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Wie lange ist Thomas Müller noch im Bayern-Trikot zu sehen?
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Thomas Müller und der FC Bayern München führen eine langjährige Liebesbeziehung. Aktuell ziehen sich aber die Vertragsverhandlungen. Auch früher gab es schon einige Tiefschläge für das Eigengewächs.
Seit über 16 Jahren gehört Thomas Müller zum Klub-Inventar in München. Der Ur-Bayer mag sich bei der Frage nach seiner Zukunft weiter nicht festlegen. «Wir sind in Gesprächen. Mal schauen», antwortete der Offensivstar dem «Spiegel» im Interview darauf, ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern werde.
Müller kommt beim FC Bayern aktuell meist nur noch als Einwechselspieler zum Einsatz. Er wägt gerade genau ab. «Ob's passt», antwortete er auf eine entsprechende Frage. «Wir sprechen über die sportliche Perspektive und das Finanzpaket.»
Müller will grundsätzlich gerne weiter Fussball spielen. «Auf jeden Fall fühlt es sich so an», sagte er. Der 35-Jährige schränkte dann aber auch wieder ein: «Ich schliesse nichts aus. Es könnte auch sein, dass es im Sommer vorbei ist. Aber ich habe weiterhin sehr viel Spass am Fussball.»
In Vertragsverhandlungen gehe es nicht um die Schönheit des Münchner Umlands, sondern ums Fussballspielen, um Vertragslaufzeiten und das Finanzielle. «Entscheidend ist immer die sportliche Perspektive. Wenn du die auch woanders siehst, dann geht’s ans Abwägen», hält Müller fest.
Abwägen musste Müller schon öfters. So merkte Müller ganz am Anfang, nach seinem ersten Profieinsatz am ersten Spieltag der Saison 2008/2009, dass «der damalige Trainer nicht viel mit mir anfangen konnte». Zu dieser Zeit hiess sein Chef Jürgen Klinsmann. Hoffenheim zeigte grosses Interesse. «Ich wäre wohl auf viel Spielzeit gekommen. Ich entschied mich dennoch zu bleiben», erläutert Müller.
Der Weltmeister von 2014 ergänzt: «Auch im Herbst 2019 unter Niko Kovač habe ich mich mit einem Wechsel beschäftigt.» Der aktuelle BVB-Trainer setzt den «Raumdeuter» meist auf die Bank und sagte öffentlich, Müller bekäme «mit Sicherheit auch Minuten, wenn Not am Mann sein sollte».

Trainer Niko Kovac (l.) war kein Fan von Thomas Müller.
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Müller über die damalige Degradierung: «Ich habe dem Verein gesagt, wenn sich meine Situation nicht ändert, würde ich gern die Option eines Wechsels im Winter prüfen. Denn für die Rolle als Ersatzspieler hatte ich zu viele Hummeln im Hintern. Von Klubseite kam daraufhin nur die Ansage, mal die Füsse stillzuhalten und dass wir uns im Dezember noch mal unterhalten würden. Dazu kam es nicht.» Kovač wurde bei Bayern entlassen.
Der heutige Bayern-Coach Vincent Kompany scheint ebenfalls nicht der grösste Müller-Fan zu sein. Durchschnittlich nur in jedem dritten Spiel darf der Routinier von Beginn weg auflaufen.
Beim 1:1 gegen Celtic Glasgow wurde Müller erst wenige Sekunden vor Schluss eingewechselt. Lothar Matthäus zeigte sich danach «schockiert». «Das ist eine Demütigung. Das hat mich traurig gemacht und es tut mir leid für ihn», meinte der Sky-Experte.
Eine solche Behandlung müsse sich Müller nicht gefallen lassen, betonte Matthäus. Schliesslich sei dieser einer «der grössten und erfolgreichsten Spieler aller Zeiten».
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeness sprach zuletzt davon, dass mit Müller «die nächsten Wochen Gespräche» stattfinden. Es müsse dabei das Beste für beide Seiten ausgelotet werden. Es ist aber Hoeness zufolge «einer grossen Karriere nicht würdig», wenn ein Spieler wie Müller dauerhaft nur noch Ersatzspieler wäre.
Ob Müller auch am Freitagabendspiel gegen Stuttgart auf der Ersatzbank Platz nehmen muss, erfährst du ab 20.30 Uhr live im Ticker auf blue Sport.
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