Supercup 20'000 Fans beim Supercup im Risikogebiet: Bayerns Ministerpräsident befürchtet «Fussball-Ischgl»

dpa/jar

21.9.2020

Eine solche Choreo werden die Bayern-Fans in Budapest kaum zeigen können. Dennoch werden beim Supercup mehr als 2'000 Anhänger aus München erwartet.
Eine solche Choreo werden die Bayern-Fans in Budapest kaum zeigen können. Dennoch werden beim Supercup mehr als 2'000 Anhänger aus München erwartet.
Bild: Getty

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat wegen der Sorge um den europäischen Supercup-Final des FC Bayern gegen den FC Sevilla eine schärfere Quarantäneregel für Fussballfans angekündigt.

«Da ist ein hohes Infektionsgeschehen und wir müssen sehr, sehr aufpassen, dass wir da nicht sozusagen eine zusätzliche Gefahr, ein Fussball-Ischgl, riskieren», sagte Söder am Montag. Im Winter hatte es reichlich Coronainfektionen im österreichischen Skiort gegeben, auch zahlreiche Deutsche hatten sich mit dem Virus infiziert.

Söder betonte, er blicke mit echter Sorge auf das Spiel am Donnerstag in Budapest zwischen Bayern und Sevilla, sollten wirklich «2'000, 3'000 Leute aus München und der Region nach Budapest fliegen». Ungarn sei zu Recht als Hochrisikogebiet eingestuft, sagte Söder. In Budapest liege die Zahl der Coronaneuinfektionen in sieben Tagen stabil bei einem Wert von 100.

Bayern-Fans müssen nach Rückkehr wohl in Quarantäne

Söder will am Dienstag dem Kabinett vorschlagen, Besucher von Sport- und anderen Kulturveranstaltungen von einer Ausnahmeregelung in der Einreise-Quarantäneverordnung auszunehmen. Normale Geschäftsreisende, die sich weniger als 48 Stunden in einem Risikogebiet im Ausland aufhielten, müssen nicht in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne.

Es sei aus seiner Sicht «zwingend erforderlich, dass wir dann die normalen Quarantäneregeln haben», sagte Söder. Das heisst, Reisende müssten nach ihrer Rückkehr in Selbstisolation gehen oder entsprechende Tests machen. Wer dagegen verstosse, müsse mit Strafen rechnen. «Mein Appell aber wäre, noch einmal grundlegend zu überlegen, ob das jetzt wirklich notwendig ist. Der Supercup ist ein spannendes Spiel, aber es ist nicht das alles entscheidende Spiel.»

Die UEFA hält bislang an ihren Plänen fest, den Final vor Zuschauern zu spielen. Die Stadionkapazität von 67'000 Zuschauern soll bis zu 30 Prozent ausgelastet werden. So dürften rund 20'000 Menschen im Stadion Platz finden. Beiden Klubs stehen jeweils rund 3'000 Tickets zur Verfügung. 

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport