13.09.2017 - 08:00, sda

Bayerische Unstimmigkeit trotz Sieg – Robben: «Ich will Spass auf dem Platz haben, das hatte ich nicht»

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Bayern München kommt zum Auftakt der Champions League gegen René Weiler und den RSC Anderlecht zu einem glanzlosen 3:0-Sieg. Freude mag darob keine aufkommen – im Gegenteil.



«Wir spielen vor eigenem Publikum, da musst du richtig Bock haben und dem Publikum was zeigen. Wir müssen uns hinterfragen und kritisch sein. Ich will Spass haben auf dem Platz, das hatte ich nicht», schimpfte Bayern Niederländer Arjen Robben.

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Der Plan des Münchner Ensembles, die Niederlage vom Wochenende in der Bundesliga gegen Hoffenheim (0:2) vergessen zu machen, ging gegen Anderlecht nicht auf. So konnten die Bayern trotz über 80-minütiger Überzahl – Sven Kums wurde in der 11. Minute nach einer Notbremse vom Platz gestellt – nicht zum erhofften Schaulaufen ansetzen. «Bei allem Respekt. Nach der Roten Karte musst du die aus der Arena schiessen. Gegen stärkere Gegner bekommen wir so Probleme.» Robben dachte dabei schon an das nächste Gruppenspiel vom 27. September bei Paris St. Germain. Dann heissen die Gegner Neymar, Mbappé oder Cavani und nicht Hanni, Trebel oder Stanciu.

Robert Lewandowski, der in den vergangenen Tagen mit einem Interview für reichlich Unruhe gesorgt hatte, brachte die Münchner in der 12. Minute per Foulelfmeter in Führung. Thiago (65.) und Joshua Kimmich (90.) schossen vor 70'000 Zuschauern zwar noch einen standesgemässen Pflichtsieg heraus, die Leistung des Rekordmeisters war über weite Strecken aber alles andere als Champions-League-würdig.

Wütender Ribéry sorgt für Unruhe

Für zusätzliche Misstöne sorgte Franck Ribéry. Der Franzose schleuderte nach seiner Auswechslung (77.) sein Trikot wutentbrannt in Richtung Ersatzbank. Sportdirektor Hasan Salihamidzic deutete sogar Konsequenzen an. «So etwas darf nicht passieren. Wir sind der FC Bayern. Das ist nicht okay, darüber werden wir sprechen», sagte er.

Die Mitspieler nahmen Ribéry zwar weitgehend in Schutz, Trainer Carlo Ancelotti äusserte aber ebenso Unverständnis: «Ich verstehe, dass Spieler 90 Minuten durchspielen wollen. Aber manchmal verstehen sie nicht, wie jetzt Franck Ribéry, dass ich nicht wegen der Leistung auswechsle. Er hatte vor dem Spiel kleinere Probleme. Ich verstehe seine Reaktion nicht.»

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