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Jetzt meldenDer FC Bayern München ist einer der grössten Fussballklubs der Welt. Genau vor 125 Jahren wurde der heutige deutsche Rekordmeister gegründet. Inzwischen hat man über 400'000 Mitglieder. Natürlich gab es in der Vereinshistorie neben vielen Stars und Legenden auch einige Flops.
Bayern München feiert heute Donnerstag, 27. Februar, sein 125-Jahr-Jubiläum. Elf Männer gründeten im Jahr 1900 in einem Café den Klub, der heute über 400'000 Mitglieder zählt – so viele wie kein anderer Verein weltweit. Kein Wunder, schliesslich steht der Verein mit den Klubfarben Rot und Weiss für eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.
Mit 33 Meistertiteln sowie 20 Pokalsiegen ist man deutscher Rekordmeister beziehungsweise -pokalsieger. Auch auf internationalem Parkett hat man insgesamt sechs Mal in der Champions League beziehungsweise im Europapokal der Landesmeister abräumen können.
Zum 125. Geburtstag waren rund 650 Gäste geladen, darunter etwa auch FIFA-Boss Gianni Infantino. Natürlich schauten die aktuellen Spieler um Harry Kane, Joshua Kimmich oder Jamal Musiala rein. Aber nicht nur die Gegenwart wurde zelebriert, sondern auch viele Stars von früher.
Ikonen wie Paul Breitner, Georg «Katsche» Schwarzenbeck, Jean-Marie Pfaff, Klaus Augenthaler, Dieter Hoeness, Stefan Reuter, Christian Nerlinger, Markus Babbel, Oliver Kahn, Hasan Salihamidžić, Michael Ballack, Giovane Élber, Sammy Kuffour, Jens Jeremies, Owen Hargreaves, Thomas Linke, Mark van Bommel oder Philipp Lahm verkörperten das Klubmotto «Mia san mia».
Doch auch in einem der erfolgreichsten Fussballklubs der Welt gab es neben Klub-Legenden und Top-Transfers auch zahlreiche Flops. Hier eine kleine, aber feine Auswahl.

Jean-Pierre Papin
Papin hatte 1994 von Milan nach Deutschland gewechselt, schaffte den Durchbruch bei Bayern aber nie. Der Ballon d’Or-Gewinner von 1991 war einerseits oft verletzt. Andererseits traf er in seinen Einsätzen nur selten. Nach zwei Jahren und nur 27 Partien (3 Tore) trennten sich die Wege wieder. Papin wechselte zu Bordeaux, bald sollte sein Stern endgültig verglühen. Immerhin schlug dann Papins Nachfolger ein: Der von Tottenham verpflichtete Jürgen Klinsmann Transfer sollte jene Erwartungen erfüllen, die Papin nicht konnte.

Breno
2008 schien Bayern ein Schnäppchen gelungen zu sein. Vom FC São Paulo holte man den 18-jährigen Innenverteidiger – notabene Captain der brasilianischen Olympia-Auswahl – für zwölf Millionen Euro zu sich. Das Talent sollte in die Fussstapfen von Landsmann Lucio treten. Doch es wurde eine Leidenszeit in München für den Brasilianer, der sich gleich drei Mal am Knie operieren lassen musste.
Im September 2011 brannte noch seine Villa ab, bei der er eine leichte Rauchvergiftung erlitt. Brenos Frau Renata und die drei Kinder hatten sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Villa befunden. Bald steht der psychisch angeschlagene Bayern-Spieler selbst unter Tatverdacht und kommt in U-Haft. Als Auslöser wird vermutet, dass sich Breno wegen wiederholter Kniebeschwerden um seine Karriere fürchtet.
Im Sommer 2012 wird er wegen schwerer Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt und in die Heimat abgeschoben. Nach verbüsster Strafe steht er vereinzelt noch für São Paulo und Vasco da Gama auf dem Platz, seine einst vielversprechende Karriere erfüllt sich jedoch nie.

Andi Herzog
Anfang Januar 1995 sickerte durch, dass das wochenlange Gerangel um den österreichischen Internationalen Andreas Herzog beendet ist. Der Mittelfeldspieler wechselte dann im Sommer vom deutschen Cupsieger Werder Bremen nach München.
Herzog erhält einen Vertrag über drei Jahre. Die Ablösesumme für den Kreativspieler beträgt rund 5,5 Millionen Mark. Obwohl mit Otto Rehagel auch sein Bremen-Trainer nach München kommt, schlägt «Herzi» nicht ein (2 Tore in 28 Spielen). Der damals 27-Jährige kehrt – im Tausch mit Mario Basler – wieder zu Werder zurück.

