19.06.2017 - 23:30, sda/pat

Deutschland gewinnt trotz Pleiten-Leno

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Weltmeister Deutschland startet in der Olympia-Stadt Sotschi mit einem 3:2-Sieg gegen Australien zum Confederations Cup. Der Sieg wäre deutlicher ausgefallen, hätte Goalie Bernd Leno nicht einen raabenschwarzen Tag eingezogen. Am Donnerstag steht der Gruppen-Gipfel gegen Leader Chile im Programm.



Das Ergebnis täuscht, der Favorit dominierte den zwar kampfstarken, aber spielerisch limitierten Herausforderer aus Down Under mehrheitlich deutlich. Jogi Löws 99. Sieg im 148. Länderspiel seiner elfjährigen Erfolgsära stand zu keinem Zeitpunkt ernsthaft zur Debatte.

Confed-Cup: Die Bilder

  • Soccer Confed Cup Mexico New Zealand
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Die Effizienz der nicht erstklassig besetzten Deutschen war ungenügend, in der Rückwärtsbewegung leisteten sie sich ein paar Nachlässigkeiten zu viel – statt 4:0 führten sie nach 45 Minuten nur 2:1, und wenige Minuten nach dem dritten Treffer liessen die Bundesliga-Professionals das 2:3 des Luzerner Super-League-Stürmers Tomi Juric zu. Goalie Bernd Leno konnte seine Chance nicht nutzen, er sah bei beiden Gegentreffern uralt aus. Gut möglich, dass er im nächsten Spiel nicht mehr im Kasten steht.

Dem Asien-Meister, in der WM-Qualifikation seit Oktober 2015 und zwölf Spielen ungeschlagen, ist anzurechnen, dass er nach einer suboptimalen Startphase – Lars Stindl traf in der 5. Minute – im südrussischen Badeort nicht vollends abtauchte. Gegen eine weitere Demütigung wie zuletzt im Test gegen Brasilien (0:4) stemmten sich die Socceroos vehement.

Löws Experimentierfreudigkeit

Die seit dem letzten EM-Halbfinal unbesiegte deutsche Equipe tritt in Russland zwar mit dem Status des WM-Titelträgers an, mit der goldenen Mannschaft von Rio 2014 ist die aktuelle DFB-Auswahl aber nur marginal zu vergleichen. Nur drei Weltmeister gehören zum Kader, lediglich Shkodran Mustafi kam in Brasilien mehrfach zum Einsatz.

Jogi Löw betrachtet das interkontinentale Turnier im Land des nächsten WM-Gastgebers in erster Linie als Feld für personelle Experimente. Zeitgleich zur aus DFB-Sicht vorzüglich bestückten U21-EM unterzieht der Selektionär jene Kandidaten einem Test unter Wettkampfbedingungen, denen er die Perspektive attestiert, im kommenden Sommer beim wichtigsten Rendez-vous im Weltfussball eine Rolle spielen zu können.

Eine seriöse Empfehlung in eigener WM-Sache gab Leon Goretzka ab. Der 22-jährige Schalker überzeugte im Mittelfeld mit seiner Dynamik und Ballsicherheit. Unmittelbar nach der Pause gelangte der beim olympischen Turnier früh verletzte Ex-U21-Captain zur Torpremiere im Nationalteam.

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