14.11.2017 - 13:14, sda/bam

«We are Zweden» – gibt Ibrahimovic nun sein Comeback?

FUSSBALL EM 2016 VORRUNDE SWE BEL

Läuft Zlatan Ibrahimovic nochmals für die schwedische Nationalmannschaft auf?
Bild: Keystone

 

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Schweden qualifizierte sich erstmals nach 2006 wieder für eine WM-Endrunde. Nach dem Erfolg gegen Italien meldete sich auch Superstar Zlatan Ibrahimovic zu Wort – das gefiel längst nicht allen.



Die schwedische WM-Party war gerade in vollem Gange, da drückte die unvermeidliche Frage nach Zlatan Ibrahimovic auf die Stimmung. «Das ist doch unglaublich! Dieser Spieler hat vor eineinhalb Jahren aufgehört, für Schweden zu spielen, und wir reden hier immer noch über ihn», schimpft Nationaltrainer Janne Andersson nach dem Coup gegen Italien. Schweden fährt erstmals seit zwölf Jahren wieder zu einer Fussball-WM, doch alle beschäftigt am Tag danach nur eine Frage: Ist Ibrahimovic 2018 in Russland wieder im blau-gelben Dress dabei?

«We are Zweden» schreibt Ibrahimovic selbst am Montagabend unter ein Foto bei Twitter, auf dem die schwedische Mannschaft zu sehen ist. Provokant ersetzt er das «S» durch ein «Z» – sein Markenzeichen. Der 36-Jährige war nach der EM 2016 aus dem Nationalteam zurückgetreten.

Ein Comeback scheint weiterhin eher unwahrscheinlich, doch Ibrahimovics Berater Mino Raiola nährt die Hoffnungen vieler Fans. «Wenn es nach mir geht, würde ich ihn persönlich dort abliefern», schreibt Raiola in einer SMS an die schwedische Zeitung «Expressen». Allerdings hat sein Schützling seit dem Kreuzbandriss Ende April kein Spiel mehr absolviert.

Lars Richt, Sportdirektor des schwedischen Verbands, schliesst eine Rückkehr des extrovertierten Stars zwar nicht aus, hält sich aber weiterhin bedeckt: «Es ist klar, dass ich darüber nichts sagen kann. Heute feiern wir und reden nicht über das nächste Jahr.»

Schwedens Trainer Andersson zeigt sich jedoch nach dem 0:0 im Rückspiel in Mailand genervt von den Spekulationen um den Stürmer von Manchester United. Vor allem, weil Ibrahimovic seinen Spielern mal wieder die Aufmerksamkeit stiehlt, obwohl er überhaupt nicht anwesend ist. «Wir müssen endlich anfangen, über die grossartigen Spieler zu reden, die wir in dieser Mannschaft haben», so Andersson.

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