Renato Sanches
Bei Benfica Lissabon startete Sanches durch. Der Sohn einer kapverdischen Mutter und eines Vaters aus São Tomé und Principe galt schon als Kind als Ausnahmetalent. Im Kampf um das 18-jährige Supertalent stach Bayern etwa Man Utd aus und zahlte 2016 rund 35 Millionen Euro. Doch der Motor des 1,76 m grossen Antreibers lief in München nie auf Hochtouren. Der Portugiese, der einen 5-Jahres-Vertrag in der Tasche hatte, liess sich zuerst zu Swansea ausleihen. Auch nach der Rückkehr fand der Mittelfeldspieler nie den Tritt und verliess 2018 München in Richtung Lille. Nach weiteren Stationen Paris Saint-Germain, AS Rom spielt der 27-Jährige wieder bei Benfica.

Sadio Mané
Der Stürmer kam 2022 als Afrikas Fussballer des Jahres vom FC Liverpool. Der deutsche Rekordmeister soll demnach eine Ablösesumme von 32 Millionen Euro plus maximal neun Millionen Euro Bonuszahlungen für den 30-Jährigen gezahlt haben.
Der senegalesische Rekordtorschütze gewann mit den Reds 2019 die Champions League, ein Jahr später wurde er mit dem Klub englischer Meister. In München läuft es Mané nicht mehr nach Wunsch. Zwar spielt er regelmässig und skort auch ab und zu, doch unverzichtbar ist er nicht. Auch neben dem Feld sorgt Mané für einen Skandal, als er beim Champions-League-Viertelfinal gegen Man City Teamkollege Leroy Sané handgreiflich wird. Eine Suspendierung und Geldstrafe sind die Folge. Nach der Episode sind seine Tage gezählt. Immerhin finanziell kommen die Bayern heil raus. Al-Nassr zahlt 30 Millionen Euro für den Problemfall.

Joshua Kimmich
Als Kimmich 2015 von Stuttgart via RB Leipzig kam, war der schmächtige Jüngling noch weitgehend unbekannt. Doch bald wurde der polyvalent einsetzbare Profi unverzichtbar. Zuerst auf der rechten Aussenverteidigerposition, später im Mittelfeldzentrum. Mit Bayern gewann er 2020 die Königsklasse, acht Meisterschaften (2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023) sowie drei Mal den DFB-Pokal(2016, 2019, 2020).
Der Vertrag des 30-Jährigen läuft diesen Sommer aus. Ob der DFB-Captain an Bord bleibt, ist allerdings unsicher. So zog der Klub offenbar sein Vertragsangebot zurück, weil Kimmich zu sehr pokern soll.

Robert Lewandowski
Mit Dortmund verlor der Pole das deutsche Champions-League-Finale 2013 gegen Bayern, in der darauffolgenden Saison schloss der Torjäger sich dem Gegner an. Bei den Bayern traf er in seinen acht Spielzeiten (2014-2022) mit schöner Regelmässigkeit ins Tor – in 253 Spielen buchte er 238 Treffer. Pokale gab es en masse: Von 2015 bis 2022 durfte er jedes Jahr die Salatschüssel hochheben, zusätzlich gab es drei Pokalsiege (2016, 2019, 2020). 2022 suchte der Champions-League-Sieger (2020) ein neues Abenteuer und wechselte für 50 Millionen Euro zu Barcelona. Auch bei den Katalanen hat der 36-jährige Stürmer nichts von seiner Torgefahr eingebüsst.

Franck Ribéry
25 Millionen Euro sollen die Bayern 2007 an Marseille überwiesen haben. Es sollte gut angelegtes Geld sein. Der Franzose prägten bei Bayern eine Ära, bei der man unter anderem 2013 die Champions League gewann. Der trickreiche Franzose mit der Rückennummer 7 zauberte dabei auf dem linken Flügel und wurde schnell zum Publikumsliebling. Ribéry ist neunfacher Meister (2008, 2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019), sechsfacher Pokalsieger (2008, 2010, 2013, 2014, 2016, 2019) sowie 2013 Gewinner der Königsklasse.

Arjen Robben
Robben kam 2009 von Real Madrid, wo man keinen Platz mehr für den Holländer hatte. Der schnelle Flügelflitzer bildete mit Ribéry bis 2019 ein konegiales Offensiv-Duo, das als «Robbéry» bekannt wurde. Sein «Signature Move» – von der rechten Seiten nach innen ziehen und mit dem linken Fuss den Ball ins weite Eck schiessen – kannten alle Gegenspieler, stoppen konnten ihn aber nur die wenigsten.
Die Folge: Zahlreiche Titel, sprich neben dem Sieg in der Champions League 2013 acht Mal die Meisterschaft (2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019) sowie fünf Mal den DFB-Pokal (2010, 2013, 2014, 2016, 2019).

Manuel Neuer
Der in Gelesenkirchen aufgewachsene Manuel Neuer war logischerweise ein Schalker Junge durch und durch. Als 2011 der Wechsel des Knappen-Kapitäns zu den Bayern bekannt wurde, löste das keine Begeisterung bei den Anhängern aus. Die Fans hielten gar Zettel mit «Koan Neuer!» hoch.
Der Goalie liess nicht entmutigen und hexte sein Team zu vielen Titeln: Zwei Mal gewann er die Champions-League (2013, 2020), elf Meisterschaften (2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023) sowie fünf DFB-Pokal-Triumphe (2013, 2014, 2016, 2019, 2020) feierte Neuer mit den Bayern. Es könnten noch weitere dazukommen. Der 38-Jährige hat noch einen Vertrag bis Sommer 2026.

