Bei St.Gallen ist die Nr. 2 im Tor Versaut Cup-Waffe Watkowiak auch Basels letztes Saisonziel?

Michael Wegmann

4.2.2026

So tickt FCSG-Ersatztorhüter Lukas Watkowiak

So tickt FCSG-Ersatztorhüter Lukas Watkowiak

02.02.2026

Seit fünfeinhalb Jahren ist Lukas Watkowiak beim FC St.Gallen die Nr. 2 und Cup-Goalie. Doch für den FC Basel gibts keinen Grund zur Freude. Mit dem Riesen im Tor verliert der FC St.Gallen praktisch nie.

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Michael Wegmann, Ronja Zeller

Der FC Basel hat vor der Woche der Wahrheit Trainer Ludovic Magnin entlassen. Stephan Lichtsteiner ist es jetzt, der die ambitionierten Saisonziele erreichen soll. Der Start ist missglückt: Erst das 0:1 gegen Pilsen in der Europa League, dann das 1:2 gegen Thun in der Meisterschaft. 

Will der Doublegewinner von letzter Saison nicht auch noch im Cup rausfliegen, muss er heute im Kybunpark den FC St.Gallen schlagen.  



Dafür müssen Shaqiri & Co. den Ball erst einmal am Hünen Lukas Watkowiak vorbeibringen. St.Gallens Cup-Goalie, 29-jährig, knapp zwei Meter gross. Der Deutsche wird brennen, hat er doch schon mit seinen Paraden die zwei Penaltyschiessen gegen Rapperswil und eine Runde davor gegen den FC Wil entschieden.

Watkowiak ist im Sommer 2020 mit 24 zum FC St.Gallen gewechselt. Mittlerweile ist der Deutsche fünfeinhalb Jahre im Verein, immer als Nummer 2 hinter Lawrence Ati Zigi. 

Von seiner Klasse her, wäre er in anderen Super-League-Klubs die Nummer 1. Hat er keine Mühe damit, dass er jahrelang im Schatten von Zigi steht? Watkowiak: «Als ich hierher gekommen bin, war klar, dass ich die Nummer zwei sein werde. Ich habe meine Rolle im Verein und ich fühle mich wohl.»

Nur 4 Niederlagen in 25 Spielen mit Watkowiak im Tor

Normalerweise sind Torhüter unzufrieden, wenn sie die Nr. 2 sind, scharren mit den Hufen, wollen spielen. Anscheinend nicht Watkowiak. Auf die Frage, ob es ihm an Ehrgeiz mangle, dass er fünfeinhalb Jahre die Ersatzrolle akzeptiert, sagt er: «Nein. Am Willen fehlt es mir nicht. Aber im Tor kann einfach nur einer stehen und wir haben zwei, drei Riesentorhüter bei uns. Mit Zigi spielt im Moment die unangefochtene Nummer eins.»

Watkowiak macht auch kein Geheimnis daraus, dass er sich mit seiner Familie in der Ostschweiz pudelwohl und längst heimisch fühlt. Und wenn er zwischen den Pfosten gebraucht wird, ist er da. Die Statistik spricht für ihn: Von den 25 Spielen mit Watkowiak gingen nur vier verloren. Die letzte Pleite gabs vor zwei Jahren gegen Délemont.

Der FCB darf sich zumindest nicht freuen, dass beim FCSG heute wahrscheinlich der Ersatzmann im Tor stehen wird. Denn Watkowiak wird brennen.