Ein Turnier, fünf Spiele, vier Pokale: Der Intercontinental-Cup bringt viele Sieger hervor. Wobei böse Zungen behaupten könnten, dass es bei diesem Format fast schwieriger ist, am Ende mit leeren Händen dazustehen.
Es ist noch gar nicht lange her, da überreicht Gianni Infantino US-Präsident Donald Trump im Rahmen der WM-Auslosung einen Friedenspreis und sorgt damit vielerorts für Irritationen, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Doch die FIFA ist schlichtweg in Geberlaune, was sich nun gerade beim Intercontinental-Cup wieder zeigt. So werden beim fünf Spiele umfassenden Turnier nicht weniger als vier Pokale vergeben. Konfetti-Regen inklusive.
Dabei fand doch gerade erst im Sommer die von der FIFA neu ins Leben gerufene Klub-WM mit 32 Teams statt. Chelsea hat das Turnier gewonnen und darf sich Klubweltmeister nennen. Beim Intercontinental-Cup haben die Engländer aber nichts zu melden. Denn da sind nur die Sieger der Kontinental-Wettbewerbe dabei.
Will heissen: PSG vertritt Europa als Sieger der Champions League. Und PSG steht direkt Final, der am Mittwoch über die Bühne geht. Dort treffen die Pariser auf Flamengo, die beim Intercontinental-Cup bereits zwei Spiele und zwei Pokale gewonnen haben. Um das zu verstehen, muss man erst mal den Modus kennen.
Wie man einen Pokal gewinnt
Die Meister der Konföderationen aus Afrika, Asien und dem Pazifikraum eröffneten das Turnier bereits im September und kämpften um den FIFA Afrika-Asien-Pazifik-Pokal. Diesen Pokal gewann der Pyramids FC. Der Vertreter Afrikas setzte sich gegen Auckland City durch und danach auch gegen den für den Final gesetzten Al Ahli FC. Der erste Pokal ist vergeben.
Um den zweiten Pokal wurde am 10. Dezember gekämpft. Im Derby of the Americas setzte sich Flamengo aus Südamerika gegen Cruz Azul aus Mexiko durch.
Der dritte Pokal ging an den Sieger im Duell zwischen den beiden Gewinner der vorangegangenen Mini-Turniere. Im sogenannten Challenger Cup setzte sich Flamengo aus Brasilien am 13. Dezember gegen die Pyramids aus Kairo (Ägypten) durch.
Der ultimative Final
Am 17. Dezember könnte Flamengo nun den dritten Titel innert sieben Tage gewinnen. Dafür müssen sie allerdings gegen PSG gewinnen.
Damit Fussball-Fans zwischen all den Finals nicht langweilig wird, hat die FIFA am Dienstagabend noch mehr Preise zu vergeben. Unter anderen werden der Weltfussballer und die Weltfussballerin gekürt.