Thomas Müller
Bayern-Zeit: 2008 – ?
Titel: 2x Champions League (2013, 2020), 12x Bundesliga (2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023), 6x DFB-Pokal (2010, 2013, 2014, 2016, 2019, 2020).

Kingsley Coman
Bayern-Zeit: 2015 – ?
Titel: 1x Champions League (2020), 8x Bundesliga (2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023), 3x DFB-Pokal ( 2016, 2019, 2020)

David Alaba
Bayern-Zeit: 2010–2021
Titel: 2x Champions League (2013,2020), 10x Bundesliga (2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021), 6x DFB-Pokal (2010, 2013, 2014, 2016, 2019, 2020)

Philipp Lahm
Bayern-Zeit: 2002–2017
Titel: 1x Champions League (2013), 8x Bundesliga (2006, 2008, 2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017) und 6x DFB-Pokal (2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013).

Bastian Schweinsteiger
Bayern-Zeit: 2002-2015
Titel: 1x Champions League (2013), 8x Bundesliga (2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013, 2014, 2015) und 7x DFB-Pokal (2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013,2014).

Oliver Kahn
Bayern-Zeit: 1994–2008
Titel: 1x Champions League (2001), 8x Bundesliga (1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006) und 6x DFB-Pokal (1998, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008).

Mehmet Scholl
Bayern-Zeit: 1992–2007
Titel: 1x Champions League (2001), 1x UEFA Cup (1996), 8x Bundesliga (1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006), 5x DFB-Pokal (1998, 2000, 2003, 2005, 2006)

Hasan Salihamidžić
Bayern-Zeit: 1998–2007
Titel: 1x Champions League (2001), 6x Bundesliga (1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006), 4x DFB-Pokal (2000, 2003, 2005, 2006)

Jens Jeremies
Bayern-Zeit: 1998–2006
Titel: 1x Champions League (2001), 6x Bundesliga (1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006), 4x DFB-Pokal (2000, 2003, 2005, 2006)

Samuel Kuffour
Bayern-Zeit: 1994–2005
Titel: 1x Champions League (2001), 6x Bundesliga (1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005), 4x DFB-Pokal (1998, 2000, 2003, 2005)

Stefan Effenberg
Bayern-Zeit: 1990–1992 und 1998–2002
Titel: 1x Champions League (2001), 3x Bundesliga (1999, 2000, 2001) 1x DFB-Pokal (2000)

Giovane Elber
Bayern-Zeit: 1997–2003
Titel: 1x Champions League (2001), 4x Bundesliga (1999, 2000, 2001, 2003), 3x DFB-Pokal (1998, 2000, 2003)

Lothar Matthäus
Bayern-Zeit: 1984–1988 und 1992–2000
Titel: 1x Champions League (2001), 1x Uefa Cup (1996), 7x Bundesliga (1985, 1986, 1994, 1997, 1999, 2000, 2001) und 3x DFB-Pokal (1986, 1998, 2000).

Klaus Augenthaler
Bayern-Zeit: 1976– 1991
Titel: 7x Bundesliga (1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990), 3x DFB-Pokal (1982, 1984, 1986)

Sepp Maier
Bayern-Zeit: 1962–1979
Titel: 3x Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976), 4x Bundesliga (1972, 1973, 1974, 1980), 4x DFB-Pokal (1966, 1969, 1971, 1982)

Paul Breitner
Bayern-Zeit: 1970–1974 und 1978–1983
Titel: 1x Europapokal der Landesmeister (1974), 5x Bundesliga (1972, 1973, 1974, 1980, 1981), 2x DFB-Pokal (1971, 1982)

Karl-Heinz Rummenigge
Bayern-Zeit: 1974–1984
Titel: 2x Europapokal der Landesmeister (1975, 1976), 2x Bundesliga (1980, 1981), 2x DFB-Pokal (1982, 1984)

Uli Hoeness
Bayern-Zeit: 1970–1979
Titel: 3x Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976), 3x Bundesliga (1972, 1973, 1974) und 1x DFB-Pokal (1971)

Gerd Müller
Bayern-Zeit: 1964–1979
Titel: 3x Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976), 4x Bundesliga (1969, 1972, 1973, 1974) und 4x DFB-Pokal (1966, 1967, 1969, 1971)

Hans-Georg «Katsche» Schwarzenbeck
Bayern-Zeit: 1966–1981
Titel: 3x Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976), 6x Bundesliga (1969, 1972, 1973, 1974, 1980, 1981), 3x DFB-Pokal (1967, 1969, 1971)

Franz Beckenbauer
Bayern-Zeit: 1964–1977
Titel: 3x Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976), 4x Bundesliga (1969, 1972, 1973, 1974) und 4x DFB-Pokal (1966, 1967, 1969, 1971)