Luzern und St. Gallen stehen in den Viertelfinals des Schweizer Cups. Die Innerschweizer siegen gegen Zug 94 souverän, die Ostschweizer müssen gegen Rapperswil-Jona ins Penaltyschiessen. Lausanne scheitert derweil an Yverdon.
St. Gallens Matchwinner war Lukas Kwatkowiak. Der 29-jährige Deutsche, der im Cup anstelle von Lawrence Ati Zigi im Tor steht, hielt im Penaltyschiessen zwei Versuche des Heimteams, das zudem zweimal an der Torumrandung scheiterte. Aufseiten der St. Galler vergaben Behar Neziri und Carlo Boukhalfa.
Letzterer machte es in der Verlängerung besser, als er in der 100. Minute einen Foulpenalty verwandelte und den Favoriten vermeintlich auf der Siegerstrasse brachte. Nur fünf Minuten später mussten die St. Galler jedoch den Ausgleich hinnehmen: Albert Vallci unterlief ein Eigentor.
Ein Klassenunterschied war über die ganze Spielzeit nicht zu sehen. Im Gegenteil: Das Unterklassige Rapperswil-Jona war aktiver, hatte mehr vom Spiel und vor allem in der regulären Spielzeit die deutlich besseren Torchancen.
Yverdon düpiert den nächsten Favoriten
Auch in der Partie zwischen Yverdon und Lausanne-Sport lief alles auf das Penaltyschiessen hinaus, ehe Robin Golliard in der 114. Minute zum 2:1 für das Heimteam traf. Der Klub aus der Challenge League eliminierte nach Servette bereits das zweite Team aus der Super League.
Lausanne hatte in der ersten Halbzeit alles im Griff und führte durch ein Tor von Theo Bair verdient mit 1:0. In der zweiten Halbzeit liess das Team von Peter Zeidler jedoch nach und so fand Yverdon durch einen Treffer von Routinier Dejan Sorgic 20 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zurück in die Partie.
Luzern lässt Zug keine Chance
Der FC Luzern steht zum ersten Mal seit vier Jahren in den Viertelfinals des Schweizer Cups. Das Team von Mario Frick wird seiner Favoritenrolle gegen den 1.-Ligisten Zug 94 gerecht und gewinnt 4:1.
Luzern tat sich gegen den drei Ligen tiefer beheimateten Gegner zu Beginn nicht so leicht wie noch in den ersten beiden Runden, als gegen Perlen-Buchrain (3:0) nach zehn und gegen Bosna Neuchâtel bereits in der 1. Minute der erste Treffer gelang. Im Duell mit Zug benötigten die Luzerner 37 Minuten, ehe sie ein erstes Mal jubeln konnten. Lars Villiger stieg höher als Fuat Sulimani und traf per Kopf.
Nach dem Seitenwechsel sorgten Adrian Grbic und Lucas Ferreira innerhalb von drei Minuten (52./55.) für die Entscheidung. Beide trafen ebenfalls per Kopf, jeweils nach einem Freistoss von Matteo Di Giusto. In der Schlussphase trugen sich auch noch Christopher Teichmann für den Underdog und erstmals der erst 17-jährige Sandro Wyss für die Profis von Luzern in die Torschützenliste ein.
Telegramme
Zug 94 – Luzern 1:4 (0:1)
4108 Zuschauer. - SR Turkes. - Tore: 37. Villiger 0:1. 52. Grbic 0:2. 55. Ferreira 0:3. 83. Teichmann 1:3. 91. Wyss 1:4.
Rapperswil-Jona - St. Gallen 1:1 (0:0, 0:0) n.V.; 1:2 i.P.
4761 Zuschauer. - SR Gianforte. - Tore: 100. Boukhalfa (Penalty) 0:1. 105. Vallci (Eigentor) 1:1.
Yverdon - Lausanne-Sport 2:1 (1:1, 0:1) n.V.
3220 Zuschauer. - SR Cibelli. - Tore: 25. Bair 0:1. 71. Sorgic 1:1. 114. Golliard 2:1.