Breel Embolo darf auch am Mittwoch nicht in die USA fliegen. Stattdessen muss der Nati-Stürmer der US-Botschaft in Bern einen Besuch abstatten, um einen neuen Visumsantrag zu stellen. Grund dafür ist seine Verurteilung wegen Drohung.
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- Am Dienstag bringt die Schweizer Fussball-Nati die lange Reise nach San Diego hinter sich. Mit einer Ausnahme: Breel Embolo kann nicht mit dem Team in die USA fliegen.
- Weil sein ESTA noch einmal «in Abklärung geht», muss sich der Stürmer gedulden – und kann auch am Mittwoch noch nicht abreisen.
- Nun muss Embolo stattdessen in der US-Botschaft in Bern einen neuen Visumsantrag stellen. Grund dafür ist seine Verurteilung wegen mehrfacher Drohung.
Der Fall um Breel Embolo wird zur Geduldsprobe. Nachdem dem Nati-Stürmer am Dienstag die Einreise in die USA verweigert wurde, musste er am Mittwochvormittag bei der US-Botschaft in Bern vorsprechen.
Laut einer Mitteilung des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) musste Embolo dort einen Visumsantrag stellen. Ob und zu welchem Zeitpunkt er die benötigte Einreisebewilligung für das WM-Gastgeberland erhält, ist offen. Der SFV zeigt sich jedoch optimistisch: «Die Botschaft hat uns mitgeteilt, dass der Antrag mit Priorität behandelt wird. Nun warten sowohl Breel als auch wir auf die Genehmigung, damit er schnellstmöglich nach San Diego reisen und zum Team stossen kann.»
In einer Medienkonferenz erklärt der Leiter Unternehmenskommunikation, Adrian Arnold zudem: «Es war ein sehr kurzes Gespräch, welches Breel auf der Botschaft hatte. Wir sind zuversichtlich und haben positive Signale erhalten. Man hat Breel aber mitgeteilt, dass es für Mittwoch nicht mehr reichen werde.»
Embolo hatte am Dienstag nicht wie geplant mit der Mannschaft den Flug nach Los Angeles antreten können, weil seine elektronische Einreisegenehmigung für die USA (ESTA) erneut überprüft wurde, nachdem sie zunächst bereits bewilligt worden war, wie der SFV am Mittwochabend bestätigte.
Gemäss dem Verband stehen diese Abklärungen im Zusammenhang mit einer im April rechtskräftig gewordenen Verurteilung wegen eines Vorfalls aus dem Jahr 2018, in dem Embolo wegen Drohung verurteilt wurde. Die US-Botschaft in Bern habe ihn am Dienstagnachmittag darüber informiert, dass dafür die entsprechenden Gerichtsdokumente benötigt würden. «Konkret ging es bei den Abklärungen auf der Botschaft um die Frage, ob physische Gewalt zur Anwendung gekommen war. Dies war nicht der Fall», teilte der SFV mit.
Nun muss sich Embolo also weiter in Geduld üben. Auch wenn er wie erwartet die Einreisebewilligung erhalten sollte, wäre die verspätete Ankunft in den USA im Hinblick auf das letzte Testspiel am Samstag gegen Australien alles andere als optimal. Die Partie findet um 12 Uhr Lokalzeit in San Diego statt.