4:3-Sensation nach Verlängerung Al-Hilal schockt ManCity und Akanji im Achtelfinal der Klub-WM 

dpa

1.7.2025 - 06:59

Manuel Akanji (links) und Manchester City müssen sich im Achtelfinal der Klub-WM überrraschend verabschieden.
Manuel Akanji (links) und Manchester City müssen sich im Achtelfinal der Klub-WM überrraschend verabschieden.
Bild: Keystone

Erstmals geht ein Spiel bei der Klub-WM in die Verlängerung. Und da geschieht die Sensation. Al-Hilal aus Saudi-Arabien wirft Erling Haaland, Manuel Akanji und Co. nach einem packenden 4:3 aus dem Turnier.

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Pep Guardiola gratulierte noch kurz seinem überglücklichen Trainer-Kollegen Simone Inzaghi zum Sensationssieg, dann flüchtete der spanische Starcoach von Manchester City in die Stadion-Katakomben. Der krasse Aussenseiter Al-Hilal aus Saudi-Arabien hat bei der Klub-WM in den USA in einem packenden Fussball-Krimi für eine echte Sensation im Achtelfinale gesorgt. 

Das Team aus der Hauptstadt Riad besiegte Guardiolas Starensemble um Torjäger Erling Haaland in Orlando überraschend mit 4:3 (2:2, 0:1) nach Verlängerung. Der herausragende Angreifer Marcos Leonardo avancierte dabei mit seinem zweiten Treffer in der 112. Spielminute zum Matchwinner. 

Zuvor konnte der eingewechselte Phil Foden (104.) die erste Führung von Al-Hilal in der Verlängerung durch Kalidou Koulibaly (94.) noch ausgleichen. Sieben Treffer und ein grosses Hin und Her: Das Camping World Stadium in Orlando brodelte, die Fans waren begeistert.

Mitten im Geschehen: Abwehrspieler Manuel Akanji, der bei den Cityzens in der 53. Minute eingewechselt worden war. Da er am Ende zu den überraschenden Verlierern gehörte, ist Gregor Kobel der einzige verbliebene Schweizer im Turnier. Der BVB-Goalie bestreitet in der Nacht auf Mittwoch den Achtelfinal gegen Monterrey.

«Wir sind zu Recht bei der WM dabei»

«Wir wollten unsere Fertigkeiten zeigen gegen eine der besten Mannschaften der Welt», sagte der 34 Jahre alte Coulibaly, der wie viele Hilal-Profis früher in Europa spielte, unter anderem in England für den FC Chelsea: «Wir wollten zeigen, dass Al-Hilal viel Talent hat und wir zurecht hier bei der Klub-WM dabei sind.» Es war ein grosser Tag für den saudischen Fussball. 

Al-Hilal trifft nun im Viertelfinale auf Fluminense aus Brasilien, das am grossen Tag der Aussenseiter Stunden zuvor den Champions-League-Finalisten Inter Mailand mit 2:0 besiegen konnte.

Inzaghi ist erst wenige Wochen Trainer von Al-Hilal

In der regulären Spielzeit hatten Bernardo Silva (9.) und Haaland (55.) für das in der ersten Hälfte klar dominierende ManCity getroffen. Marcos Leonardo (46.) und Malcom (52.) wendeten jedoch nach der Pause in nur sieben Minuten die Partie. Torwart Bono hatte Hilal zuvor im Spiel gehalten. Der Marokkaner hielt prächtig, auch einmal gegen den früheren DFB-Kapitän Ilkay Gündogan (29.). 

Der Sieg von Al-Hilal ist auch das Werk des neuen Trainers Simone Inzaghi, der nach dem 0:5 mit Inter Mailand im Champions-League-Finale Ende Mai gegen Paris Saint-Germain nach Saudi-Arabien gewechselt war. Der 49 Jahre alte Italiener trifft nun in der nächsten Runde überraschend nicht auf seinen Ex-Verein, sondern Fluminense. Ein Aussenseiter wird also sicher im Halbfinale stehen.

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