10.09.2017 - 19:55, sda

Yakin ist zufrieden, hat aber noch viel Arbeit vor sich

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Resultatmässig verläuft das Debüt von Murat Yakin als Trainer der Grasshoppers mit dem 3:2 gegen Sion erfolgreich. Yakin weiss, dass noch viel zu tun ist.



Im ersten Spiel seiner Amtszeit erlebte Yakin «alle Facetten», wie er es selber formulierte. Er sah einen 0:1-Rückstand wegen Abstimmungsproblemen zwischen Innenverteidigung und Goalie Heinz Lindner. Er bejubelte die schnelle Reaktion in Form von Lucas Andersens 1:1. Er musste konstatieren, wie Souleymane Doumbia vor dem 1:2 nicht zum ersten Mal in dieser Saison nicht dort stand, wo er hätte stehen müssen. «Defensiv bleibt einiges an Arbeit», so Yakin.

Aber umso zufriedener zeigte sich der neue GC-Coach mit der offensiven Leistung seiner Mannschaft. Der Sonntagsschuss von Innenverteidiger Emil Bergström hauchte dem Heimteam wieder Leben ein, nach Runar Mar Sigurjonssons 3:2 (55.) verwalteten die Hoppers ihre erstmalige Führung geschickt. Das zum Beispiel dürfte Yakins Verdienst gewesen sein. Sportchef Mathias Walther glaubt: «Diese Mannschaft wird noch viel Freude machen.»

Yakin: «Nun muss ich versuchen, dass die Leute mit dem Zug mitfahren»

Die Rangliste nach einem guten Fünftel der Meisterschaft ist noch wenig aussagekräftig. Entsprechend wenig Bedeutung schenkte Yakin dem «Sprung» von Rang 9 auf 8. Nach dem zweiten Saisonsieg der Grasshoppers sagte er: «In erster Linie schauen wir auf uns, nicht auf die Tabelle. Aber der Fokus ist nach vorne gerichtet.»

Bei seinen vorherigen Trainerstation wurde immer wieder deutlich: Yakin kann mit Druck umgehen, er versucht die Aufmerksamkeit ähnlich auf sich zu lenken wie José Mourinho - ohne dabei freilich provozieren zu müssen wie der portugiesische Coach von Manchester United. Erwartungshaltung verspürt er keine. «Ich persönlich bin relaxt. Den Druck nehme ich auf mich.»

Yakin will das Umfeld in Niederhasli motivieren, am gleichen Strick zu ziehen. «Der Zug beginnt zu rollen», sagte er nach dem Auftakterfolg gegen Sion. «Nun muss ich versuchen, dass die Leute mit dem Zug mitfahren.»

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