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Jetzt meldenIm Gespräch mit blue Sport erklärt GC-Legende Andy Egli, wann er ein guter Mensch wurde, und erklärt, warum er es ohne seinen Ehrgeiz wahrscheinlich nie zum Profi gebracht hätte.
Verteidiger gelten im Allgemeinen als knallharte Typen. Zu diesen zählte während seiner Karriere auch GC-Legende Andy Egli. Der 68-Jährige bildete gemeinsam mit Roger Wehrli, Heinz Lüdi und Charly In-Albon in den 80er-Jahren unter Coach Paul Wolfisberg die sogenannte «Abbruch GmbH» in der Abwehr der Nati. «Ich habe diesen Übernamen als Kompliment gesehen», sagt Egli im WM-Talk «Helden für immer». Dass er mit seiner teils verbissenen Art und seinem Ehrgeiz nicht überall gut ankam, war ihm dabei stets bewusst.
«Früher bin ich oft ein Arschloch gewesen, ein guter Mensch bin ich wahrscheinlich erst nach meiner aktiven Karriere geworden», sagte Egli einst in einem Interview gegenüber dem SRF. Auch heute steht er noch zu dieser Aussage, meint: «Wenn ich kein Arschloch gewesen wäre, hätte ich es wahrscheinlich gar nicht so weit geschafft.» Sein fussballerisches Talent sei überschaubar gewesen, so Egli bescheiden.
Seine Mentalität zeichnete ihn während seiner Karriere aus. «Der Biss und der unbedingte Wille, dass die Teamleistung permanent so gut wie möglich ist, das hat mich täglich angetrieben», sagt er. Doch nicht nur von sich erwartete der fünfmalige Schweizer Meister Höchstleistungen: «Ich war auch sehr fordernd meinen Mitspielern gegenüber.» Damit hat er es dann ab und an auch übertrieben.
Doch auch wenn Egli gerne hart zur Sache ging, hatte er immer Respekt vor der Gesundheit seiner Gegenspieler. «Ein böses Tackling nur auf die Knochen des Gegenspielers hat es bei mir nicht gegeben.»