Georges Bregy verrät im Gespräch mit blue Sport, was er der Nati an der WM in den USA zutraut und zieht einen Vergleich zum Legenden-Team von 1994.
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- Georges Bregy vergleicht die Nati von 1994 mit dem heutigen Team und erklärt im Legenden-Talk bei blue Sport, wo ein grosser Unterschied liegt.
- Dem Team von Murat Yakin traut Bregy für das Turnier in den USA enorm viel zu.
- «Man spürt auch von aussen, dass die Mannschaft zusammengewachsen ist. Jeder freut sich für den anderen», sagt Bregy und glaubt: «Ich könnte mir auch vorstellen, dass man eine grosse Überraschung schafft.»
Vor 32 Jahren lassen Georges Bregy, Alain Sutter, Stéphane Chapuisat und Co. die Herzen der Schweizer Fussball-Fans höher schlagen. An der WM übersteht die Nati die Gruppenphase und schafft es bis in den Achtelfinal, wo eine 0:3-Niederlage gegen Spanien das Turnier-Aus bedeutet. «Für damals waren wir eine sensationelle Mannschaft», schwärmt Bregy im Legenden-Talk von blue Sport.
Für manche gilt die damalige Auswahl nach wie vor als die beste Nati aller Zeiten. Wie sieht das der 55-fache Internationale? «Man kann die Epochen nicht vergleichen. Wir waren eine extrem starke Mannschaft. Aber das war eine Mannschaft, da haben die gleichen Elf praktisch immer gespielt und man hatte drei, vier Ergänzungsspieler», erklärt Bregy. «Heute hat man eine Mannschaft, die nicht nur aus 14, 15 Spielern, sondern aus 22, 23 Spielern besteht. So kann man wechseln und hat taktische Möglichkeiten.»
Dabei könne Murat Yakin auf Spieler zählen, die sich auf höchstem Niveau bewiesen haben. «Sie spielen alle in den Top-5-Ligen. Das ist ein grosser Punkt. Der Rhythmus ist anders, die Spieler konnten sich durchsetzen im Ausland. Jetzt hat man 24 Spieler, die in den Top-5-Ligen spielen. Das ist extrem.»
«Die Mannschaft ist zusammengewachsen»
Nicht nur deshalb traut Bregy der Nati in den USA viel zu. «Es ist eine homogene Mannschaft. Sie kämpfen füreinander, was vor zwei Jahren nicht so extrem war. Da gab es Gruppen. Jetzt spürt man auch von aussen, dass die Mannschaft zusammengewachsen ist. Jeder hat Freude für den anderen – und wenn niemand ist neidisch, wenn er nicht spielt», so Bregy. «Zusätzlich ist die Mannschaft reifer geworden durch die gespielten WM- und EM-Turniere. Das gibt eine gewisse Selbstsicherheit.»
Deshalb sei das Erreichen der K.o.-Phase Pflicht. «Danach ist alles möglich. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man eine grosse Überraschung schaffen und sogar das Endspiel erreichen könnte», sagt Bregy und fügt lachend an: «Mir ist eigentlich egal, wen wir im Final schlagen. Ob das Brasilien, Argentinien, Frankreich oder Deutschland ist.»