Irlands Fussballerinnen verlassen im WM-Testspiel gegen Kolumbien nach nur 20 Minuten den Platz, weil ihre Gegnerinnen eine zu ruppige Gangart an den Tag legen. Das wiederum stösst den Kolumbianerinnen sauer auf.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Das Testspiel für die anstehende WM zwischen Irland und Kolumbien wurde nach 20 Minuten abgebrochen, weil die Irinnen den Kolumbianerinnen vorwarfen, zu hart in die Zweikämpfe zu steigen.
- Aus Sicht des kolumbianischen Teams ist der Rückzug aber unbegründet und gar respektlos.
- Irland ist bereits am Donnerstag gefordert und trifft zum WM-Auftakt auf Co-Gastgeber Australien.
Die Nationalmannschaften von Irland und Kolumbien befinden sich mitten in den Vorbereitungen auf die am Donnerstag beginnende Fussball-Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland. Die Irinnen sind gleich am ersten Turniertag gefordert und treffen zum Auftakt auf Co-Gastgeber Australien. Der letzte WM-Test am vergangenen Freitag fällt allerdings ins Wasser.
Wegen der ruppigen Gangart der Kolumbianerinnen verlässt Irland nach bloss 20 Spielminuten den Platz und spielt nicht mehr weiter – auch weil Starspielerin Denise O'Sullivan nach einem groben Foul im Spital landet. «Es wurde zu körperbetont und es wurde nach Rücksprache mit der Spielleitung entschieden, das Spiel zu beenden», erklärt der irische Fussballverband in der Folge. Trainerin Vera Pauw macht klar: «Meine Spielerinnen haben um ihren Körper gefürchtet.»
«Das ganze Team stand unter Schock»
Bei der kolumbianischen Auswahl stösst der Rückzug aber für viel Unverständnis. Nachdem etwa Verteidigerin Daniela Caracas schon kurz nach Abbruch ihrem Ärger freien Lauf lässt, legt Leicy Santos am Dienstag an einer Pressekonferenz nach. «Das ganze Team stand unter Schock. Wir begriffen nicht, was los war. Aus unserer Sicht war es unfair und extrem respektlos, dass sie das Spielfeld verlassen haben.»
Die Kolumbianerinnen fühlen sich in ihrer WM-Vorbereitung gestört. «Wir sind dorthin hingefahren, haben uns auf ein Match geeinigt und wegen eines Fouls, das meiner Meinung nach kein aggressives war, sondern ein Foul, das vorkommen kann, haben sie entschieden, nicht mehr spielen zu wollen», sagt Santos und unterstreicht: «Das bedeutet, dass unsere Mannschaft zwei, fast drei Tage der Vorbereitung verloren hat, die so kurz vor der WM sehr wichtig sind. Ich hatte den Eindruck, dass es Irland an Respekt mangelte.»
Immerhin haben Santos und Co. bis zu Kolumbiens erstem WM-Ernstkampf gegen Südkorea noch bis zum 25. Juli Zeit – und damit fünf Tage mehr als Irland. Da hilft, dass sich die gefoulte Denise O'Sullivan gemäss Medienberichten nicht schwerer verletzt hat und ihrem Team nicht länger fehlen soll. Doch ob es ihr für die Auftaktpartie gegen Australien reicht?
Do 20.07. 11:50 - 14:05 ∙ SRF zwei ∙ 135 Min
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