige Wahl treffen», hält Amanatidis fest. 




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