Antoine Griezmann: Barça, Bayern, ManUtd, PSG – oder doch Miami?

15.5.2019 - 15:50, jar

Wohin zieht es Antoine Griezmann?
Bild: Getty

Antoine Griezmann hat seinen Fans am Dienstag mitgeteilt, dass er Atlético Madrid per Saisonende verlassen wird. Wohin der Weltmeister wechseln wird, ist noch ungewiss. Welcher Klub hat die besten Karten?

«Es waren unglaubliche fünf Jahre. Danke für alles, ich werde euch immer in meinem Herzen haben.» Mit diesem Worten gibt Antoine Griezmann über den offiziellen Twitter-Kanal von Atlético Madrid seinen Abschied bekannt. Trotz Vertrag bis 2023. Klar ist, dass der Käuferklub 120 Millionen Euro bezahlen muss. So hoch ist die Ausstiegsklausel ab dem 1. Juli für den 28-jährigen Franzosen.

Spanischen Medienberichten zufolge ist Barcelona bereit, diese Summe für Griezmann auf den Tisch zu legen. Die Klubführung der Katalanen halte diese Ablöse für «angemessen», berichtete die Zeitung «Mundo Deportivo» am vergangenen Freitag.

Ob Griezmann wirklich innerhalb der spanischen La Liga wechseln will, ist eine andere Frage. Zumal Barça aktuell eigentlich genügend Qualität in der Offensive besitzt. Nichtsdestotrotz hatten die Katalanen schon vor einem Jahr versucht, den Blondschopf an Bord zu holen. Und langfristig gesehen würde die Verpflichtung eines Stürmerstars eben doch Sinn machen, da Luis Suarez (32) und Lionel Messi (wird im Juni 32) langsam aber sicher in die Jahre kommen. 

Bayern der heimliche Favorit?

Barcelona hält wohl die besten Karten für die Griezmann-Verpflichtung in der Hand. Aber es spricht auch einiges für Bayern München. Der deutsche Rekordmeister befindet sich im Umbruch und Präsident Uli Hoeness hat schon vor Monaten eine Transferoffensive angekündigt. Hoeness sprach vom «grössten Investitionsprogramm, das der FC Bayern je hatte». 

Mit Lucas Hernandez und Benjamin Pavard haben die Münchner bereits zugeschlagen. Die beiden Verteidiger kommen im Sommer für insgesamt 115 Millionen Euro. Es ist davon auszugehen, dass Bayern mindestens noch einen Top-Spieler holen wird. Mit Hernandez, Pavard, Corentin Tolisso und Kingsley Coman stehen nächste Saison schon mindestens vier Franzosen im Kader der Bayern. Griezmann würde bei einem Wechsel nach München also auch auf Teamkollegen aus der Nationalmannschaft treffen.

Und was, wenn Robert Lewandowski auf einmal wieder den Klub wechseln will, so wie er es vor einem Jahr unbedingt wollte? So oder so müssen sich die Bayern auch über die Zukunft Gedanken machen. Lewandowski wird im Sommer 31, sein Vertrag läuft noch zwei Jahre.

Auch Manchester United und PSG haben Chancen

Ins grosse Tauziehen um Antoine Griezmann sind auch Manchester United und Paris St. Germain eingestiegen. Wie «Manchester Evening News» im März berichtete, sei der englische Rekordmeister damals sogar in der Pole Position um die Verpflichtung des Linksfusses gewesen. Da United nächste Saison aber nicht in der Champions League spielen wird, stehen die Chancen wahrscheinlich nicht sehr gut. Wobei, in Manchester könnte Griezmann das Gesicht einer neuen Star-Truppe werden und dem krisengeschüttelten Klub wieder auf die Beine helfen. Ausserdem könnte Griezmann mit der Nummer 7 auf dem Rücken für Manchester United auflaufen – wahrscheinlich sowas wie ein Kindheitstraum für den bekennenden David-Beckham-Fan.

Vielleicht denkt Griezmann aber auch an eine Rückkehr in die Heimat nach. 2005 verliess der damals 14-Jährige Frankreich in Richtung Spanien, wo er über Real Sociedad 2014 zu Atlético Madrid wechselte. Jetzt könnte es den Stürmer zurück in die Heimat ziehen, denn verschiedenen Medienberichten zufolge soll auch PSG an einer Griezmann-Verpflichtung interessiert sein. Da soll er Edinson Cavani ersetzen, der die Pariser verlassen dürfte. 

Der «Flirt» mit David Beckham

Spekulationen über Spekulationen, vielleicht kommt es im Sommer auch zu einer ganz dicken Überraschung. «Wenn David Beckham mich in seinem Klub will, werde ich dorthin gehen», sagte Griezmann nämlich im September des letzten Jahres gegenüber «L'Équipe». Beckham ist bekanntlich Gründer des neuen MLS-Teams Inter Miami und sucht noch nach Spielerpersonal. «Vielleicht wird er eines Tages auf einem riesigen Plakat in Miami hängen – das ist, was wir wollen», sagte Beckham im November auf Griezmann angesprochen. Ein Wechsel nach Amerika dürfte für Griezmann allerdings erst in ein paar Jahren in Frage kommen.

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport

Weitere Artikel